Roccat Kone[+] im Test:
Maus nach Maß

Roccat bietet eine Maus speziell für Gamer. Das Steuergerät ist auch für normale Anwendungen nützlich und bietet Funktionen, die man sich schon immer von einer Maus gewünscht hat.

In Regenbogenfarben leuchten die beiden Streifen am linken und rechten oberen Rand. Diese spektakuläre Funktion ist vielleicht die nutzloseste an der Kone, doch sonst hat die Maus es in sich – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit vier 5-Gramm-Pucks kann man sich das Steuergerät vom Gewicht her an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Zielgruppe sind zunächst Gamer, die genau festlegen wollen, was wie im Spiel passiert. Präzision ist hier gefragt, und so liegt die Maus nicht nur gut in der Hand, sondern kann in fast allen Eigenschaften konfiguriert werden. Zu diesem Zweck hat die Maus nicht nur einen eigenen Treiber mit umfangreichem Konfigurationsmenü, sondern sogar eine eigene Firmware, die wir als erstes “updaten” mussten.

Die meisten Oberflächen bestehen aus einem matten Kunststoff, der sich wie Gummi anfühlt und klar für einen “guten Grip” sorgen soll. Ich hoffe, dass der mit der Zeit nicht so speckig und unansehnlich wird, wie das bei vielen Microsoft-Mäusen leider der Fall ist.

An der Maus befinden sich 12 Knöpfe, das mag man gar nicht glauben. Nun neben den beiden Haupttasten und dem fünffach belegten Rad sind noch zwei an der Daumenposition sowie einer über und zwei unter dem Rad in der Mitte. Die im Zweifel richtig zu treffen ist sicher Übungssache und hängt mit der Größe der eigenen Hand zusammen. Durch die Lage der Daumentasten und die ergonomische Form, bei der die (rechte) Taste für den Stin…, äh, Mittelfinger passend zu seiner Länge weiter hinten liegt, ist sie für Linkshänder ungeeignet.

Die Prinzessin auf dem Pixel

Die Maus glänzt in ihren Eigenschaften mit einer Auflösung von 6000 dpi. Das heißt aber auch, dass ich die Maus nur anzusehen brauche, und schon bewegt sie sich – quasi. Die Präzision mag bei Zeichnungen und in Spielen von Vorteil sein, im täglichen Umgang ist sie es nicht unbedingt. Windows erkennt nämlich einen Doppelklick nur dann, wenn die Maus währenddessen völlig ruhig gehalten wird. Und so braucht man eine besonders ruhige Hand oder einen besonders schnellen Doppelklick, sonst öffnet sich ein Programm nicht.

Roccat liefert einen Treiber mit der Maus, mit dem man das einstellen kann. Auch sonst lässt sich an ihr vieles konfigurieren, was bei vielen anderen Mäusen nicht geht, so zum Beispiel die Farbgebung der seitlichen Leuchtstreifen. Oder was passiert, wenn man eine der Tasten drückt. Und das beschränkt sich nicht nur auf die 12 einfachen Tastendrücke, sondern man kann eine Taste zum “Shift” umfunktionieren, mit dem dann eine weitere Funktionsebene aktiviert werden kann.

Wem das nicht reicht, der hat die Möglichkeit, komplette Makros aufzunehmen und auf einen Tastendruck zu legen. Oder auch die Reduktion der Auflösung, falls diese für den Einsatzzweck zu ungenau ist, wie zum Beispiel in Spielen, wo eine hohe Auflösung beim Zielen stört. Auch Grafiker werden diese Funktion lieben. Nur wer empfindlich gegen englische Menüs ist, wird sie nicht lieben, denn die deutsche Spracheinstellung beschränkt sich auf einen Hilfetext am unteren Rand.

Die vier Gewichte werden in einer kleinen Box geliefert und unter der Maus in die Halterung eingesetzt. Der Drehverschluss ist etwas schwergängig, dürfte aber nicht oft genutzt werden, sobald die Maus ihr ideales “Kampfgewicht” erreicht hat.

Durchdachte Maus

Die Roccat Kone Plus (Affiliate-Link) ist ein durchdachtes Gerät, das gut in der Hand liegt und mit einer hohen Präzision agiert. Die vielen Funktionen und Einstellmöglichkeiten dürften nicht nur Gamern gut gefallen. Wer täglich lange mit der Maus agiert, wird auch die ca. 75 Euro gerne erübrigen, die sie im Fachhandel ungefähr kostet.

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2 Kommentare

  1. Silas A.
    schrieb am 28. März 2011 um 17:12 Uhr (#)

    Ich habe mir diese gekauft. Vorher hatte ich die erste Razer Lachesis (4000dpi), die Kone[+] kaufte ich wegen der 6000dpi. Die Kone[+] ist aber extrem unpräzise auf dieser Geschwindigkeit, sie überspringt Pixel, während ich mit der Razer Lachesis pixelgenau fahren kann.

    Nun ist meine Kone[+] aber sowieso defekt, das Mausrad spinnt.

    Eventuell kaufe ich mir die neue Lachesis mit 5600dpi.

  2. AshTrash
    schrieb am 29. März 2011 um 02:47 Uhr (#)

    @Silas A.

    Ich wollte gestern irgendwann den ersten Post verfassen, habe den Text dann wieder verworfen. Da du nun ebenfalls das Mausrad erwähnst, schildere ich doch mal meine Erfahrung mit der Maus:

    Ich habe nach Release diese Maus gekauft, und nach 2 Monaten war das Mausrad defekt. Ich habe dann die Maus austauschen lassen, und nun ca. 3-4 Monate später erahne ich, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird, bis die Maus wieder mit dem selben defekt das zeitliche segnen wird.

    Unpräzise würde ich die Maus nicht nennen. Ichh abe hier das Roccat Sense Pad und hier macht die Maus auf 6000 DPI einen guten Job.

    Ich hatte vor der Kone+ eine Razer Copperhead welche etwas leichter ist wie die Kone+ und daher etwas schlechtere Stabilität bei der Mausführung hatte. Die habe ich dann wegen abgenutzter Tastenbeläge ausgemustert.

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