Dell Vostro V130 im Test (2/4):
Eingabe-Ausgaben-Bilanz

Der Dell Vostro V130 erleichtert die Texteingabe mit seiner guten Tastatur und dem großen leichtgängigen Touchpad. Bei der Portauswahl hat man sich auf das Wesentliche beschränkt und dabei einen vergessen.

Wie wir gesehen haben, läßt Dell keine Delle an sein Arbeitstier, den Vostro V130, kommen. Die eloxierte Aluminiumhaut schützt ihn effektiv gegen Kratzer und unsanfte Behandlung, während die handlichen 13,3 Zoll in jede Aktentasche passen.

Tippen
Anfangs hatte ich es schwer, mit der Tastatur zurechtzukommen, obwohl die 19mm-Tasten breit und vor allem an den Kanten abgerundet sind. Schuld daran sind die nicht ganz mittige Anordnung und die vertauschten Tasten. Da, wo bei einer normalen Tastatur die Steuerungstaste sitzt (STRG/CTRL), klatscht Dell einem die Menütaste vor den Latz. Das macht im Prinzip Sinn, weil ich Shortcuts (STRG+C) weitaus häufiger nutze als das Rechtsklick-Menü, bedarf aber einer gewissen Umgewöhnungsphase. Beim Tippen gibt nichts nach, der Hub ist ausreichend lang, der Anschlag weich mit einem fühlbaren Druckpunkt. Nach ein, zwei DIN-A4-Seiten schreibe ich blind und fehlerfrei meine Texte.

Die Handballenauflage ist wie von Dell gewohnt robust und steif, bei einer Magnesiumlegierung auch nicht weiter verwunderlich. Die rechte Seite wird leicht warm, darunter dreht sich die eingebaute Festplatte, ein Umstand, der bei vielen Herstellern auftritt und den ich mit gemischten Gefühlen aufnehme.

Tatschen
Das Touchpad sitzt leicht nach links versetzt, ist großzügig dimensioniert mit einer angenehmen Textur. Nach dem Einschalten gibt es sich unscheinbar, erst nachdem man in den Synaptics-Optionen die Multitouch-Fähigkeiten aktiviert, kommt man in den Genuss von Pinch-To-Zoom und Zwei-Finger-Freiheiten. Die beiden Tasten lassen sich leicht und leise bedienen, wodurch das Touchpad durchaus auch bei längeren Arbeiten eine externe Maus ersetzen kann.

Dell hat sich nicht nur beim Design, sondern auch der Bedienung aufs Wesentliche konzentriert und verführerisch schön gestylt: Eine Mediabar mit Lautstärkeregelung fehlt ebenso wie ein WLAN-Schalter oder eine Taste zum Deaktivieren des Touchpads. Dafür müssen die umständlichen Tastenkombinationen Fn + F-Taste bemüht werden. Schade, doch wahrscheinlich fanden die Ingenieure keinen Platz mehr dafür. Wenn man auf die F-Tasten verzichten kann, so bietet das Bios in Dells Vostro die Möglichkeit, die blauen Funktionstasten ohne Fn-Taste zu aktivieren. Die eigentlichen F1-F12 werden dann durch die Kombination Fn+F1 aktiviert. Das ist eine super Idee!

Stecken

Anschlüsse bietet der Vostro V130 nicht sonderlich viel, drei USB2.0-Ports, einer davon mit eSata-Support, einen SD-Card-Slot, VGA-, HDMI-Anschluss und eine Gigabit-LAN-Buchse, plus die obligatorischen Audio-Löcher sind nicht gerade überwältigend, aber ausreichend.

Was aber wirklich fehlt, das ist ein Dockingport. Für mich definiert sich ein Business-Laptop durch drei einfache Kriterien: Überdurchschnittlich haltbar, lange Produkt-Zyklen für Ersatzteile und Anschlüsse, sowie eine Dockingstation. So etwas kann man erst verstehen, wenn man einmal ein Gerät mit Dockingport hatte. Es gibt nichts schöneres, als sämtliche Kabel aufgeräumt auf dem Tisch in eine schwarze Kiste zu stecken und mit einem beherzten Tastendruck den Laptop von der Peripherie zu trennen. Andererseits kann ich die Entscheidung Dells gegen einen Anschluss auch verstehen, außer dem HDMI- und dem Netzstecker verkabele ich zuhause nicht viel mit meinem V130. Doch in ein Geschäftsgerät gehört nunmal ein Dockingport – und wenn es nur eine USB-ähnliche Buchse für einen Portreplikator ist – Hauptsache, die Anschlüsse gehen direkt an ans Motherboard und müssen sich nicht die Bandbreite eines USB2.0-Steckers teilen. Vor allem hätte Dell dann mehr Platz für die USB-Anschlüsse gehabt. Während die eSATA-USB-Kombo völlig frei liegt, quetschen sich die beiden anderen neben den Netzstecker, das Ergebnis ist eine unwahrscheinlich enge Anordnung, die nur schmale USB-Stecker erlaubt, die sich schwer abtrennen lassen.

Somit eignet sich der Dell für Vielschreiber, die auch mal im Biergarten statt am Schreibtisch arbeiten wollen. Wenn man die breiten USB-Sticks rechts einschiebt und die verkabelte Peripherie links, arrangiert man sich gut mit dem kleinen Platz und bekommt keine Probleme damit.

Der nächste Teil soll Webcam und Mikrofon, sowie Akkulaufzeit und die Software beleuchten. Zwei von drei Kriterien erfüllt der Vostro V130 mit Bravour, beim anderen fällt er glatt durch. Weches das ist, lest ihr in Teil drei.

Technische Daten und eine Auswahl verfügbarer Konfigurationen findet ihr bei Dell.

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