Microsoft Courier:
Microsofts Falt-Tablet wird offiziell

Don Dahlmann, 8. März 2010 05:12 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Microsoft “überrascht” mit neuen Bildern seines längst angekündigten Tablets, das offenbar auf Basis des Zune/Windows Phone 7 Systems läuft.


Dass Apple mit seiner Ankündigung, mit dem iPad ein Tablet auf den Markt zu bringen, eine Welle auslösen würde, war schon im Herbst klar. Seit dieser Zeit kursiert auch das Gerücht, Microsoft würde an einem eigenen E-Reader auf den Markt bringen. Der Software-Gigant ist in Sachen Hardware in letzter Zeit sowieso erstaunlich aktiv, und mit Windows Phone 7 hat man auch ein neues System, das die Zukunft darstellen soll. Die neusten Informationen hat jetzt Engadget - und wie schon beim ersten Mal scheint das Bild- und Videomaterial direkt von Microsoft von einer “”vertrauenswürdigen Quelle zu stammen. Mann, wir sind nicht als einzige eifersüchtig.

Konsequenterweise setzt der Microsoft Courier auf diesem System auf.

Dabei ist erstaunlich, wie klein Courier ist. Gerade mal 7 Zoll ist das Gerät groß, was deutlich kleiner als das iPad ist. Großes Plus ist aber, dass man zwei Bildschirme bekommt, weil das Courier aufklappbar ist. Das ist macht das Tablet enorm kompakt und nicht ganz so sperrig wie das knapp 11 Zoll große iPad.

Was genau das Gerät alles kann, ist bisher nicht klar. Multitouch wird man wohl nicht finden, dafür soll es eine Handschrifterkennung geben. So wie es aussieht, ist es in erster Linie ein E-Reader, mit Journal-Funktionen für Notizen und dergleichen; die Tablet-Funktionen sind ein kleines Plus. Gemäss den Screenshots wird Microsofts Courier über WLAN und UMTS verfügen. Eine kleine Kamera und einen Kopfhöreranschluss gibt es auch.

Wann genau das Courier auf den Markt kommt ist noch nicht klar; sofern es nicht bei der Vaporware bleibt, sol das Tablet noch 2010 erscheinen.

Via Engadget.

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12 Kommentare

  1. Mario
    schrieb am 8. März 2010 um 09:13 Uhr (#)

    Mal ehrlich, was bitte sollen diese zwei Bildschirme für Vorteile bringen? Mir fallen da keine ein. Dagegen gibt es einige Nachteile:

    - Browsen mit Balken oder nur auf 7″
    - Video mit Balken oder nur auf 7″
    - anfällige Mechanik
    - nur mit speziell angepasster Software sinnvoll nutzbar

    Da gebe ich einem konventionellen iPad deutlich mehr Chancen auf dem Markt.

    1. hans p.
      schrieb am 8. März 2010 um 10:40 Uhr (#)

      Sinn: Perfektes Multitasking!
      Ist es nicht perfekt zum Beispiel auf der linken Seite wikipedia anzuzeigen, während man auf der rechte Seite ein Word-Dokument verfasst?
      Mit dem iPad kann man noch nicht einmal 2 Sachen gleichzeitig machen, im Sinne von praktischem Nutzen und nicht Spielerei ist der Courier also krass im Vorteil.
      Eine andere interessante Sache ist für mich auch der resistive Touchscreen, mit dem Microsoft neue alte Wege geht: Es geht nämlich viel besser und schneller, Gedanken per Stift zu formulieren bzw. zu skizzieren als mit einer umständlichen OnScreen-Tastatur.
      hoffe, deine Einwände damit widerlegt zu haben.
      Gruß!

    2. Mario
      schrieb am 8. März 2010 um 11:38 Uhr (#)

      Ob das Multitasking perfekt ist, muss sich erst noch zeigen. Ob Wikipedia auf dem einen kleinen Screen und Word auf dem anderen kleinen Screen vernünftiges Arbeiten zulässt, muss sich auch erst noch zeigen aber das ist zumindest ein Argument, das ich gelten lasse.

      Dem resistive Touchscreen kann ich dagegen nicht wirklich was abgewinnen. Handschrifterkennung konnte ich noch nie leiden und die OnScreen-Tastatur auf dem iPad lässt sich vermutlich ganz ordentlich und schnell bedienen. Wer viel schreiben muss, kommt sowieso um eine richtige Tastatur nicht herum und die wird es ja inkl. Halterung für das iPad geben.

      Na ja, sollte der Courier wirklich mal erscheinen (ich glaub noch nicht daran), wird sich zeigen, welches Konzept besser ist und bei den Kunden ankommen.

    3. Ich
      schrieb am 24. April 2010 um 01:11 Uhr (#)

      Also du hast das Prinzip vom Courier nicht verstanden. Das Courier wird nicht dazu da sein um Videos zu schaun sondern um unterwegs bequem zu arbeiten. Es wird zwar keine Tastatur haben wie ein Laptop, allerdings erleichtert das arbeiten auf 2 Bildschirmen alles enorm. Ich selbst habe auch auf meinem Desktop PC zwei Monitore und kann es nur jedem empfehlen, da man sich das ständige umschalten zwischen den Programmen erspart. Leute mit einem Smartphone beschweren sich weiterhin auch nicht über das schaun von videos auf einem zu kleinem Bildschirm, da es lediglich eine nette zusatzfunktion ist, welche aber für diese Geräte nicht essentiell sind.

    4. Mario
      schrieb am 24. April 2010 um 07:50 Uhr (#)

      Mir fallen zwar spontan keine Programme ein, mit denen ich auf 7″ bequem arbeiten könnte aber lassen wir uns überraschen, was Microsoft da noch zaubern will. Wichtig wäre es, dass der Courier überhaupt erst mal erscheint, woran ich noch meine Zweifel habe.

  2. Zyb
    schrieb am 8. März 2010 um 12:55 Uhr (#)

    Endgadget hat auf der verlinkten Seite noch zwei Videos nachgereicht, die das Gerät präsentieren. Lohnt sich, anzuschauen.

    Ich glaube nicht, dass sich iPad und Courier gut vergleichen lassen: Das iPad ist ein Wohnzimmer-Gadget für die Couch, das Courier ist ein Organizer plus kreativ-Notizbuch zum Mitnehmen.

    Keins von beidem ist für ‘ernsthaftes Arbeiten’ im Sinne von Schreiben, Bildbearbeitung, aufwendiger Recherche geeignet, ob mit oder ohne zusätzliche Tastatur — das ist ja auch nicht Ziel der Geräte.

    Für meine persönlichen Zwecke wäre das Courier als ‘infinite Journal’, Scrapbook, Skizzenbüchlein und Notizen-Verwaltung extrem interessant. Wenn die Software zur Verwaltung und Bearbeitung tatsächlich so funktioniert, wie in den Videos wäre das einfach toll.

    Der in den Videos betonte Kommunikationsaspekt (Projekt-Management, Schnipselaustausch) geht wiederum an meinen Bedürfnissen vorbei, ebenso will ich keine Videos auf dem Ding schauen.

    Ich würde es kaufen, wenn es normales WLAN unterstützt und auch über USB einen Datenaustausch mit dem Arbeits-PC ermöglicht.

    Hoffentlich wird was draus!

  3. Ben
    schrieb am 8. März 2010 um 17:01 Uhr (#)

    Die in den Videos verwendeten Gesten deuten auf Multitouch hin.

    Also nicht nur der Stift ist zum Bedienen da.

    WLAN scheint ebenfalls mit von der Partie zu sein, ansonsten macht das im Video gezeigte Browsen keinen Sinn. (;

    Hoffentlich ist UMTS auch dabei, sonst macht das Gerät in meinen Augen kein Sinn.

  4. cocoKim
    schrieb am 9. März 2010 um 20:07 Uhr (#)

    Ich hoffe ja wirklich auf einen Mitbewerber zum iPad oder auch iPhone, aber die Videos und Aussagen lassen nicht auf einen Release in diesem Jahr hoffen. Bis die Mitbewerber Ihre Hardware und vor allem Software am Start haben hat Apple doch längst einen Rollout der nächsten Gen. im Auge.
    Ich denke MS wird im Mobilen und damit Zukunftsmarkt so schnell kein Bein auf den Boden bekommen. Nicht unbedingt weil MS beliebige Hardware schraubt sondern weil Ihnen google mit kostenloser, werbefinanzierter Software den Markt streitig macht. Ich warte ja weiter auf ChromeOffice. Dann können wir MS spätestens das Klo runter spühlen.

  5. Jürgen
    schrieb am 10. März 2010 um 13:57 Uhr (#)

    Das Teil finde ich wesentlich praktischer als das iPad. Die beiden Displayhälften sind beim Transport bestens geschützt und vor allem viel kompakter als die iPad Variante. Also für berufliche Anwender ein klarer Vorteil.
    Für Zuhause ist das iPad mit dem großen Display besser.

  6. Fireball
    schrieb am 17. März 2010 um 23:35 Uhr (#)

    Ich finde das Teil ebenfalls sehr interessant, vor allem für Businessanwendungen, denn da sind die beiden Bildschirme ein klarer Vorteil.

    Wir werden es sehen :-)

  7. Barbara
    schrieb am 10. April 2010 um 00:06 Uhr (#)

    Nach den ganzen ebook-Reader-Zwergen wäre der Courier (wenn er denn auch eine stromsparende Text-Darstellung hätte) ein großer Wurf. WÄRE, denn der Vorteil des Doppel-Displays wird leider durch die dicken Ränder in der Mitte nicht voll ausgenutzt. Würden sich beide Displays in der Mitte annähernd berühren, wäre z.B. eine Bilddarstellung im Illustrierten-Format möglich (und augenschonender Zeitungslektüre stünde nichts mehr im Wege). So aber sind die zwei Teil-Displays leider keine doppelte, sondern nur eine halbe Sache.

  8. Tja
    schrieb am 30. April 2010 um 02:47 Uhr (#)

    http://gizmodo.com/552744…urier-tablet-project

    tja schade …

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