Fraunhofer Verband:
Bei Infektion wird gewarnt

Das Fraunhofer-Institut hat einen Verband entwickelt, der anzeigt, wenn etwas mit dem Heilungsprozess nicht stimmt – zunächst per Farbcode, demnächst auch elektronisch.

Wunden am Körper sind immer unangenehm, aber schnell passiert. Je größer die Wunde, desto höher steigt auch das Infektionsrisiko. Und das kann, je nach Art der Verletzung und Zustand des Patienten, auch die Entscheidung über Leben oder Tod bedeuten. Denn hat sich in eine Wunde eine Infektion erst einmal eingenistet, ist es nicht leicht diese wieder in den Griff zu bekommen. Das Fraunhofer Institut hat einen Verband entwickelt, der in diesem Fall “Alarm schlägt”.

Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie genial. Normalerweise hat die Haut einen ph-Wert von 5 oder knapp drunter. Steigt der Wert plötzlich in Richtung 7 oder 8 kann etwas nicht stimmen. Bei einer Wunde bedeutet dies, dass sich eine Infektion auszubreiten beginnt. Der Verband färbt sich in diesem Fall lila ein, so dass man auf den ersten Blick sehen kann, dass etwas nicht stimmt.

So kann man dann noch vor dem weiter gehenden Ausbruch einer Infektion reagieren und Menschenleben retten. Der Verband funktioniert, man arbeitet aber daran, dass er sogar dazu in der Lage ist, seine Daten elektronisch auslesen zu lassen. Bis er also auf den Markt kommt, dauert es leider noch etwas, aber die klinischen Studien sind schon unterwegs.

PR-Mitteilung Fraunhofer.

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3 Kommentare

  1. kiebitz
    schrieb am 5. November 2010 um 05:17 Uhr (#)

    Ich würde gerne mehr über die entsprechenden klinischen Studie des Fraunhofer-Instituts über den Verband lesen. Auif der Seite des Instutus kann man leider nichts finden. Weiss jemand mehr?

  2. SCORPiON
    schrieb am 5. November 2010 um 16:12 Uhr (#)

    Fehlt nur noch, dass sie einen MP3-Player integrieren.
    Mir fällt bei Fraunhofer als 1. immer der MP3-Codec ein, welchen sie damals entwickelten und igNorAMUS von der Gruppe Radium geknackt & verbessert wurde :).

    mfg SCORPiON

  3. rebhuhn
    schrieb am 12. November 2010 um 16:10 Uhr (#)

    coole sache! – jetzt wär’s aber noch toll, den namen des betreffenden instituts auch im artikel zu nennen – es gibt nämlich >5o fraunhofer-institute in deutschland ;)!

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