hama iPhone-Stylus im Test:
Für den Finger gibt es keinen Ersatz

Vor einiger Zeit haben wir mehrere Stylus-Varianten von hama vorgestellt, jetzt haben wir sie ausprobiert. Ergebnis: die teuren eignen sich leider über haupt nicht, nur der billigste ist einigermaßen OK.


In diesen Tagen kann man sich das kaum vorstellen, doch es gibt Situationen, da möchte man selbst für die Bedienung des iPhone nicht die Handschuhe ausziehen. Für diese Zwecke gibt es vom Würstchen bis zur Gurke im Internet diverse Tipps, bei dem Lebensmittel als Ersatz für den blanken Zeigefinger zweckentfremdet werden. Doch besser geeignet sollen die drei “Stylus”-Modelle sein, die hama anbietet. Wir haben sie ausprobiert: ideal sind sie alle drei nicht, und nur einer, nämlich der billigste, erledigt einigermaßen seinen Job.

Der teuerste Stylus (Affiliate-Link) kommt mit Silbergehäuse und gefederter Gummispitze, die besonders ausgeklügelt wirkt und Schreibkomfort verspricht. Doch das kapazitive Display ignoriert sämtliche Berührungen, bis man so stark drückt, dass ein einer Bremsspur ähnlicher schwarzer Strich verbleibt. Bei höherer Gewalt hätte ich die Spitze glatt aus ihrer Halterung drücken können. Sechs, setzen.

Der kleine Stift Easy Plug & Go (Affiliate-Link) passt zur Not sogar ins Münzfach eines Portemonnaies, doch er lässt sich schlecht greifen. Und da auch bei ihm erheblicher Druck gefragt ist, bis die Hinterglasmalerei von iPhone & Co. überhaupt reagiert, schmerzen einem nach kurzer Zeit Daumen und Zeigefinger. Er empfiehlt sich nur als Notstift für niedrige Temperaturen. Das Gummi der Spitze ist auch so glatt, dass man manchmal “ausrutscht”.

Der einzige Stift, der sich als Ersatz nutzen ließ, ist der preiswerte Eingabestift (Affiliate-Link). Seine Spitze ist nicht aus Gummi, sondern aus einem stabilen Schwamm (wobei der nicht besonders haltbar erscheint – aber bei dem geringen Preis von zurzeit 3 Euro kann man sich ja gleich ein halbes Dutzend in die Schublade legen). Tipp: beherzt, aber nicht mit zu viel Druck benutzen, und bei Eingaben etwas tiefer ansetzen, dann “vertippt” man sich weniger.

Fazit: ein “Das isses”-Feeling bieten die Stifte nicht, der Easy Plug & Go ist in Platznot ansatzweise nutzbar, der preiswerte Eingabestift auch öfter. Doch längere Eingaben sollte man lieber in so warmer Umgebung ausführen, dass man die Handschuhe ausziehen kann. Denn: Für den richtigen Finger gibt es nach wie vor keinen Ersatz.

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2 Kommentare

  1. Sven
    schrieb am 27. Juli 2010 um 09:35 Uhr (#)

    Moin,

    sag mal Thomas hast du die Dinger mit Handschuh ausprobiert?

    Grüße
    Sven

  2. SCORPiON
    schrieb am 27. Juli 2010 um 13:36 Uhr (#)

    Es kann gut sein, dass die Stifte bei zu trockener Haut nicht wirklich funktionieren. So ist die leitende Eigenschaft durch den Widerstand “Stift” noch mehr gehemmt.

    Drückt man nun fester auf, steigt die Durchblutung in den Fingern, die Poren öffnen sich etwas mehr und somit ist dann ein Arbeiten möglich.

    Wie gesagt: Reine Theorie.

    mfg SCORPiON

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