Amazon Kindle 3:
Flacher, schneller, günstiger

Amazon hat die neue Version des E-Book-Readers Kindle vorgestellt, dessen Preis die Massen anziehen soll.

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Apple hat mit dem iPad die Spielregeln auf dem E-Reader-Markt verändert. Wer will schon einen reinen E-Reader, wenn man auf der anderen Seite einen richtigen kleinen Computer bekommen kann, der mehr kann als nur E-Books darzustellen? Doch der Kindle hat durchaus einige Vorteile auf seiner Seite. Das fängt bei der Akku-Leistung an und endet nicht bei der Lesbarkeit von digitaler Tinte. Jetzt hat Amazon ein weiteres Kaufargument hinzugefügt:

den Preis. Der Kindle 3 ist 21% schmaler und 15% leichter geworden. Es bleibt beim 6 Zoll E-Ink-Display, das aber 50% mehr Kontrast leistet. Auch der Speicher wurde erweitert, man bekommt jetzt 4 GB, was ungefähr 3500 Büchern entspricht. Einen SD-Karten-Slot wird man allerdings vergeblich suchen.

In Sachen Konnektivität gibt es WLAN und eine Variante mit Mobilfunk, den Amazon “Whispernet” nennt. Der Akku soll jetzt erstaunlicherweise einen ganzen Monat durchhalten, bevor er wieder an die Steckdose muss. Das klingt alles sehr nett, vor allem, wenn man den Preis sieht.

Will man den Kindle 3 nur mit WLAN haben, kostet er 139 Dollar, mit UMTS sind es 189 Dollar. Wer nur einen guten E-Reader sucht, findet hier also ein gutes Angebot. Ab dem 27. August soll der Kindle 3 in den USA ausgeliefert werden.

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16 Kommentare

  1. Martin
    schrieb am 29. Juli 2010 um 16:17 Uhr (#)

    Einen SD-Karten-Slot wird man allerdings vergeblich suchen.

    Wozu überhaupt?

    Schade finde ich, dass anscheinend weiterhin keine Hintergrundbeleuchtung verfügbar ist.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
      schrieb am 29. Juli 2010 um 17:50 Uhr (#)

      Von hinten möchte ich das E-Ink-Display nicht beleuchtet haben, das bringt nämlich nichts, Martin. Und von vorne kannst Du jedes 2-Franken-Leselämpchen dranklemmen, das Dir dann auch nicht den Kindle-Akku leersaugt.

    2. Martin
      schrieb am 29. Juli 2010 um 19:05 Uhr (#)

      Gibt es wirklich keine E-Book-Reader mit integrierter Beleuchtung?

      Aus dem Alter, in dem man per Taschenlampe im Bett liest, bin ich eigentlich heraus … ;)

  2. fex
    schrieb am 29. Juli 2010 um 20:23 Uhr (#)

    Nur so am Rande:
    Gibt es dafür eigentlich auch Bücher in Deutsch?

    1. Martin
      schrieb am 29. Juli 2010 um 20:25 Uhr (#)

      Ja, allerdings nur in beschränktem Umfang.

  3. Peter von Backlinks Kostenlos
    schrieb am 29. Juli 2010 um 20:27 Uhr (#)

    Das ist natürlich ein großes Manko. Trotz der Neuerungen bin ich vom Kindle nicht überzeugt. Selbst das iPad tut sich da noch schwer.

  4. Christian Leu
    schrieb am 30. Juli 2010 um 10:02 Uhr (#)

    Hmm, ich bin ja immer mehr an einem Kindle interessiert. Jetzt wo er noch kleiner ist, könnte ich damit meinen Lesestoff auf Reisen einfach dabeihaben. Schade gibt es nur ein kleines Angebot an deutschen Büchern. Anderseits habe ich noch x eBooks im PDF Format die ich mal lesen sollte.

    1. Martin
      schrieb am 30. Juli 2010 um 18:49 Uhr (#)

      Der Kinde ist ein tolles Produkt … mit der fehlenden Beleuchtung kann ich leben – als lästig empfinde ich primär, dass das Übertragen von Daten zusätzlich kostet und dass es eine Funktion im Stil von Instapaper nicht gibt.

  5. rotti58
    schrieb am 1. August 2010 um 22:30 Uhr (#)

    Bei dem Preis wird der Kindle wirklich interessant, aber was nützt das alles, wenn es so gut wie keine deutschsprachige Literatur gibt ?

    Wenn die nicht in ausreichendem Maß bereitgestellt wird, kann sich Amazon jede Anstrengung in D sparen, das Ding wird dann ein Riesenflop – ich denke ca. 80 % der potentiellen Kunden sind nicht bereit/oder in der Lage englische Bücher/Magazine zu lesen….

    1. rotti58
      schrieb am 10. August 2010 um 16:52 Uhr (#)

      Tja, da kommentiere ich mich mal selber ;-)
      Ich habe die Faxen jetzt dicke gehabt – und mir einen Sony Reader gekauft. Das wird Amazon US und Amazon D erst mal egal sein, da sich der Kindle in US hervorragend verkauft und D in eh nicht im Angebot hat, aber…..
      Bisher habe ich meine Bücher (und das waren nicht Wenige) über all die Jahre brav und nahzu ausschließlich über Amazon bezogen (privat wie beruflich), das dürfte sich jetzt drastisch ändern – da Amazon weiter “sein eigenes Süppchen kocht” kann ich mir keine Ebooks für meinen Sony über Amazon bestellen….

      Aber sehr wohl über Thalia,Libri, Hugendubel usw. usw – und damit bin ich als bislang treuer Bücherkunde für Amazon weitgehend (bis auf die wenigen gebunden Bildbände, die als ebook nicht sinnvoll sind) verloren – über diese “Folgeerscheinung” scheint man bei Amazon wohl noch nicht so recht nachgedacht zu haben ?

  6. mister
    schrieb am 10. August 2010 um 16:09 Uhr (#)

    Da muss man ja nichtmal ein schlechtes gewissen haben wenn man sich seine deutschen bücher bei iload oder boersebz ranholt. dort herscht ein ausreichendes angebot an deutscher literatur.
    die kommerziellen anbieter bekommen es mal wieder nicht auf die reihe. die deutsche buchpreisbindung tut ihr übriges.

    ein umdenken wird erst einsetzen, wenn sich millionen deutsche ihre bücher illegal aus dem internet besorgen, was sogar noch bequemer ist, als in den buchladen zu gehen.
    Sobald die umsätze einbrechen wird dann über das böse internet gewettert, anstatt selbst einen vernünftigen und bequemen weg zu schaffen, es dem kunden zu ermöglichen seine bücher zu legal kaufen.
    Das haben wir ja alles schon mit der Musik durch.

    Ich jedenfalls werde mir erst deutsche bücher kaufen, wenn es mindestens genauso bequem ist, wie sie kostenlos zu laden.

  7. Deepsync
    schrieb am 27. August 2010 um 14:03 Uhr (#)

    In wie weit kann man dieses Teil realistischerweise zum normalen Surfen brauchen ? Wie genau schränkt mich Wishpernet da ein ? Sonst ist ja die 3g nutzung anscheinend gratis

    1. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
      schrieb am 30. August 2010 um 08:26 Uhr (#)

      Die E-Ink-Technologie ist für statische Anzeigen ideal (Buchseiten), aber für dynamische Dinge und gar bewegte Inhalte denkbar ungeeignet. Du wirst mit dem Kindle durchaus mal was in der Wikipedia nachschlagen und vielleicht Deine Mails via Webinterface anschauen, aber bestimmt keine grösseren Webtouren unternehmen.

  8. hathead
    schrieb am 28. August 2010 um 00:47 Uhr (#)

    Versteh ich nicht. Jetzt haben wir schon ein iPad und da reden immernoch alle vom Kindle.

    1. Guoli
      schrieb am 29. August 2010 um 11:38 Uhr (#)

      Liest du am deinem PC Bücher? grössere Texte sind an einem solchen Bildschirm einfach nicht gut zu lesen und das gleiche gilt beim iPad…

  9. plerzelwupp
    schrieb am 14. September 2010 um 11:39 Uhr (#)

    Also ich hätte durchaus Interessa an einem Kindle, wäre da nicht das DRM und die fehlende Kompatibilität zum deutschen EPUB-Dateiformat.
    Zum Thema Ipad vs. Kindle: Zufälligerweise stach mir gerade ein Artikel bei golem in’s Auge, da ging es genau um das Thema. Amazon startet eine entsprechende Vergleichswerbung. Weil es ganz witzig ist und hier auch passt, poste ich den Link – man möge mir verzeihen (falls das nicht gewünscht ist)

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