Hitachi Life Microscope:
Das Leben unter der Lupe
Hitachi stellt an seinem 100.Geburtstag das Life Microscope vor, es zeichnet die Bewegungsdaten auf.
Unser hektisches, mobiles Leben bringt nicht nur viele Annehmlichkeiten mit sich, sondern auch gesundheitliche Risiken. Die allzeitige Erreichbarkeit läßt uns nicht mehr abschalten, selbst jetzt, in der Urlaubszeit sehe ich noch Personen am Strand, die das Handy unterm Kinn haben, den Geschäftslaptop in der Hand und offensichtlich hektisch irgendwelchen Arbeiten nachgehen. Dazu sitzen wir auch noch die meiste Zeit des Tages und bewegen uns nur spärlich. Hitachi hilft den behandelnden Ärzten jetzt, ein Bewegungsprofil des Patienten zu erstellen und so den Genesungsprozess oder die Bewegungskur zu unterstützen. Was für Strafgefangene im Hausarrest genutzt wird, soll hier also der Freiheit der von der Arbeit gefesselten dienen.Modisch weiss ist das Life Microscope, und wird wie eine Uhr am Handgelenk getragen; tatsächlich gibt es bereits Prototypen von normalen Armbanduhren, die diese Technologie integrieren. Diese Konzeptstudie zeichnet nun alle Bewegungen der Hand auf und speichert sie bis zur Verbindung mit dem PC.
Dort wird die Hitachi-eigene Software aktiv und wertet die Daten aus. Aber nicht etwa irgendwie: Die Algorithmen sollen in Kombination mit dem Sensor so ausgefeilt sein, dass mühelos unterschieden werden kann, wann der Träger gerade schlief, Schreibtisch-Tätigkeiten erledigte oder dem Zug hinterher rannte. Ein GPS-Sensor ist nicht an Bord, nur mit Hilfe des Accelerometers soll es möglich sein, die Aktivitäten aufzuzeichnen. Da es sich um einen Prototypen handelt, sind Daten wie Speicherkapazität oder Akkulaufzeit nicht festgelegt.
Da Konzept mutet etwas gespenstisch an und die Genauigkeit, mit der mein momentaner Status bestimmt wird dürfte auch nicht die beste sein. Was, wenn ich während der Arbeit am Schreibtisch einschlafe, während ich alle fünf Minuten die Fliege von meinem Kopf vertreibe? Da lobe ich mir doch den Urvater aller Thinkpads: Ein Notizblock mit Bleistift, der weiß hinterher auch, was ich getan habe und kann sogar noch einige Daten mehr speichern.
Via Akihabara News.



















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