Kogan Agora 12″:
Kurzatmiges Google Chromebook

Das Kogan Agora 12″ ist preisgünstig und kommt mit Google Chromium OS daher, doch das alleine macht noch kein gutes Chromebook und bei der Akkulaufzeit schwächelt das Gerät.

Neue Laptops sind am Horizont zu verzeichnen, denn die Google Chrome OS Flotte soll in den nächsten Wochen erhältlich sein. Kogan will mit seinem Agora 11,6-Zoll-Gerät einen Teil vom Kuchen ergattern, indem man nicht nur als erster Geräte ausliefert, sondern auch preislich ganz nah am Limit balanciert. Was hat das Kogan Agora 12″ auf dem Kasten?

Bei Chrome OS Laptops gelten andere Standards als beispielsweise bei Netbooks. Während Acer und Samsung auf der offiziellen Chromebook-Seite mit Atom-Prozessoren Strom sparen, setzt Kogan auf einen Intel Celeron Dual-Core SU2300 ULV mit 1,3GHz. Zusammen mit 1GB RAM und einer 30GB SSD ist das mehr als genug um dem Cloud-Speicher in Offline-Zeiten auszuhelfen. Bei der Auflösung setzt Kogan sogar noch eins drauf und unterbietet das 16:10-Format (1280*800) mit einem kinotauglichen 16:9-Verhältnis, das dafür weniger Pixel darstellt.

Wie ich bereits in meinem Test zum Dell Vostro V130 feststellte, ist ein 16:9-Seitenverhältnis für Office-Programme aber ungeeignet, erst recht auf einem 11,6 Zoll kleinen Bildschirm.

In der restlichen Ausstattung folgt es den von Google angekündigten Chromebooks mit WLAN, HDMI-Anschluss, SD-Slot, Webcam und sogar dreifach-USB, statt nur zweien. Doch wie schon beim Bildschirm geizt Kogan auch bei der Akkulaufzeit, 3,5 Stunden soll das Agora 12″ erreichen: Ein unterdurchschnittlich schlechter Wert, der wahrscheinlich vom kleinen 4-Zellen Akku herrührt.

Grosse Rechenpower sollte man zwar nicht erwarten, doch der Celeron SU2300 erreicht im Schnitt die doppelte Arbeitsgeschwindigkeit, verglichen mit dem Intel Atom N470 Prozessor und durchschnittlich zwanzig 20 Prozent mehr Leistung als ein Intel Atom D525. Dafür geht ihm eben auch schon nach der Hälfte der Zeit die Puste aus. Bedenkt man nun noch, dass der Celeron aus dem Jahr 2009 stammt, sollte man genau abwägen, ob der Preis von umgerechnet 250€ für ein aktuelles Gerät mit brandneuem Betriebssystem wirklich lohnt. Vielleicht warten wir noch etwas ab und schauen erstmal, was die Modelle von Samsung und Acer kosten werden.

Update: Der Kogan Agora 12″ ist kein Chromebook, wie hier missverständlich geschrieben wurde, sondern ein Chromium OS Laptop. Der Unterschied besteht in der Pflege des OS, Google Entwickler verbessern die Funktionen von Chrome OS selbst und geben dieses nur an OEM-Hersteller weiter. Bei Chromium OS dagegen handelt es sich um die Open-Source Version, an der jeder seinen Beitrag zur Verbesserung einbringen und die man auf einem beliebigen, unterstützten Gerät installieren kann.

Auf der Kogan Homepage, zeigt ein Liveticker den aktuell sich verändernden Preis an.

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4 Kommentare

  1. Attila Albert
    schrieb am 10. Juni 2011 um 01:44 Uhr (#)

    Auf dem Gerät ist kein Chrome OS, sondern Chromium (sozusagen nur die rohe Entwicklerversion).

    1. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
      schrieb am 12. Juni 2011 um 10:44 Uhr (#)

      Danke für den Hinweis, hab ich doch glatt überlesen.

  2. Andee
    schrieb am 10. Juni 2011 um 08:01 Uhr (#)

    Der Kogan ist kein Chromebook.
    Er ist ein Netbook, das mit dem Open-Source-Linux-Betriebssystem “Chromium” läuft…

    1. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
      schrieb am 12. Juni 2011 um 10:45 Uhr (#)

      Da hst Du recht, ist mir entgangen. Danke.

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