Bluestacks:
Android und Windows parallel
Mit BlueStacks soll man in der Lage sein, Android parallel unter Windows zu nutzen.
Android ist das Betriebssystem, welches sich am schnellsten ausbreitet und stetig Marktanteile gewinnt. In fast jeder Preis- und Qualitätskategorie gibt es einen Vertreter, und ihre Verbreitung steigt kontinuierlich an. Bisher beschränkt es sich jedoch ausschließlich auf Mobilgeräte, der PC kann nur über einen trägen Emulator auf die Backwarenversionen zugreifen (wo kommen wohl die OS Versionsnamen “Donut”, “Gingerbread” oder “Eclair” her?).
Die bisher recht unbekannte Firma Bluestacks arbeitet an einer Virtual Machine, die Android als Software unter Windows installiert und emuliert. Slashgear bekam etwas Einblick in das Projekt, welches bald auch Endkonsumenten kostenlos zum Download angeboten werden soll.
Nach der Installation von Bluestacks startet man direkt in Android, doch im Gegensatz zum langsamen Original-Emulator von Google interagiert man damit wie mit einer normalen Windows-Applikation. Nutzer einer VM-Software wie der kostenlosen VirtualBox kennen die Funktionsweise vom “Nahtlosen Modus” her. In diesem Modus werden die Taskleisten beider Betriebssysteme eingeblendet, und es erscheint einem, als arbeite man in einem einzigen System. So läßt sich spielend zwischen einer Android App und einem Windowsprogramm hin und her schalten.
Der Gedanke dahinter ist, das Android OS auf den PC zu bringen, wie es beispielsweise das Android-x86 Projekt versucht, eine deutsche Anleitung gibt Gregor Fröhlich auf seiner Seite. Damit wäre das Arbeiten auf dem Smartphone später das gleiche Erlebnis wie am PC, und es gäbe einen einheitlichen “workflow”. Laut Slashgear lief eine Demo auf einem 28-inch HP TouchSmart flüssig und ohne Verzögerungen.
Der eigentliche Clou an der Sache ist aber, dass BlueStacks sich sämtliche an Windows angeschlossenen Geräte zunutze machen kann, ein Umstand, den das Android SDK vermissen läßt. So nutzt Skype aus Android heraus die im PC eingebaute Webcam oder den angeschlossenen USB-Drucker, entweder über BlueStacks’ Anpassungen, oder via Android selbst. Aufgrund der Hardwarerestriktionen für den Google Android Market bleibt er allerdings ausgeschlossen. BlueStacks zielt auf OEM und plant, gegen Ende 2011 den Download für alle freizugeben.
Android nutzt eine eigene VM, in der alle Apps laufen, Dalvik; anstatt das gesamte OS unter Windows zu emulieren, würde es sich anbieten, nur Dalvik zu portieren. Das hätte nicht nur eine ähnliche Integration wie Wine in Linux zur Folge, sondern würde auch die Performance steigern – bei den momentanen Hardwareanforderungen sicherlich noch kein wirkliches Argument.
Via Slashgear.

















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