Nikon 1 V1 und Nikon 1 J1:
Superlative für mehr Bildqualität
Die Nikon 1 J1 und Nikon 1 V1 sollen die bisherigen Systemkameras in den Schatten stellen, ohne die Bildqualität zu vernachlässigen.
Soeben hat Nikon die Gerüchte um neue Systemkameras bestätigt. Die Nikon 1-Serie erhält mit den Modellen Nikon V1 und Nikon J1 ihre ersten Vertreter, die mit ein paar technischen Superlativen aufwarten könnnen. So ist das Modell V1 «unter den auf dem Markt erhältlichen Digitalkameras mit Wechselobjektiv und integriertem elektronischem Sucher die kleinste und leichteste Kamera der Welt», während die J1 «mit Wechselobjektiv und mehr als 1 Zoll grossem Bildsensor die kleinste Kamera der Welt» darstellen. Ziemlich beeindruckend.
Dabei geizen beide auch an andere Stelle nicht mit Reizen: Bilder werden automatisch vor und nach Drücken des Auslösers gespeichert, bei Bedarf auch dauerhaft. Fotos werden von der Kamera in animierte Bilder umgesetzt, ohne Zutun des Fotografen. Eine weitere Erleichterung soll der «Smart Photo Selector» beherrschen, der 20 Bilder in Serie und voller Auflösung aufnimmt und dann die fünf besten auswählt, anhand von Schärfe, Bildausschnitt und Gesichtsausdruck – eine grosse Herausforderung für eine Maschine.
Im Fotomodus sind sowohl zehn Bilder pro Sekunde bei AF Verfolgung möglich, als auch 60 Bilder in Folge bei Fix-Fokus mit Full-HD Auflösung, Daten die sich sehen lassen können. Ambitionierten Hobbyfotografen stehen A-CIL-Objektive aus der Nikkor 1-Serie zur Erweiterung zur Auwswahl. Für den Blick in die Welt wartet die V1 mit einem elektronischen Sucher mit 1’440’000 Bildpunkten auf. Weniger auf den Putz gehauen hat Nikon bei den Sensoren. Ganz bewusst wurden ein DX- (=APS-C) bzw FX (=KB) CX-CMOS-Sensor eingesetzt, mit «nur» 10,1 MP effektiv. Ein vergleichsweise geringer Wert, der aber für geringes Bildrauschen und hohe -qualität sorgen wird.
Die Preise für die V1 beginnen bei EUR 870, für die J1 bei EUR 600. Kai Zantke ist live beim heutigen Presseevent und wird weitere Details, sowie ein Hands-On nachreichen.
Weitere Infos bei Nikon.



















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Vielleicht meine nächste Kamera :)
Der Bildsensor ist nicht 1 Zoll groß, sondern kleiner als APS-C. Damit ist das Teil leider nur KINDERKRAM!
Laut Nikon Website haben beide Kameras einen Sensor im CX-Format (“Entspricht ca. der 2,7-fachen Brennweite bei Kleinbild (Nikon-CX-Format)”)
Das ist komisch, die Pressemeldung unterscheidet zwischen den Kameras mit CX und FX Größe. Ich checke das gleich hier vor Ort. Danke für den Hinweis.
PS: Du hast recht, werde ich korrigieren. Danke. :)
Der Sensor ist 13.2 x 8.8 mm klein. Damit liegt das Teil deutlich unter den üblichen APS-C Sensoren, die im Schnitt 23.6 x 15.7 mm groß sind.
Flächenmäßig betrachtet hat der neue CX-Sensor also weniger als ein Drittel der Fläche eines APS-C-Sensors.
Für mich ist das ganze ein schlechter Witz! Wer braucht sowas?
Mein Opa nannte solche “Entwicklungen”:,,Vielfältige Einfältigkeit”. Wenn keinem mehr was einfällt, schreib beim Nachbarn ab…
Im Moment streiten sich die Geister über diese Technik.
Die Mehrheit der Kamerauser, die bereit ist einen Betrag von 1000€+ für sowas hinzublättern legt für Gewöhnlich ihr Gewicht auf maximal große Sensoren für maximale Bildqualität.
Der Vorteil des Gewichts fällt bei diesem Modell im Vergleich zu den bereits etablierten µFT Kameras der anderen Hersteller leider auch weg.
Eine Crop 2,7 Kamera ist nicht automatisch 2,7x kleiner als ein Kleinbildäquivalent. die µFT Kameras bieten hier wesentlich bessere Bildqualität bei nahezu identischer Größe und Konkurrenzkampf sei Dank zu bereits weniger Geld.
Es sind eher sekundäre Features die Nikon mit diesem Modell das aller erste mal ausprobiert.
So ist die V1 beispielsweise technisch in der Lage 10Mpix mit 60(!) Bildern die Sekunde zu schießen.
ein neuwertiger Hybrid IS der eine Mischung aus Kontrast und Phasen Autofokus darstellt soll laut Nikon eine noch schnellere und genauere Fokussierung ermöglichen, als es ihr momentanes TopModell die D3s tut.
Aus meiner Sicht, versucht Nikon mit diesem Modell viele sehr interessante, und teilweise extremst potentielle Technologien zum ersten Mal unter das Volk zu bringen ohne dabei aber die treuen DSLR Fans zu verschrecken, da Sie mit dieser Technik noch in keine vorhandene Produktlinie eingreifen.
Ich selbst finde die V und J1 auch aus objektiver Betrachtung nicht Sinnvoll.
Aber einige Sachen, die diese Kamera kann, werden meiner Meinung nach für die gesamte Kameraentwicklung der nächsten Jahre eine Revolution darstellen.
Danke für Deinen ausführlichen Kommentar, Du sprichst ein paar wichtige Punkte an. Es wird sicherlich interessant werden die nächsten Jahre, auch ich sehe da Potential.
Nur der Preis ist meiner Meinung nach zu hoch gegriffen, es wird schwer dem Endkunden verständlich zu machen, wieso die Nikon 1 ihr Geld wert ist / sein könnte.
Irgendein BWLer und Marktforscher wird sich das wohl schon gut überlegt haben. ;-)
In den Nikonforen wird die 1 von den “Fanboys” bereits wie alles über den Klee gelobt und Kritiker wie immer polemisch verfolgt. – Sie wird also ihre Käufer finden und somit ggf. völlig oder nur teilweise die Entwicklungskosten für die ganzen netten Features reinholen.
Eigentlich alles kein schlechter Schachzug, wenn man Produkt-Entwicklung nicht immer von der Perspektive betrachtet ein möglichst erhabenes Produkt für maximal viele Käufer zu entwickeln.
Ein weiterer Punkt ist, dass es wohl möglich ist normale F-Mount Linsen zu nutzen.
…wenn ich also jetzt ein “Nikkor 200mm f2.0″ mit dieser 2,7x Crop Kamera nutze, bei einer Bildrate von (als technisch möglich bezeichneten) 60B/s
..nun das ist schon ein krasses Spielzeug ;)