Etymotic hf3 In-Ear-Headset im Test:
Sauberer Klang für saubere Ohren

Etymotic hf3 sind In-Ohr-Kopfhörer, die besonders komfortabel sitzen, Außengeräusche effektiv ausblenden und eine hervorragende Klangqualität bieten sollen. Wir haben sie einem Praxistest unterzogen.

Eigentlich bin ich ja kein Freund solcher Kopfhörer. In-Ohr-Kopfhörer taten mir nach kurzer Zeit in den Ohren weh, außerdem störte mich das Gefühl, nichts von der Umwelt mitzubekommen. Aber wenn man in einem Haushalt mit 5 Frauen lebt und versucht, täglich einen Artikel für neuerdings.com zu schreiben, kommt man nicht darum herum, die Umwelt akustisch auszublenden.

Zeit für einen Test der In-Ohr-Kopfhörer, die von sich selbst behaupten, in fast allen Dingen besser zu sein als andere. Etymotic hf3 versprechen in der Preisklasse unter 200 US-Dollar besten Sitz, beste Geräuschisolierung und besten Klang. Davon wollte ich mich mit eigenen Ohren überzeugen.

Etymotics hf3 In-Ohr-Kopfhörer im Test
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (7 Bilder)

Was die Etymotics vor allem von vielen anderen In-Ohr-Kopfhörern unterscheidet, ist das Custom Fit-Programm. So nennt Etymotics die Möglichkeit, seine hf3 beim Hörgeräte-Akustiker für 99 Euro, also relativ preisgünstig, individualisieren zu lassen. Oder wie Etymotics schreibt: Upgrade to Rockstar Status.

Dazu lässt man einen Abdruck seines Gehörgangs anfertigen, nach dem dann absolut passgenaue, maßgeschneiderte Aufsätze für die Etymotic hf3 gefertigt werden, die sich in die Windungen des Gehörgangs schmiegen und perfekt gegen Umweltgeräusche abdichten sollen.

Denn das ist das Wichtigste: der Sitz. So gibt es auf der Produktseite zu den hf3 Kopfhörern extra einen kleinen Clip, der zeigt, wie man die Stöpsel optimal einsetzt. Befolgt man die Anleitung (nachdem man sich aus den 3 Paar unterschiedlichen Aufsätzen, die schon mitgeliefert werden, den am besten passenden aussucht – erlebt man ein bisschen ein Gefühl wie unter Wasser. Man ist akustisch mehr oder weniger komplett von der Umwelt abgeschnitten und kann sich ganz auf die Musik konzentrieren.

Auch nach längerem Tragen stören die Etymotics hf3 trotz schmaler Gehörgänge nicht. Der Sitz ist so angenehm, dass ich persönlich keine Notwendigkeit sehe, extra Aufsätze beim Akustiker anfertigen zu lassen. Aber es ist beruhigend zu wissen, dass die Möglichkeit besteht.

Praktisch ist die Lautstärkeregelung plus Play/Pause-Taste im rechten Kopfhörekabel, wie man sie auch von Apples Originalkopfhörern kennt. Sie funktioniert sowohl an iPod Touch als auch am MacBook Pro einwandfrei. Die Sprachqualität des Mikrofons konnte ich mangels iPhone nicht testen.

Die Etymotic hf3 überzeugen außer durch Klang und Passgenauigkeit durch viele kleine Details. So ist das kevlarverstärkte Kabel z.B. mit einem griffigen Gummiüberzug versehen, der sich angenehm anfasst. Und zum Schutz des Treibers vor Ohrenschmalz besitzen die hf3 kleine Filter, die vom Besitzer selbst ausgewechselt werden können. Ein kleines Werkzeug und ein paar Ersatzfilter werden gleich mitgeliefert.

Der Klang ist – bei richtigem Sitz – so gut, dass ich einige Stücke wohl neu werde umwandeln müssen, weil mir jetzt störende Unsauberkeiten auffallen, die mir vorher entgangen sind. Das ist eben der Preis, den man für höhere Klangtreue zahlt.

Ein paar Fakten, die HiFi-Freunden wahrscheinlich mehr sagen als mir: Laut Etymmotics liefern die hf3 in ihrer Klasse die beste Response Accuracy (gibt’s da einen deutschen Begriff für?): 85%+ im Bereich von 20 Hz – 15 kHz. Die Ausgangsempfindlichkeit (Output Sensitivity) beträgt 105 dB SPL bei 1 kHz und 0.1 mV. Und natürlich soll auch die Geräuschisolierung mit 35 dB – 42 dB die beste sein. Die Impedanz beträgt (@1 kHz)16 Ohm, maximale Ausgangslautstärke 120 dB.

Die Etymotic hf3 (Affiliate-Link) In-Ohr-Kopfhörer gibt es für rund 140 € mit wechselbaren Aufsätzen für unterschiedlichste Gehörgänge und mit einem kleinem Etui. Insgesamt sind sie sicher nicht billig, aber ihren Preis allemal wert.

Mehr Infos zu Etymotics hf3 Kopfhörern auf der Seite des Herstellers. Zwar in englisch, dafür aber sehr ausführlich.

Mehr lesen

Der grosse Bluetooth-Headset-Vergleichstest (2/7): Jabra Supreme und Motorola HX550

16.10.2011, 0 KommentareDer grosse Bluetooth-Headset-Vergleichstest (2/7):
Jabra Supreme und Motorola HX550

Wie schlagen sich das Jabra Supreme und das Motorola HX550 im Kampf um den Titel des Geräuschunterdrückers?

Jabra Supreme: Mit dem Headset auch im Sturm telefonieren

16.9.2011, 0 KommentareJabra Supreme:
Mit dem Headset auch im Sturm telefonieren

Mit dem Jabra Supreme sollen Gespräche auch in tosenden Stürmen gelingen, dank Geräuschunterdrückung und Antischall.

Thanko Lärmschutz-Tastaturabdeckung: Schalldämpfer für Klappertasten

24.11.2010, 2 KommentareThanko Lärmschutz-Tastaturabdeckung:
Schalldämpfer für Klappertasten

Thankos schalldämpfende Tastaturabdeckung dient als Lärmschutz gegen laut klappernde Tastaturen und schützt die Hände vor Zugluft.

Nun auch Komplettpakete von Onkyo: HT-S3505, HT-S4505, HT-S6505 - 5.1-Receiver mit Lautsprechern

15.2.2012, 0 KommentareNun auch Komplettpakete von Onkyo:
HT-S3505, HT-S4505, HT-S6505 - 5.1-Receiver mit Lautsprechern

Wer von einer normalen Stereoanlage auf Surround umsteigen will, hat normalerweise ein Problem: Ihm fehlen mindestens drei Lautsprecher. Onkyo liefert für Einsteiger nun auch diese mit.

Philips Fidelio L 1 im Kurztest: Einer der Erwartungen weckt

1.2.2012, 5 KommentarePhilips Fidelio L 1 im Kurztest:
Einer der Erwartungen weckt

Philips hat mit dem Fidelio L 1 einen ansehnlichen Kopfhörer im Sortiment. Der Kurztest zeigt, klanglich bleibt der L 1 hinter hohen Erwartungen zurück.

Onkyo T-4070: Neuer Netzwerk-Tuner aus der Onkyo Reference Serie

24.1.2012, 0 KommentareOnkyo T-4070:
Neuer Netzwerk-Tuner aus der Onkyo Reference Serie

Einen Netzwerk-Tuner mit AirPlay-Unterstützung stellt Onkyo nun kurz nach der CES vor. Im typischen HiFi-Format und zeitlosem Onkyo-Design bietet dieser den drahtlosen Zugang zu den unterschiedlichsten digitalen Musikquellen.

Curve 90° Dockingstation: Drei Docks für iPhone und Co.

14.2.2012, 1 KommentareCurve 90° Dockingstation:
Drei Docks für iPhone und Co.

Curve ist ein neuer Name in der Riege der Unternehmen, die Zubehör für Apple herstellen. Die drei Dockingstations Curve 90° sehen aber so aus, als könnten sie trotz der Fülle am Markt ihre Liebhaber finden.

Philips DS6100: Dem iMac zu Füssen gelegt

13.2.2012, 0 KommentarePhilips DS6100:
Dem iMac zu Füssen gelegt

Wie bringt man sein iPhone am besten auf dem Schreibtisch unter? Einfach nur neben der Tastaur ablegen? Oder vielleicht doch im DIY-iPhone-Halter aus LEGO abstellen? Wer es einen Tick edler möchte und dazu noch auf den schimmernden Glanz von mattiertem Aluminium abfährt, der findet vielleicht bei Philips das passende Outfit für sein Smartphone aus Cupertino.

Fender Pawn Shop Special Greta: Retro-Röhrenverstärker für Gitarre und MP3-Player

30.1.2012, 1 KommentareFender Pawn Shop Special Greta:
Retro-Röhrenverstärker für Gitarre und MP3-Player

Fender springt auf den Retro-Zug auf und stellt die Verstärker-Reihe Pawn Shop Special. Die Verstärker sehen aus, als seien sie per Zeitmaschine direkt aus den Sechzigerjahren ins Heute gebeamt worden. Das Modell Greta zum Beispiel erinnert stark an ein nostalgisches Tischradio

TDK ST-700 im Test: Satter Bass im 90er-Jahre-Look

22.2.2012, 0 KommentareTDK ST-700 im Test:
Satter Bass im 90er-Jahre-Look

Der TDK ST-700 muss sich dem Hörtest unterziehen und überzeugt mit Umgebungsgeräusch-Abschirmung und satten Bässen.

4.2.2012, 2 KommentarePSB M4U 2:
Tragbar und rauschfrei

Ein faltbarer Kopfhörer mit integriertem Verstärker und aktiver Geräuschunterdrückung: mit dem PSB M4U 2 steigt der Lautsprecher-Spezialist PSB in eine für ihn neue Produktkategorie ein.

Philips Fidelio L 1 im Kurztest: Einer der Erwartungen weckt

1.2.2012, 5 KommentarePhilips Fidelio L 1 im Kurztest:
Einer der Erwartungen weckt

Philips hat mit dem Fidelio L 1 einen ansehnlichen Kopfhörer im Sortiment. Der Kurztest zeigt, klanglich bleibt der L 1 hinter hohen Erwartungen zurück.

2 Kommentare

  1. Willi
    schrieb am 4. Februar 2011 um 01:16 Uhr (#)

    Was mich am gesamten Kopfhörermarkt wundert – in Tests und bei Herstellerangaben –, ist, dass nirgendwo, auch hier nicht, Details zur Verkabelung bekannt gemacht werden. Davon hängt aber ab, zu wissen, ob sich die Stöpsel nur lose überm T-Shirt oder in Jacken integriert tragen lassen, wenn die dafür einen Kabelkanal im Kragen haben (z.B. Sony MDR-EX*).

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 4. Februar 2011 um 09:46 Uhr (#)

      Hallo Willi, an der Verkabelung schien mir einfach nichts erwähnenswert, bis auf die Kevlarverstärkung und das gummiartige Griffgefühl. Die Etymotic hf3sind mit einem Kabel von rund 1,2 m Länge in herkömmlicher Y-Form mit geradem Stecker ausgestattet.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

  • Neuerdings auf Twitter

  • Über neuerdings.com

    Die tägliche Dosis Technik. Wir melden nicht nur das Erscheinen neuer Gadgets, sondern testen sie aus Anwendersicht.

  • Autoren