PowerKiss:
Beißring lädt Smartphone

Das finnische Start-Up-Unternehmen PowerKiss möchte Smartphone-Besitzer an öffentlichen Plätzen kabellos mit Strom versorgen. In Flughäfen, Cafes, Hotels und zu Hause soll es ausreichen, sein Gerät mit einem PowerKiss-Adapter zu versehen und auf einer markierten Fläche abzulegen, um den Akku aufzuladen.

Der finnische Flughafen Helsinki-Vantaa ist der erste der Welt, auf dem es möglich ist, sein Smartphone kabellos aufzuladen, während man auf seinen Flieger wartet (die verkabelte Version der Ladestation am Zürcher Flughafen hatten wir schon getestet). Dazu verbindet man den Powerkiss-Adapter, der aussieht wie ein Baby-Beißring, mit seinem Smartphone, und legt beides auf eine gekennzeichnete Ablagefläche, in oder unter der sich das sogenannte Herz (Heart) befindet.

PowerKiss
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Das Herz sendet die Energie dann kabellos an den Ring, der das Smartphone damit auflädt. Eine prima Sache, wenn sich das System denn durchsetzt und als Standard verbreitet. Man müsste keine Netzgeräte mit sich herumschleppen, der kleine Beißring würde ausreichen. Wenn sich denn Mini Micro-USB als Auflade-Schnittstelle für alle Gadgets etabliert, passt dann auch ein Empfänger für alle Gadgets.

Im Augenblick scheint es Powerkiss-Empfänger mit drei verschiedenen Anschlüssen zu geben. Der Standard iPod/iPhone Dock Connector ist dabei, dann ein Verbindungsstück, das mir sehr nach Nokia aussieht, was angesichts der Tatsache, dass es sich bei PowerKiss um ein finnisches Unternehmen handelt, ziemlich wahrscheinlich ist. Beim dritten Teil scheint es sich um einen Mini Micro-USB-Anschluss zu handeln.

Das kurze How-To-Video zeigt, wie man sich das Aufladen per PowerKiss vorzustellen hat.

Im Moment handelt es sich dabei anscheinend noch um eine rein Business-to-Business Lösung, mir der sich Unternehmen gegenüber ihren Kunden profilieren sollen, so zum Beispiel Hotels, Kaffeeketten und Fluglinien. Gerade hat PowerKiss einen Kooperationsvertrag mit Zoeftig, einem britischen Hersteller von Sitzgelegenheiten für Flughäfen abgeschlossen, um seine kabellose Ladetechnik weltweit zu verbreiten. Mehr Infos zur Technik und zu den Produkten gibt es auf der Webseite des Herstellers PowerKiss. Wenn sich das System

via Venture Beat

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6 Kommentare

  1. Florian
    schrieb am 4. April 2011 um 11:36 Uhr (#)

    Wir hier analog einer Elektrozahnbürste Induktion verwendet? Wäre dies der Fall, müsste ich aber einige Flüge verpassen bis ein IPhone geladen wäre.

  2. amilopowers
    schrieb am 4. April 2011 um 17:05 Uhr (#)

    Zudem würde das Teil verdammt schnell geklaut werden.

  3. Linus (GadgetBlog.ch)
    schrieb am 4. April 2011 um 19:52 Uhr (#)

    Handelt es sich beim dritten Anschluss nicht eher um microUSB? Mini-USB besitzt ja nicht so zwei kleine “Haken” – zudem wäre es auch logischer, da microUSB weiter verbreitet ist und vor kurzem ja zum Standard für Ladegeräte erklärt wurde.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 5. April 2011 um 08:26 Uhr (#)

      Stimmt, Linus. Da habe ich wohl zu groß gedacht ;-). Dürfte eher Micro-USB sein. Danke für den Hinweis

  4. kristijan kroflin
    schrieb am 5. April 2011 um 18:58 Uhr (#)

    Derartiges wird sich nicht flächendeckend durchsetzen. Entweder der Speicher wird durch die direkte Umgebung aufgeladen, ohne, daß man sich darum kümmern muß, oder es bleibt weiterhin “nervig” – die Aufmerksamkeit wird weiterhin abgelenkt von etwas, wodurch man sich nicht ablenken lassen möchte. Dies scheint – gleich dem Anstehen an der Kasse – harmlos zu sein, ist aber in Bezug auf die Gesamtbevölkerung nicht nur überaus effizienzmindernd, sondern kostet auch jede Menge Energie, die man einsparen könnte (und eben den Nerv-Faktor zugleich reduziert).

    Zumindest bei der Installation von Programmen tut sich was, wenn man sich ninite.com ansieht und nutzt…

  5. kristijan kroflin
    schrieb am 5. April 2011 um 19:10 Uhr (#)

    “microUSB”, “miniUSB”…diese Bezeichnungen sind undurchdacht, da beide “mini” sind. Angebrachter wären Angaben wie milli- und nano-usb, wenn man schon derart zusammenfassende Einheitenvorzeichen benutzt. Da mir nur drei weitverbreitete Versionen bekannt sind, wäre macro-, meso- und mini-USB möglich. Aber dafür ist es schon zu spät, da die retardierte Masse in den Köpfen vieler nicht dazu fähig ist, sich eine derartige Ordnung umzustellen.

    microUSB (eigentlich miniUSB): http://mobilewhack.com/wp…2009/10/microusb.jpg

    miniUSB (eigentlich mesoUSB): http://www.ecigfair.com/images/MiniUSB.jpg

    USB (eigentlich macroUSB): http://partsdata.de/descr…erlaengerung_BIG.jpg

    und hier die unnötige Version, wie sie bei Druckern verwendet wird: http://files.tradoria.de/…56a0163228014b2f.jpg

    …ganz zu schweigen von den anderen Anschlüssen, mit denen die Produzenten die Kunden an sich binden wollen, wenn es um den Kauf von Erweiterungen oder Ersatzteilen geht (Das angeblich nicht mit Orangen vergleichbare Unternehmen bleibt hier nicht unerwähnt – denn bei diesem Hersteller benötigt man schon für die unterschiedlichen Generationen der Geräte verschiedene oder verschieden verdrahtete Stecker).

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