Fujitsu Ladestation:
Kabellose Stromversorgung im Haus

Fujitsu hat eine Ladestation vorgestellt, die Handys kabellos mit Strom versorgt – und das über mehrere Meter Entfernung.

Fujitsu Ladestation - Kabellos ab 2012

Fujitsu Ladestation - Kabellos ab 2012

Kommt man nach Hause, loggt sich das Telefon mittlerweile eigenständig ins Netz ein. Und in Zukunft werden sich Handys auch ins eigene Stromnetz einloggen und sich automatisch aufladen. Strom, der kabellos im Haus übertragen wird, ist mit weiten Abstand das “next big thing”, das die Technologie revolutionieren wird. Verschiedene Firmen arbeiten an Konzepten, die in Zukunft Stromkabel überflüssig machen werden. Fujitsu hat nun eine Variante vorgestellt.

Ladematten, die mittels Induktion ein Handy oder das iPhone aufladen, gibt es schon heute. Dafür muss man dem Telefon meist auf der Rückseite ein Cover überziehen, und es dann auf die Ladestation legen. Praktischer ist es aber, wenn sich die Geräte unabhängig vom Standort ins eigene Stromnetz einloggen und das nicht nur das Telefon macht, sondern auch der Fernseher, der Kühlschrank oder der Computer.

Fujitsu setzt dabei auf magnetische Resonanz. Im Telefon und in der Sendestation befinden sich Spulen, die in der gleichen Frequenz zum Schwingen gebracht werden. Über diese Frequenz wird, vereinfacht gesagt, dann der Strom transportiert. Dass Schwingungen Energie transportieren können, kennt man beispielsweise von Erdbeben oder wenn man eine Box vor ein Glas stellt und es mittels des Lautsprechers zum Platzen bringt.

Fujitsu spricht davon, dass sie die Energie über mehrere Meter transportieren können, ohne dass ein großer Leistungsverlust auftritt. Die Technik ist auch nicht mehr im Anfangsstadium. Die Japaner wollen schon 2012 mit den ersten Geräten auf den Markt kommen. Die Zukunft ist also gar nicht so weit weg.

Doch bis man alle Stromabnehmer im Haus mit der Technologie ausstatten kann, wird es noch etwas dauern. 1200 Watt für einen Staubsauger zu “beamen” dürfte etwas schwieriger sein. Problematisch wird es auch, wenn immer mehr Geräte mit derartigen Spulen ausgestattet sind und permanent Strom ziehen. Das dürfte den kritischen Pro-Kopf-Verbrauch noch weiter erhöhen. Eine weitere Schwierigkeit dürfte sein, dass man mit der Resonanzvariante Strom klauen kann, da man kaum Millionen von Sendern auf unterschiedliche Frequenzen einstellen kann, die dann nur im eigenen Haus empfangbar sind. Eine Lösung wie bei WLAN Routern muss also auch noch entwickelt werden.

Trotzdem eine schöne Vorstellung, dass man die leidigen Stromkabel irgendwann endlich los ist.

Via Akihabaranews

 

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Ein Kommentar

  1. mich würde die leistung und die frequenz interessieren auf der “gefunkt” wird, das hört sich alles ziemlich nach microwelle an ;)
    die unterbindung der stromaufnahme kann man bestimmt nur im empfänger regeln, da der sender sonst allen empfängern den strom abstellt. keiner meinung nach eine sehr schlechte möglichkeit, da sich das am leichtesten manipulieren lässt.
    zukünftig wird wardriving wohl ausgedehnt o_O

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