HTC ChaCha im Test (2/4):
Der spanischen Schönheit unter den Rock geschaut

Das HTC CHaCha schlägt sich auch im zweiten Teil erstaunlich gut. Für den geringen Preis erhält man mehr Leistung als erwartet und die Facebook-Integration geht weiter, als man es von anderen Smartphones kennt.

HTC ChaCha

HTC ChaCha

Äußerlich konnte mich das HTC ChaCha völlig begeistern, flach und griffig verschwindet es in jeder Hosentasche und auf den Tisch gelegt zieht das schlichte Äußere die Blicke auf sich. Wie siehts nun “unter dem wehenden Rock” aus? Reicht die Leistung des HTC ChaCha oder gönnt es sich beim dritten “Cha” eine kurze Pause (“cha-cha-chaah”)?

HTC ChaCha im Test
HTC ChaCha (Bild: kaiZa)HTC ChaCha (Bild: kaiZa)HTC ChaCha (Bild: kaiZa)HTC ChaCha (Bild: kaiZa)
HTC ChaCha (Bild: kaiZa)HTC ChaCha (Bild: kaiZa)Chacha

Nach der ersten Ankündigung der technischen Daten hat sich tatsächlich etwas getan: statt mit versprochenen 600 MHz flutscht Android 2.3.3 nun mit 800 MHz flüssig und ohne Verzögerungen.

Bei der anspruchslosen Facebook-Applikation ist das sicherlich nicht verwunderlich, doch auch größere Bilder arbeitet das HTC ChaCha behende ab, ohne dass man sich zwischendrin langweilen müsste.

Rohdaten

800 MHz Rechengeschwindigkeit, 512 MB ROM und genauso viel RAM reichen Android zur Zeit aus, erweitert wird der Speicher durch maximal 32 GB grosse microSD-Karten. Das 2,6-Zoll-Display mit Gorilla-Glass-Verkleidung haben wir ja bereits abgehakt, auch dessen Auflösung mit 480 x 320 Pixeln. Neu verrate ich, dass ein Annäherungs- und eine Lagesensor auf ihren Einsatz warten und das ChaCha mit bis zu 7,2 Mbps (HSDPA) sendet. Damit erhält die kostenlose Google-Navigation ihre Informationen, aber ihre Genauigkeit erreicht es erst durch das integrierte A-GPS. Wenn die Daten schneller durchs Internet rauschen sollen, kann man sich auf n-Draft WLAN verlassen. Und wenn es sich nur um Kopfhörer, Tastaturen oder Freisprecheinrichtungen dreht, steht einem Bluetooth 3.0 treu zur Seite. Für den Datenabgleich und das Befüllen mit Musik nutzt man am Besten den microUSB2.0-Port. Über den exportiert man auch die Bilder und Videos der 5-Megapixel-Kamera. Das alles unterhält ein 1250 mAh starker Akku, der für mindestens einen Tag ausreichend Leistung vorhält. Im Alltagstest wird der Akku nochmal stärkere Berücksichtigung erhalten.

Homescreen

HTC ChaCha

HTC ChaCha

Die Auswahl an Homescreen-Motiven ist groß und passt für die Arbeit, den Urlaub oder die Freizeit, fünf stehen sofort zur Auswahl, weitere lädt man herunter. Jedes Motiv speichert seine Einstellungen und Widgets und reaktiviert sich bei einem Wechsel wieder. Aktiviert man beispielsweise “Urlaub” und erzeugt bis maximal sieben Homescreens, dann merkt sich die Oberfläche die Veränderungen des vorigen Designs – und kann dieses bei Bedarf wiederherstellen. Die Haussymbolik unter dem Bildschirm öffnet eine Übersicht zur schnellen Auswahl. Übergang und Effekte sind fließend und optisch ansprechend animiert – ich vergesse schnell, dass der Prozessor “nur” 800 MHz vorzuweisen hat.

Eingebauter “Like”-Button

HTC ChaCha

HTC ChaCha

Das Hauptargument für das ChaCha sind neben der echten Tastatur und dem extra Facebook-Button die Integration in genau dieses Netzwerk. Das “Facebook für HTC Sense” sucht sich von den Freunden alle Bilder zusammen und stellt sie in der Alben-Ansicht dar, gleichzeitig können die eigenen Fotos und Videos sofort hochgeladen werden. Tja, und wenn das noch zu anstrengend ist, dann aktiviert man einfach die automatische Upload-Funktion: Jedes Foto wird dann nach Aufnahme sofort hochgeladen! Mit dieser Funktion sollte man aber wohl vorsichtig sein, man weiß ja nie, was man als nächstes vor die Linse bekommt..

Jede Information, die sich mit Freunden teilen läßt, kann durch einen kurzen Druck auf den Facebook-Button hochgeladen werden: Ein interessanter Feed, eine bestimmte Webseite, das gerade geknipste Foto. Wann immer der Knopf anfängt zu pulsieren, reicht ein Klick und der betreffende Inhalt wird für den Upload vorbereitet oder in die Statuszeile eingefügt, ohne dass man etwas kopieren oder auswählen müsste. Das ist so einfach und bequem, dass ich diesen Knopf nicht mehr missen will. Die eigentliche Facebook-Anwendung aber unterscheidet sich nicht von der, die auf anderen Android Geräten installiert ist.

Vorläufiges Fazit

Der Preis von rund 300 Euro ist mehr als angemessen, die Haptik wertig, die Software werkelt ohne Verzögerungen. Bis hier hin gibt es wirklich nichts, was man am HTC ChaCha aussetzen könnte. Es macht einfach Spaß.

Bevor wir uns einem intensiven Praxistest widmen, soll die Kamera noch beweisen, was sie drauf hat, die Email-App ihre Vorteile zeigen und ich teste Lautsprecher sowie Kopfhörer-Ausgang.

Das HTC ChaCha (Affiliate-Link) kostet 290 Euro und kann ab sofort bestellt werden.
Die Produkthomepage findet ihr bei HTC.

 

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