Lytro Lichtfeldkamera:
Fokus ganz nach Wunsch

Die Lichtfeldkamera des US-amerikanischen Startups Lytro soll in naher Zukunft Fotografen das nachträgliche Setzen des Fokus ermöglichen und damit nicht nur Sport- und Actionfotografie revolutionieren.

Lytro  Lichtfeldkamera - Fokus hinten

Lytro Lichtfeldkamera - Fokus hinten

Noch dieses Jahr will Lytro eine Lichtfeldkamera auf den Markt bringen, die das Fotografieren revolutionieren soll. Eine Einrichtung zum Scharfstellen hat diese Kamera nicht nötig. Durch eine neue Art Sensor fängt sie kein zweidimensionales Bild ein, sondern ein sogenanntes Lichtfeld.

Dieses enthält so viele Daten einer Szene, dass man leicht zwischen 3D-Bild und 2D-Bild wechseln oder die Schärfentiefe verändern kann. Auch die Perspektive soll sich ändern lassen – es steckt also schon ein bisschen mehr dahinter als einfach die größtmögliche Schärfentiefe zu wählen und nachher einen Filter darüberzulegen.

Lytro Lichtfeldkamera: Fokus ganz nach Wunsch
Lytro  Lichtfeldkamera - Fokus_hintenLytro  Lichtfeldkamera - Fokus vornLytro Lichtfeldkamera - Fokus_vornLytro Lichtfeldkamera - Fokus_hinten
Lytro Lichtfeldkamera - Fokus vornLytro Lichtfeldkamera - Fokus hinten

Wenn das alles so klappt, muss man sich nie mehr darüber ärgern, dass der Autofokus leider auf die Büsche im Hintergrund scharf gestellt hat, während das quirlige Kleinkind nur als unscharfes Schemen erscheint.

Auf der Seite von Lytro können Interessenten ihre E-Mail-Adresse hinterlassen, um als erste informiert zu werden sobald die Kamera verfügbar ist (nach den Müttern der Entwickler allerdings).

Die Lytro-Beispielbilder, die man sich auf der Website ansehen kann, sind schon ziemlich beeindruckend. Auf dem iPad funktioniert die Demonstration allerdings nicht: man braucht das bei Apple verpönte Flash.

Wer wissen möchte, wie das Ganze funktioniert, kann sich auf der Seite von Lytros umsehen, das Blog beobachten oder sogar die Doktorarbeit des Lytro-CEOs Ren Ng als PDF ansehen, in der er das Prinzip schon vor acht Jahren beschrieben hat.

via Heise

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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3 Kommentare

  1. cool idee, hoffentlich wird sowas bald massentauglich

  2. Wenn die Kamera wirklich das kann, was über sie geschrieben wird, und wenn sie dann noch einen erschwinglichen Preis hat, wird sie sicher ein großer Erfolg werden. Die bisher veröffentlichen Flash-Animationen sind beeindruckend. Doch richtig spannend wird es wohl erst, wenn man die Kamera hoffentlich noch vor Weihnachten in den Händen halten kann!

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  1. [...] Informationen ausserdem auf der Lytro-Webseite und in diesem Beitrag von Frank Müller bei uns. Twittern Flattr .flattr { margin-top:0px !important; [...]

  2. [...] als wir Mitte 2011 das erste Mal über die Lytro berichtet haben, war von zwei zentralen Features die Rede: Zum einen kann man bei den Aufnahmen hinterher festlegen [...]

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