IK Multimedia iRig Mic im Test:
iOS als Aufnahmestudio

Soundspezialist IK Multimedia ist bekannt als Hersteller des iRig Adapters, mit dem man die Signale seiner Gitarre oder seines Basses in iPod, iPhone oder iPad bekommt. Das iRig haben wir bereits getestet, heute ist das iRig Mic dran, ein professionelles Kondensator-Mikrofon, das sich direkt per 3,5 mm Klinkenstecker mit dem iGerät verbinden lässt.

Der erste Eindruck beim Auspacken des iRig Mic ist schon mal ein guter. Solide und schwer liegt das Metallgehäuse des Mikrofons in der Hand, ein solider Drahtkorb schützt die eigentliche Aufnahmeeinheit. Die Empfindlichkeit lässt sich mit einem Schalter in 3 Stufen einstellen. Die am wenigsten empfindliche ist zur Abnahme von Verstärkersound, die höchste Stufe ist perfekt, wenn man in der letzten Reihe der Pressekonferenz sitzt und trotzdem alles aufzeichnen will, und die mittlere Empfindlichkeitsstufe eignet sich perfekt, wenn man sich das Mikro direkt vor den Mund hält, bei Podcasting, Interviews und Gesang.

IK Multimedia iRig Mic: iOS als Aufnahmestudio
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (7 Bilder)

Dafür gibt’s auch extra eine App, die sich Vocalive free nennt. Wie gewohnt kann man die Funktionalität per In-App-Kauf erweitern. Oder man investiert gleich 15,99 Euro und holt sich die Vollversion. Dann stehen diverse Möglichkeiten zur Verfügung, die eigene Stimme per Echtzeit-Stimmprozessor aufzupeppen.

So kann man sich einen eigenen Chor einstellen, bei dem die eigene Stimme um eine darüberliegende Terz, Quinte oder Septime ergänzt wird. Oder man verfremdet sie mit voreingestellten Effekten, die Namen tragen wie sad Mosquito oder clever Alien.

Natürlich ist auch ein Recorder mit dabei. Allerdings nur einspurig. Wer mehr will, muss mal wieder ein paar Euro zahlen, um auf vier Spuren aufzurüsten. Überhaupt ist das das einzige, was etwas an den Apps von IK Multimedia nervt: bei jedem Start die Aufforderung, doch noch dies oder das zu kaufen. Natürlich werden immer wieder neue Effektgeräte oder Erweiterungen entwickelt, aber ich möchte nicht bei jedem Start dazu aufgefordert werden, doch noch etwas zu kaufen.

Aber daran verdient das Unternehmen schließlich etwas. Das IK Multimedia iRig Mic (Affiliate-Link) selbst ist mit seinen knapp 50 Euro sicher nicht der Umsatzbringer, sondern eher Einstiegsdroge. Es erschließt eine ganze Welt von Möglichkeiten, die man erst mit den entsprechenden Apps ausschöpfen kann. Für den Anfang und den Gelegenheitsmusiker mögen auch die freien Versionen ausreichen. Wer aber mit dem iRig Mic auf die Bühne will oder zumindest semiprofessionelle Aufnahmen beabsichtigt, wird die zusätzlichen Euro sicher gern ausgeben. Und schließlich sind 15,99 Euro für eine professionelle Aufnahme-Software sicher nicht überteuert.

Ich hatte eigentlich vor, ein paar Probeaufnahmen mit dem iRig Mic abzuliefern, aber meine natürliche Schüchternheit (in Verbindung mit einem Mangel an Zeit und ruhiger Umgebung) hat gesiegt. Ich kann jedoch sagen, dass das iRig Mic zwar in erster Linie für Sänger gedacht ist, jedoch auch Journalisten und Podcaster sehr glücklich machen wird.

Für 17,50 Euro bekommt man schon einen Mikrofonständer mit Galgen (Affiliate-Link) und hat in Verbindung mit dem iRig Mic und Garageband, Amplitube oder Vocalive alles, was man für vernünftige Aufnahmen braucht. Klare Kaufempfehlung für alle Journalisten, Podcaster und Musiker, die ein iPad, einen iPod Touch oder ein iPhone besitzen. Wobei für sparsame Musiker ein iPad mit Garageband wahrscheinlich die Software ist, die das meiste für das Geld bietet.

Mehr Infos über das iRig Mic gibt es auf der Seite von IK Multimedia.

Mehr lesen

iPhone- und Android Strahlungsmesser-App: Geigerzähler ohne Geigerzähler

14.2.2012, 2 KommentareiPhone- und Android Strahlungsmesser-App:
Geigerzähler ohne Geigerzähler

Der früher für die Produktion des Computertreffs bekannte Fachautor Rolf-Dieter Klein hat eine App für Apple- und Android-Hardware entwickelt, die die eingebauten Kameras als Radioaktivitätsmesser missbraucht.

Taylor Technologies Smart Stand Sleeve: magnetische Faltständerhülle fürs iPad 1

31.1.2012, 1 KommentareTaylor Technologies Smart Stand Sleeve:
magnetische Faltständerhülle fürs iPad 1

Taylor Technologies ist ein koreanisches Unternehmen, dass eine interessante Schutzhülle für das iPad entwickelt hat. Diese ist nicht nur so hübsch, dass sie einen reddot design award erhalten hat, sie lässt sich durch eine Faltmechanik und integrierte Magneten auch als Ständer nutzen.

27.1.2012, 0 KommentareSony X-Serie:
Vier neue Dockingstationen für iDevices von Sony

Sony erweitert seine X-Serie um vier weitere Docking-Stationen für Smartphones und Tablets und verspricht kabellosen Musikgenuss über AirPlay und Bluetooth. Vom Akku-versorgten gartentauglichen Gerät bis zur 200-Watt-Hifi-Station für das Wohnzimmer zuhause, man versucht für jeden Anwendungszweck das passende Gerät bereitzustellen.

Curve 90° Dockingstation: Drei Docks für iPhone und Co.

14.2.2012, 1 KommentareCurve 90° Dockingstation:
Drei Docks für iPhone und Co.

Curve ist ein neuer Name in der Riege der Unternehmen, die Zubehör für Apple herstellen. Die drei Dockingstations Curve 90° sehen aber so aus, als könnten sie trotz der Fülle am Markt ihre Liebhaber finden.

iPhone- und Android Strahlungsmesser-App: Geigerzähler ohne Geigerzähler

14.2.2012, 2 KommentareiPhone- und Android Strahlungsmesser-App:
Geigerzähler ohne Geigerzähler

Der früher für die Produktion des Computertreffs bekannte Fachautor Rolf-Dieter Klein hat eine App für Apple- und Android-Hardware entwickelt, die die eingebauten Kameras als Radioaktivitätsmesser missbraucht.

Philips DS6100: Dem iMac zu Füssen gelegt

13.2.2012, 0 KommentarePhilips DS6100:
Dem iMac zu Füssen gelegt

Wie bringt man sein iPhone am besten auf dem Schreibtisch unter? Einfach nur neben der Tastaur ablegen? Oder vielleicht doch im DIY-iPhone-Halter aus LEGO abstellen? Wer es einen Tick edler möchte und dazu noch auf den schimmernden Glanz von mattiertem Aluminium abfährt, der findet vielleicht bei Philips das passende Outfit für sein Smartphone aus Cupertino.

Kostenlose eBücher, kostenlose Apps: Weiche Geschenke zur Weihnacht

24.12.2011, 2 KommentareKostenlose eBücher, kostenlose Apps:
Weiche Geschenke zur Weihnacht

eReader-Hersteller Kobo und Amazon verwöhnen ihre (potenziellen) Kunden mit kostenlosen Büchern, und Apple schenkt uns ab 26.12. jeden Tag eine App.

Gear4 Pocketloops: Musik, zwo, drei, vier

28.11.2011, 0 KommentareGear4 Pocketloops:
Musik, zwo, drei, vier

Gear4 präsentiert ein "Musikstudio" für das iPhone bzw. den iPod touch.

Apple iPod touch und nano: Das stille Update

10.10.2011, 2 KommentareApple iPod touch und nano:
Das stille Update

Apple stellte in der letzten Woche nicht nur das runderneuerte iPhone 4 mit dem "Rememberme"-S vor, sondern auch eine Reihe von Verbesserungen für die iPods touch und nano.

Samson USB Meteor Mic im Test: Soundgranate in Chrom

30.5.2011, 1 KommentareSamson USB Meteor Mic im Test:
Soundgranate in Chrom

Das USB-Studiomikrofon Meteor Mic von Hersteller Samson glänzt mit einer verchromten Oberfläche und ansprechendem Retro-Design. Wir hatten Gelegenheit, es an Rechner und iPad zu testen.

IK Multimedia iRig Mic: iPhone an - Aufnahme läuft

11.1.2011, 0 KommentareIK Multimedia iRig Mic:
iPhone an - Aufnahme läuft

iRig Mic ist das erste qualitativ hochwertige Kondensator-Handmikrofon für iPhone, iPod Touch und iPad, das speziell für Sänger und Songwriter entwickelt wurde.

Sony DR-GA500 im Test (2/2): Feiglinge hört man immer von hinten..

24.11.2010, 0 KommentareSony DR-GA500 im Test (2/2):
Feiglinge hört man immer von hinten..

Der Sony DR-GA500 beweist im Surround-Parcour wie gut sein virtueller Surround Sound wirklich ist.

4 Kommentare

  1. Peter L.
    schrieb am 17. April 2011 um 10:55 Uhr (#)

    Ich hatte eigentlich vor, ein paar Probeaufnahmen mit dem iRig Mic abzuliefern, aber meine natürliche Schüchternheit (in Verbindung mit einem Mangel an Zeit und ruhiger Umgebung) hat gesiegt. Ich kann jedoch sagen, dass das iRig Mic zwar in erster Linie für Sänger gedacht ist, jedoch auch Journalisten und Podcaster sehr glücklich machen wird.

    EBEN NICHT – bitte lasst solche verallgemeinernden Aussagen, wenn ihr euch nicht die Mühe macht sorgfältig zu testen. Ich hatte das Teil mit einem Olympus Aufnahmegerät vergleichen können. Das Mikrofon ist unbrauchbar!

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 17. April 2011 um 13:00 Uhr (#)

      Wer von verallgemeinernden Aussagen spricht, sollte selbst keine machen.

      Sag uns doch, warum das Mikro deiner Meinung nach unbrauchbar ist (allgemeiner geht’s wohl kaum), und wieso das Olympus Aufnahmegerät (welches übrigens?) besser geeignet ist.

  2. Peter L.
    schrieb am 17. April 2011 um 15:08 Uhr (#)

    Ich schimpfe mich auch nicht Blog-Schreiber…

    Zum Gerät: Olympus DS-65 (gibt es jetzt als DM-450).

    Beim iRig hört man deutliche Kompressionseffekte, wie Klirren oder Rauschen, während beim Olympusgerät die Aufnahme klar und fast rauschfrei ist. Man kann damit durchaus radiofähige Aufnahmen machen.

    Ich hatte zusätzlich noch das Lineargerät Zoom H2 getestet und das Olympus war günstiger und mindestens ebenbürtig.

    Das iRig ist teures Spielzeug und absolut unbrauchbar für jede halbwegs sinnvolle und schon gar nicht für die semiprofessionelle Nutzung.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 17. April 2011 um 22:18 Uhr (#)

      Na also, geht doch. Ein paar Angaben, und schon kann man sich viel besser austauschen.

      Ich habe anscheinend weniger hohe Ansprüche oder schlechtere Ohren. Vielleicht habe ich aber auch eine andere Einstellung bzw. andere Software oder Hardware verwendet. Schließlich sind das alles Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen.

      Insofern finde ich die Idee, ein Mikrofon mit einem digitalen Diktiergerät zu vergleichen, das übrigens auch mehr als das Doppelte kostet, doch etwas verwegen. Ebenso wie die Aussage

      absolut unbrauchbar für jede halbwegs sinnvolle … Nutzung

      .

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

  • Neuerdings auf Twitter

  • Über neuerdings.com

    Die tägliche Dosis Technik. Wir melden nicht nur das Erscheinen neuer Gadgets, sondern testen sie aus Anwendersicht.

  • Autoren