HP ProBook 5330m im Test:
Elegantes Business-Notebook

HP bringt mit dem ProBook 5330m ein elegantes Business Notebook auf den Markt. Wir haben das Gerät im Alltagsbetrieb getestet.

Ich komme nicht umhin an Apple zu denken, wenn ich das neue HP ProBook 5330m (Affiliate-Link) vor mir habe: Magnesiumrahmen und Namensgebung erinnern an das legendäre PowerBook mit Titaniumrahmen aus Cupertino; der schwarz umrandete Bildschirm und die hintergrundbeleuchtete Tastatur an die aktuellen MacBook Pro – Genau zu diesen steht das ProBook in Konkurrenz.

Die Hardware vermag mich, den Liebhaber schnörkellosen Designs, zu überzeugen. Die Designer konnten der Versuchung fast ganz widerstehen, das Gerät mit bunt leuchtenden Buttons zu dekorieren. Nur drei dezente Knöpfchen konnte sich HP dann doch nicht verkneifen: je eines um den Browser aufzustarten, den Flugzeugmodus zu triggern sowie die Audioausgabe lautlos zu stellen.

Das nüchterne Design macht klar: das ProBook ist für den Einsatz in der Geschäftswelt gedacht. Dazu passen auch die aufwändigen Sicherheitsfeatures. Die SSD lässt sich komplett verschlüsseln und die Passwortabfrage beim Aufstarten des Geräts kann durch Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung ergänzt werden. Sowohl der Fingerabdrucksensor als auch die 720p-HD-Webcam verrichteten ihren Dienst zuverlässig.

Sollte das Gerät gestohlen werden, können dank CompuTrace Pro der Standort des Geräts per GPS ermittelt und, falls nötig, Daten aus der Ferne gelöscht werden – sofern das ProBook eingeschaltet und mit dem Internet verbunden ist. Da stehen die Chancen freilich nicht schlecht, denn HP hat dem ProBook neben W-LAN- und Bluetooth- auch eine WWAN-Schnittstelle spendiert. Damit ist man auch unterwegs immer mit dem Internet verbunden. Eine solche Schnittstelle stünde auch einem MacBook Air gut an – Tethering mit iPhone und Mac saugt den Akku eben doch recht schnell leer…

Apropos: Die Batterie des ProBook verkraftete in unseren Tests etwa 4,5 Stunden intensives Arbeiten, HP verspricht bis zu 5,75. Dabei ist der HP alles andere als schwachbrüstig. Unser Testgerät war mit einem leistungsfähigen Core i5-Prozessor (2,50 MHz), 4GB RAM und einer Intel HD 3000 Grafikkarte ausgerüstet. Das reicht allemal, um den nicht allzu mutlimedialen Geschäftsalltag locker zu bewältigen. Im Geekbench erreichte unser ProBook respektable 6587 Punkte im 64-Bit-Modus (5210 Punkte im 32-Bit-Modus). Ein vergleichbar ausgestattetes 13-Zoll-MacBook Pro erreicht ungefähr 6450 Punkte im 64-Bit-Modus (5900 Punkte im 32-Bit-Modus) – kostet im Apple Store 300 CHF mehr hat dafür ein DVD-Laufwerk mit an Bord und glänzt mit deutlich längerer Akkulaufzeit; eine WWAN-Schnittstelle, wie gesagt, ist bei Apple weder für Geld noch gute Worte zu bekommen.

Dafür bekommt man bei Apple einen guten Bildschirm – womit wir beim einzigen wirklichen Negativpunkt sind. Zwar hat HP dem ProBook einen angenehm matten Bildschirm spendiert. Doch leider glänzt das Display auch in anderer Hinsicht nicht wirklich: Die Blickwinkelabhängigkeit ist irritierend hoch. Fast immer musste ich die Neigung des Bildschirms korrigieren, nachdem ich meine Sitzposition verändert hatte – da wäre mir ein Glossy-Screen mit all seinen Nachteilen lieber gewesen.

Alles in allem vermag der mässige Bildschirm den Gesamteindruck aber nicht trüben. Das HP ProBook 5330m (Affiliate-Link) ist ein gut ausgestattetes, leistungsfähiges und leichtes Notebook für Businessuser, die Wert auf ansprechendes Design legen, sich aber keinen Mac zulegen können oder wollen.

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6 Kommentare

  1. Julitt P.
    schrieb am 13. Juli 2011 um 17:37 Uhr (#)

    Warum dieser zwanghafte Drang, immer alles mit Apple-Erzeugnissen vergleichen zu müssen? Wenn schon, dann ist das Elitebook von HP eher für diesen Vergleich geeignet, nicht dieses hier.

  2. Philipp G.
    schrieb am 14. Juli 2011 um 23:15 Uhr (#)

    Das mag wohl daran liegen, dass Apple Computer und andere Produkte von Apple in jeder Hinsicht die erste Wahl sind. Und außerdem ist die optische Ähnlichkeit mit dem alten PowerBook G4 nicht zu übersehen.

    1. Husten
      schrieb am 15. Juli 2011 um 09:44 Uhr (#)

      lol

    2. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
      schrieb am 15. Juli 2011 um 23:02 Uhr (#)

      Apple Produkte sind die erste Wahl? Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, früher war die Apple Hardware tatsächlich erste Wahl. Aber seit dem Umstieg auf die Intel Platform sind die Komponenten alle von der Stange, und zwar der gleichen, wie sie auch für HP, Acer, Asus, Samsung, Dell… und alle anderen produziert werden.

      Was ich für so lustig halte: Das Update auf die neueste OSX Version kostet nur 29€, keiner rechnet aber den Aufpreis für die gesamte Hardware mit ein, denn der Kaufpreis ist meist deutlich höher als für ein vergleichbar ausgestattetes Windows- oder Linux-Gerät, plus drei Versionen Windows.

      Wenn Du Deine Aussage mit einigen Fakten belegen würdest, könnte ich mich überzeugen lassen.

  3. Blabla
    schrieb am 16. Juli 2011 um 15:57 Uhr (#)

    Wenn man von der Qualität von Apple-Produkten (insbesondere Apple Laptops) spricht, dann meint man logischerweise nicht in erster Linie die Hardware-Bauteile wie Grafikkarte usw.
    Dass das “von der Stange” ist, ist doch logisch und auch kein Problem…
    Aber wenn ich mir mein Macbook vom Oktober 2008 anschaue, dann sieht das genauso aus wie vor 2-3 Jahren. Und dann schaue ich mir den HP Laptop meiner Freundin an, aus dem Sommer 2009 an und der fällt fast auseinander….Tasten, Trackpad glänzt, Scharniere quietschen, Farben ausgeblichen usw.
    Und das Macbook hab ich als Hauptrechner genutzt und jeden Tag in die Uni geschleppt usw.

    Jedenfalls ist es sehr erfreulich, dass die Konkurrenz auch langsam bessere Qualität verbaut. Das ProBook von HP sieht jedenfalls schon mal ganz gut aus.

  4. Philipp G.
    schrieb am 16. Juli 2011 um 23:48 Uhr (#)

    Dass man für weniger Geld bei Windows mehr bekommt ist das Argument, welches die meisten Apple Gegner hervorbringen. Aber es geht bei einem Computer ja nicht nur um die Hardware sondern auch um die Software und das Apple Betriebssystem ist aus meiner Sicht wesentlich besser als Windows oder Linux. Ein dritter Aspekt ist das Design und das von Apple ist seit jeher das beste.

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