3-TB-Festplatte:
Lausige 26’388’279’100’000 Bits
Seagate und andere werden dieses Jahr die 3 Terabyte Festplatte auf den Markt bringen. Darauf lassen sich einige Einsen und Nullen wegspeichern.
Wer heute abend in der Kneipe ein bisschen Mathematik unterrichten will, soll erst mal ein Kilo Bier bestellen. Das sind nämlich genau 1000 Gramm. Wer pro Jahr 1000 solcher Humpen bechert, bringt es auf ein Mega-Gramm und ein Leberproblem. Wird trotz dieser Sauferei jemand 1000 Jahre alt, schafft er ein Giga-Gramm-Bier und den Eintrag ins Guinessbuch als Uralter. Eine Horde von eintausend tausendjährigen Biertrinkern würde erst ein Tera-Gramm Bier vertilgen.
Wir nehmen die Meldung von der 3-Terabyte-Platte zum Anlass, ein bisschen im Internet-Archiv zu stöbern. Da fanden wir den Blog-Eintrag von Chris Mellor aus dem Jahre 2007. Da spöttelt er nämlich über die französische Webseite Joystiq, welche die 30-Terabyte-Festplatte ankündigte. Und natürlich kopierte die halbe Blogwelt die Falschmeldung rund um die Welt. (Glücklicherweise gibt es heute solche Falschkopierorgien nur noch in der Schweizer Gratispresse.) Das wirklich spannende am Blog aus dem Jahre 2007 ist, dass der Seagate-Sprecher David Szabados darin ankündigte, im Jahre 2010 würde es Festplatten mit Kapazitäten von 1,2 bis 3,0 Terabytes geben. Ferner würden diese noch immer auf dem bewährten Perpendicular Recording basieren und nicht auf dem damals hochgejubelten Heat Assisted Magnetic Recording (HAMR).
Szabados prophezeite also nicht nur die Kapazität erstaunlich präzise sonder erkannte auch, die die Probleme mit der laseraufgeheizten HAMR-Technik nicht ohne Weiteres zu lösen sind.
Von HAMR wird übrigens heute kaum mehr gesprochen, trendiger ist da schon die von IBM im Schweizerischen Rüschlikon entwickelte Technik Millipede, die allerdings auch erst im Konzeptstadium ist.
3-Terabyte-Platten werden übrigens dieses Jahr auch von zahlreichen anderen Anbietern erscheinen. Die ersten teuren Modelle sind allerdings nur für den Servereinsatz gedacht. Auch bei den 2,5-Zoll kleinen Netbook-Festplatten steigt die Kapazität. So liefert Western Digital als Erste ein 750-Gigabyte-Modell (so ungefähr 0,75 Terabyte) aus.
Zum Schluss wollen wir unseren Lesern übrigens noch den absolut hitverdächtigen Erklärungstrickfilm zu Perpendicular Recording auf der Hitachi-Homepage empfehlen.

















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So viel Speicher braucht der normale User doch gar nicht… Ich programmiere viel Hobbymäßig, und alle Projekte zusammen brauchen gerade mal knappe 700GB, meine 2TB HDD reicht also noch ein bisschen ;).
Interessant sind solche Festplatten IMHO nur für den Home-Serrver-Bereich.
Sicher, Lothar. Vor allerhand Jahren sagte auch ein genauso weiser Mann wie du: “640 kb reichen völlig aus”. Und? Ist es dabei geblieben?
tststs *kopfschüttel*
cu, w0lf.
Also dass soviel Speicher unnötig ist bezweifele ich auch.
Schon mal darüber nachgedacht dass HD-Video sehr viel Platz wegnimmt?
Schon mal darüber nachgedacht einer der Videobearbeitung macht (so einer wie ich) auch sehr viel Platz benötigt?
Schon mal darüber nachgedacht wenn man sehr viel Fotobearbeitung macht da auch etliche GB draufgehen?
Es gibt diesen grossen Speicherverbrauch also doch…
Da fällt mir gerade noch ein Beispiel ein:
Backups für ne Kleinfamilie :-D
Alles auf eine Platte, villeicht noch im Raid um sicher zu gehen.
So ganz unnütz also nicht ;-)
Wie es bei den 3,5 Zöllern aussehen mag sei dahin gestellt. Aber 2,5″ mit 500 GB sorgen jetzt schon für reihenweise Ausfälle. Ich werde mir erstmal solche oder noch größere nicht in mein Notebook einbauen. 320 GB reichen allemal (mag ja sein, dass andere Anwender mehr Speicherplatz brauchen) und sind wesentlich unanfälliger. Ich arbeite in Computer-Service.
Ich kann mich noch sehr gut erinnern wie vor 15-20 Jahren mir ein Bekannter eine 10 GB IBM Platte in die Hand gab und zusehends graue Haare bekam. Lass die bloss nicht fallen die kostet über 10.000,– DM.