Brammo Enertia Plus:
Moped für das gute Gewissen

Der US Hersteller Brammo hat ein kleines Motorrad entwickelt, dass einen Elektroantrieb hat.

So richtig überzeugen mich Elektroantriebe in Sachen Zukunft nicht. Zum einen sind sie wegen der langen und oft komplizierten Ladeprozedur unhandlich, zum anderen ist der Akku einfach zu schnell leer und damit die Reichweite ziemlich klein. Was beim Auto nervt, ist bei einem Motorrad aber vielleicht nur halb so problematisch. In der Stadt ist ein Roller gar keine schlechte Idee. Man kann leichter parken, und sehr lange Strecken fährt auch meist selten. In den USA erscheint demnächst ein kleines Motorrad, dessen Reichweite sogar richtig gut ist.

In einen Aluminiumrahmen hat Brammo einen selbst entwickelten Akku gepackt, der 6 KWh leistet. Damit erreicht das Motorrad eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin knapp 100 km/h, in der Performance-Variante sind es sogar knapp 180 km/h. Verlegt man sich aber nur auf Stadtfahrten, reicht die normale Variante völlig aus. Die Reichweite soll bis zu 128 Kilometer betragen, wobei das vermutlich mal einen Bestwert darstellt und 100 Kilometer eher realistisch sind. Aber die sind schon eine brauchbare Reichweite, jedenfalls muss man das Motorrad nicht jeden Tag neu aufladen.

Der Akku hat nämlich ein paar Schwächen. Zum einen benötigt eine komplett leere Batterie satte acht Stunden, bis sie wieder voll aufgeladen ist, zum anderen gibt Brammo die Lebensdauer des Akkus mit gerade mal 500 (!) Ladezyklen an. Das sind um gerechnet knapp 48.000 Kilometer, wenn man denn ideale Lade/Verbrauchszyklen erreicht.

So grundsätzlich ist so eine Elektro-Motorrad ja eine gute Idee, allerdings gibt es das Problem für Stadtbewohner, wie man sein Motorrad wieder auflädt. Auf der Strasse gibt es nur wenig Ladestationen, in seine Wohnung will man das Ding auch nicht schleppen, und ein Verlängerungskabel ist für Mieter selten eine Lösung.

Ab 2011 kommt das Motorrad in den USA auf den Markt. Preis: 9000 Dollar.

Webseite von Brammo.

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6 Kommentare

  1. @Flyer
    schrieb am 21. Oktober 2010 um 14:17 Uhr (#)

    Mal ganz ehrlich. Es ist ja schön, dass man an die Umwelt denkt, aber wo ist da der Spirit von “Easy Rider”. Der arme Dennis Hopper=) Selbsternannte “harte kerle” auf nem Elektro bike. Naja. aber prinzipiell ist die Idee nicht schlecht. Für so Städte wie tokyo, Mexico Stadt oder Sao Paulo.

  2. schieber
    schrieb am 21. Oktober 2010 um 22:17 Uhr (#)

    “aber wo ist da der Spirit von “Easy Rider”. Der arme Dennis Hopper=) Selbsternannte “harte kerle” auf nem Elektro bike. ”

    Seit wann ist Hopper ein harter Kerl, bloß weil er auf der
    Leinwand vortäuschte, ein harter Kerl zu sein. Blöffer sind
    harte Kerle? Zudem muß man hart sein, wenn man gegen das Klischee
    schwimmt und nichts darauf gibt, wenn Frauen z.B. so tun,
    als fänden sie es lächerlich, wenn ein Mann einen Roller fährt,
    der sogar noch von einem Elektromotor angetrieben wird.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
      schrieb am 23. Oktober 2010 um 06:42 Uhr (#)

      Spätestens, wenn der “Elektroroller” das lärmende Moped am Rotlicht einfach stehenlässt, dürfte sich die Imagegeschichte wandeln (siehe Tesla).

      Das Problem dieser Fahrzeuge besteht eher darin, dass auch ihre Energie irgendwo her stammen muss. Und während die Luft in den einen Städten sauberer wird, wird sie rund um die Braunkohlekraftwerke dreckiger…

    2. HB
      schrieb am 28. September 2011 um 17:15 Uhr (#)

      Dennis Hopper war ein harter Kerl, um für eine Performance inmitten einer Explosion zu bleiben muss man schon ganz schön hart oder verrückt sein!

  3. Pan
    schrieb am 21. Oktober 2010 um 22:24 Uhr (#)

    ja Don Dahlmann, der verbrennungsmotor hätte die bessere öko bilanz , wenn man was mit der abwärme machen würde (siehe kraft wärme koppelung ) die e-schei… dreht uns nur schneller die ressourcen ab .
    es gibt auch in deutschland so was ähnliches http://www.erockit.net/

    aber wir müssen wohl mehr lernen das wir wieder kurze wege im leben zurücklegen und nicht andauernd die erde umkreisen auf dem weg zur arbeit ;-)

    ach hab dich im fernsehen gesehen … guter auftritt

  4. Pan
    schrieb am 23. Oktober 2010 um 09:03 Uhr (#)

    Auch gibt es bei der Umwandlung von Fossiler in Elektrischer Energie Verluste .
    Ich glaube 70% sind es , also kommen noch 30 % aus der Dose .
    Der Verbrennungsmotor hat einen Wirkungsgrad von optimal 35%
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wirkungsgrad

    Es gibt kein weiter so! Entweder ändert sich die Industriegesellschaft( Mobilität/Globale Marktwirtschaft z.b. Tief-kühl Brötchen aus China ) , oder wir werden gezwungen.

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