Kingston Wi-Drive im Test Teil 2:
Das Missing Link zwischen iOS und Rechner

Kingston Wi-Drive ist ein SSD-Speicher mit eingebautem WLAN-Server und eigener iOS-App. In diesem zweiten Teil unseres Tests berichten wir, wie sich der Wi-Drive im Alltag bewährt.

Bevor man auf die Daten zugreifen kann, die man über USB auf seinen Kingston Wi-Drive gespielt hat, muss man in den AppStore, um die kostenlose App (Affiliate-Link) herunterzuladen, die es als universelles Programm für iPhone und iPad gibt. Denn nur damit hat man offiziell Zugriff auf das Wi-Drive.

Allerdings findet sich auf dem CD-ROM-Laufwerk ein Ordner mit der Bezeichnung apache2 und Unterordnern wie bin, conf und webdav. Als kundiger Nutzer sollte man auf diesen integrierten WebDAV-Server also relativ einfach auch auf anderen Wegen zugreifen können.

Mit der App geht das aber mehr oder weniger automatisch, so lange man sich an die Reihenfolge der vorgegebenen Schritte hält.

Kingston Wi-Drive im Test Teil 2: Das Missing Link zwischen iOS und Rechner (Bilder: frm)
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  1. Kingston Wi-Drive einschalten und warten, bis nach circa 25 Sekunden das blaue Licht neben dem WLAN-Symbol aufleuchtet.
  2. In die Systemeinstellungen von iPad oder iPhone gehen und das Netzwerk Kingston Wi-Drive wählen.
  3. Die Wi-Drive App öffnen.

Hält man sich nicht an diese Reihenfolge oder ist man zu ungeduldig und öffnet die App, bevor das Wifi-Netz des Kingston-Speichers steht (so wie ich), tut sich nichts. Zumindest war das bei mir der Fall. Auch einfaches Schliessen der App durch Druck auf den Home-Button und erneutes Öffnen brachte nichts, das Netz wollte nicht erscheinen.

Dann liess ich mir durch einen Doppeldruck auf den Home-Button die laufenden Programme anzeigen, schaltete in den Wackel-Modus, beendete die App durch Antippen des roten Minus-Zeichens und startete sie erneut. Schwupps, war das Netz da.

Über die App hat man dann Zugriff auf folgende Dateien:

  • Audio: AAC, MP3, WAV
  • Video: m4v, mp4, mov, Motion JPEG (M-JPEG), AVI
  • Bilder: jpg, bmp, tiff
  • Dokumente: pdf, doc, docx, ppt, pptx, txt, rtf, xls

4 Stunden hält der interne Akku gemäss Produktbeschreibung durch, das reicht für 2 Filme. Kingston verspricht, dass 3 Nutzer gleichzeitig auf das Wi-Drive zugreifen können und zum Beispiel ruckelfrei Filme sehen. Bei weniger intensivem Datenabruf sollten es auch deutlich mehr sein.

Meine Texte, die in der Regel die Endung .md für Markdown oder Multimarkdown tragen, werden zwar im Verzeichnis angezeigt, ich kann sie jedoch nicht betrachten, wenn ich nicht vor dem Kopieren die Endung auf .txt ändere.

Alle gewohnten Gesten wie Wischen und Zoomen funktionieren, allerdings kann man die Dateien im Moment nur betrachten, nicht bearbeiten. Demnächst sollen Updates es aber möglich machen, die Dateien auch mit anderen Apps zu öffnen und somit auch zu bearbeiten. In Planung ist auch eine Android App, die im letzten Quartal 2011 herauskommen soll.

Mit Brücke ins Internet

Da iOS nur auf ein Wifi-Netzwerk gleichzeitig zugreifen kann, wäre man mit Verbindung zum Wi-Drive eigentlich vom Internet abgeschnitten. Clevererweise haben die Entwickler bei Kingston aber daran gedacht, eine Brücke ins Internet einzubauen. Dazu muss man in der App sein gewünschtes Netzwerk auswählen, mit dem man ins Internet geht, dann stehen sowohl Wi-Drive als auch das Netz zur Verfügung. Sobald man allerdings das Wi-Drive mit dem Rechner über USB verbindet, stoppt der eingebaute WLAN-Server.

Fazit: Kingston Wi-Drive ist vielleicht nicht ganz so üppig mit Speicherplatz ausgestattet wie die Seagate Satellite, aber dafür muss man auch keine Angst vor einem Headcrash haben.

Der Vorteil des Kingston Wi-Drive: klein, leicht, schnell – dank SSD-Speicher. Wer nach diesen Eigenschaften sucht, wird mit dem Kingston Wi-Drive glücklich – und zahlt laut unverbindlicher Preisempfehlung für 16 GB EUR 99, für 32 GB werden EUR 129 fällig.

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5 Kommentare

  1. Kommentator
    schrieb am 5. Oktober 2011 um 10:01 Uhr (#)

    Ich möchte endlich über Bluetooth meine Bilder an andere Handys senden können….
    Wann kommt denn endlich mal so eine wertvolle Funktion!
    Selbst mit dem IPad kann man keine Daten sharen… :-(

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 5. Oktober 2011 um 10:35 Uhr (#)

      There’s an App for that ;-) Ich nutze Quickshot, das speichert Fotos in meiner Dropbox. Funktioniert ganz gut.

  2. Hansjörg
    schrieb am 31. Dezember 2011 um 16:13 Uhr (#)

    Unverständlich ist und bleibt für mich, dass man den Wi-Drive nicht extern speisen kann. Sobald man dies versucht, schaltet sich das Device aus, auch wenn man ein nur zum Laden taugliches Kabel verwendet und es zB mit dem GumPro verbindet. Das ist definitiv kein Feature, sondern ein handfester Bug. Ärgerlich, wenn mitten im Stream der Akku in die Knie geht und man zuerst einen Ladezyklus vor dem weiteren Betrieb abwarten muss. Die Hotline vermag zu dieser Problematik leider auch keine vernünftige Antwort zu liefern. Ist halt Pech der “Early-adopters”.

  3. DARKDacil
    schrieb am 27. Januar 2012 um 15:13 Uhr (#)

    2. In die Systemeinstellungen von iPad oder iPad gehen und das Netzwerk Kingston Wi-Drive wählen.

    ipad oder ipad kleiner fehler

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 27. Januar 2012 um 17:19 Uhr (#)

      Danke für den Hinweis, ist korrigiert

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