Fassadendrucker:
Farbfeuer an die Wand

Der Fassadendrucker ist eine mobile Graffitti-Schleuder, der Häuserwände nach digitalen Vorlagen mit Farbkugeln beschießt.

Der Fassadendrucker ist eine Farb-Flak, die Hauswände großflächig mit Farbe beschießt. Die Bilder können bis zu 8 Meter hoch und bis zu 10 Meter breit sein. Wenn das nicht ausreicht, zum Beispiel bei langen Mauern, beschießt man einfach ein Teilstück mit Farbe und versetzt den Fassadendrucker dann um ein paar Meter.

So lassen sich sogar noch größere Flächen Punkt für Punkt bedrucken. Zwar noch etwas grobkörnig und rau, aber gerade das macht den Reiz der Bilder aus. Außerdem erreicht man mit dem Fassadendrucker auch Flächen, für die man bei herkömmlicher Technik extra ein Gerüst aufbauen müsste.

5 Kugeln pro Sekunde schafft der Fassadendrucker im Moment. Das Gerät besteht aus einem PC mit einem selbstentwickelten Druckprogramm, der ein umgebautes Paintball-System steuert. Die Farbkugeln werden per Drucklust Druckluft mit mehr als 200 km/h an die Wand geschleudert und zerplatzen dort zu Farbpunkten mit 5 – 10 cm Durchmesser. Die leeren Hüllen fallen zu Boden und können weggefegt werden.

Sie zersetzen sich aber auch rückstandsfrei bei Regen. Es lassen sich Farben wählen, die nach wenigen Stunden ausblassen, zum Beispiel für kurze Events, oder aber Farben, die mehrere Monate halten.

Entwickelt wurde der Fassadendrucker von der Firma Sonice Development GmbH. Sie besteht momentan aus 2 Produkt-Designern und einem Ingenieur, die sich das Erfinden, Entwickeln und Anwenden von technisch-moralischen Avantgard-Projekten zum Ziel gesetzt haben.

Hier sieht man den Fassadendrucker in der Anwendung.

Mehr Infos zum Fassadendrucker auf der Seite der Entwickler. Und ein paar weitere Fassadendrucker-Videos kann man auch noch ansehen.

via Spreeblick

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5 Kommentare

  1. TheZulfi
    schrieb am 31. März 2010 um 09:11 Uhr (#)

    Die Farbkugeln werden per Drucklust mit mehr als 200 km/h an die Wand geschleudert..

    Interessant ;-)

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 31. März 2010 um 09:49 Uhr (#)

      Tja, klassische Freud’sche Fehlleistung. Ich hätte schon Lust, das mal auszuprobieren ;-) Danke fürs genaue Lesen.

  2. paintrocker
    schrieb am 31. März 2010 um 09:53 Uhr (#)

    Ich spiele seit Jahren Paintball. Bis sich die Paintball”hüllen” rückstandsfrei bei Regen zersetzen, vergeht so einige Zeit ;o)
    Zudem hinterlassen die meisten Paints leider doch erhebliche Rückstände (gerade auf Betonwänden), welche auch noch nach Jahren zu sehen sind. … als kleine Warnung an die Immobilienbesitzer unter den Lesern ;o)

  3. Doc
    schrieb am 31. März 2010 um 11:28 Uhr (#)

    Hier ist noch ein kleiner Tippfehler aufgetaucht ;-)

    aber gerade das macht den Reiz der Bilder aus.

    Schönen Tag gewünscht :-D

  4. DeDu
    schrieb am 7. April 2010 um 13:27 Uhr (#)

    Hahaa, unnötig, aber lustig!

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