LaCie CloudBox:
100 GB in der Cloud gespiegelt

CloudBox heißt die neue externe Festplatte von LaCie, die physikalisch vorhandenen Speicher vor Ort mit einer automatischen und verschlüsselten Sicherung in der Cloud verknüpft.

Die Cloud ist im Kommen, keine Frage. Apple setzt auf iCloud, Microsoft aktualisiert seinen SkyDrive und LaCie stellt seine neue CloudBox vor, die das Beste beider Welten miteinander verbinden soll.

Alle Daten, die auf der eleganten Festplatte im typischen LaCie-Design landen, werden automatisch online gesichert – und zwar so verschlüsselt, dass nicht einmal LaCie (oder das Tochter-Unternehmen Wuala, welches den Speicher bereitstellen dürfte) Zugang zu den Daten hat.

In Punkto Sicherheit hat Dropbox ja gerade wieder für Aufregung gesorgt, als Nutzerkonten für einige Stunden ohne Passwort zugänglich waren. Das passiert bei LaCies CloudBox schon mal nicht. Schließlich werden die Daten mit 128-Bit-AES verschlüsselt, bevor sie in die Cloud geschickt werden.

Dank der Anwendung CloudBox Online Restore kann man nicht nur die kompletten Daten aus der Online-Sicherung wiederherstellen, sondern auch ausgewählte Dateien und Ordner der 10 letzten Speicherversionen. Damit verbindet die CloudBox schnelle Datenverfügbarkeit durch eine externe, physikalisch anwesende Festplatte mit einer zusätzlichen verschlüsselten Online-Sicherung und leichten Datenwiederherstellung. Selbst wenn das Haus abbrennt, sind die Daten gerettet.

Allerdings „nur“ 100 Gigabyte, denn das ist die Kapazität, in der die CloudBox ausgeliefert wird. Das ist bei den heutigen Festplattengrößen nicht besonders viel, aber für einen sicheren Online-Speicher eine ganze Menge.

Den muss man übrigens jedes Jahr neu mieten, denn für 199,90 Euro erhält man die CloudBox mit 100 Gigabyte Speicher und einem Online-Backup-Vertrag, der nach einem Jahr erneuert werden muss.

Die Preisgestaltung dürfte sich an der von Wuala orientieren, hier kosten 100 Gigabyte Online-Speicher für ein Jahr 99 Euro. Wenn man das mit einrechnet, ist der Preis für die CloudBox gar nicht so hoch. Hundertprozentige Datensicherheit hat eben ihren Preis.

In den nächsten Wochen werden wir Gelegenheit haben, LaCies CloudBox zu testen und hier darüber zu berichten. Mehr Infos über die CloudBox gibt es bei LaCie direkt.

Update: Die LaCie CloudBox (Affiliate-Link) ist bei Amazon für knap 189 EUR zu haben.

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8 Kommentare

  1. watchit
    schrieb am 26. Juni 2011 um 13:10 Uhr (#)

    In Punkto Sicherheit hat Dropbox ja gerade wieder für Aufregung gesorgt, als Nutzerkonten für einige Stunden ohne Passwort zugänglich waren. Das passiert bei LaCies CloudBox schon mal nicht. Schließlich werden die Daten mit 128-Bit-AES verschlüsselt, bevor sie in die Cloud geschickt werden.

    wirklich?
    bei dropbox sind die daten natürlich auch verschlüsselt.

    was passiert denn wenn die cloudbox harddisc den geist aufgibt? dann muss man ja die verschlüsselten daten aus der cloud ja wiederherstellen können. dazu brauchts wohl benutzername und passwort – genau wie bei dropbox. ich seh den unterschied nicht.

  2. Tobias
    schrieb am 26. Juni 2011 um 14:06 Uhr (#)

    Bei Dropbox werden die Daten nicht auf dem heimischen Rechner verschlüsselt. Wie der Autor richtig angemerkt hat, gab es bei Dropbox kürzlich Probleme (Daten waren ohne korrektes Passwort zugänglich).

    Das kann nicht passieren, wenn die Daten – wie bei LaCie/Wuala – schon verschlüsselt werden, bevor sie in die Cloud gehen.

    Die CloudBox ist in meinen Augen etwas überteuert. Für Laien ist es natürlich praktisch, wenn sie sich nicht mit komplizierten Einstellungen herumschlagen müssen. Ebenso unkompliziert, aber viel günstiger: Eine Festplatte beliebiger Größe (etwa 1 TB für um 50 Euro) plus CrashPlan+ Unlimited. Da werden die Daten ebenfalls kontinuierlich und verschlüsselt gesichert, inklusive Versionierung – und es kostet nur 50 Euro im Jahr.

    Nachteil allerdings: Bei der LaCie-Lösung wird man vermutlich auch (wie bei Wuala) über das Internet auf die Daten zugreifen können. Das funktioniert bei CrashPlan nicht.

    1. watchit
      schrieb am 26. Juni 2011 um 22:20 Uhr (#)

      du wiederholst was im artikel schon steht. richtiger wirds dadurch nicht.

      zitat von dropbox:

      Alle Dateiübertragungen erfolgen über einen verschlüsselten Kanal.
      Alle bei Dropbox gespeicherten Dateien sind verschlüsselt (AES-256).

      dass es bei dropbox probleme gab glaub ich ja, aber dass das selbe nicht bei diesem produkt passieren kann ist unsinn.

  3. Kahni
    schrieb am 26. Juni 2011 um 14:46 Uhr (#)

    ich seh darin nicht unbedingt den vorteil zu einer herkömmlichen backup-lösung mit einer 2. festplatte.

    da wäre es günstiger, wenn man für 100€ 2 festplatten kauft und eine davon als backup der anderen verwendet und eine internetverbindung ist auch nciht erforderlich.

  4. Tobias
    schrieb am 26. Juni 2011 um 14:59 Uhr (#)

    Es gibt natürlich andere Lösungen; eine zweite Festplatte im gleichen Rechner – oder in der Nähe des Rechners – gehört aber nicht dazu. Ich möchte jedenfalls, dass meine Daten auch nach einem Hausbrand noch da sind.

    Alles in allem halte ich die Backup-über-Internet-Lösung für sehr gut. Vorausgesetzt, der Schlüssel bleibt beim Nutzer.

  5. Luzius
    schrieb am 27. Juni 2011 um 09:19 Uhr (#)

    @watchit: Tobias hat recht.

    Der springende Punkt ist nicht die Verschlüsselung, sondern wer die Schlüssel kennt. Dropbox verschlüsselt zwar die gespeicherten Daten, was sie aber nicht sagen, ist, dass für alle Benutzer der gleiche Schlüssel verwendet wird und dass die Betreiber von Dropbox den Schlüssel kennen. Bei Wuala (bzw. der Cloudbox) werden die Daten schon auf dem Gerät mit einem Schlüssel verschlüsselt, den LaCie nicht kennt. Dh wenn ein Hacker Dropbox hackt, kann er alle Daten von allen Benutzern lesen. Wenn ein Hacker bei LaCie eindringt, sieht er nur verschlüsselte Daten. Daher kann der Zwischenfall, wie er bei Dropbox passiert ist, so nicht bei Wuala/Cloudbox passieren.

    1. watchit
      schrieb am 27. Juni 2011 um 14:05 Uhr (#)

      ok, ich seh den unterschied.
      aber was mach ich dann wenn meine wohnung brennt und die cloudbox, mein pc und auch das extrakomplizierte passwort (passwort = key nehm ich an?) das ich auf einem zettel notiert habe, zerstört sind?

      bei dropbox kann man dann zumindest ein neues passwort anfordern und seine daten wieder runterladen.

    2. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 27. Juni 2011 um 15:50 Uhr (#)

      Ein guter Tipp zur Generierung hochkomplizierter Passwörter, die man sich trotzdem gut merken kann. Man nimmt einen Satz und baut aus den Anfangsbuchstaben eine Passwort mit Groß- und Kleinbuchstaben, zahlen und Sonderzeichen zusammen. Zum Beispiel „Ich habe 100 GB Daten in der Cloud gespeichert und Angst, mein Password zu vergessen”. Daraus wird dann „Ih100GBDidCg&A,mPzv“. Cool, oder?

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