Jordi Canudas Less Lamp:
Gestalten durch Zerstörung+6

Less Lamp ist eine eiförmige Lampe, die kein Licht gibt – bis man sie mit einem Hammer bearbeitet und individuell gestaltet.

Frisch aus der Verpackung ist die Less Lamp nicht als Lampe zu benutzen. Erst, wenn man einige Male auf sie eingeschlagen hat, beginnt sie, Licht abzugeben und ihre Bestimmung zu erfüllen.

Bei einem Preis von 875 $ für Less Lamp kostet dieser Akt der Gestaltung einiges an Überwindung. Aber dafür ist jede Less Lamp dann auch ein echtes Einzelstück, wie man es sich individueller nicht vorstellen kann.

Less Lamp
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Hat man erst einmal angefangen, kann man nicht mehr zurück. Less Lamp basiert auf einem radikalen Design-Konzept des Spaniers Jordi Canudas und wurde in die ständige Ausstellung des Museums of Modern Art aufgenommen. Keine in Betrieb genommene Less Lamp ähnelt einer anderen, denn man gestaltet den unversehrten, aber nutzlosen Rohling mit einer kleinen Spitzhacke. Und jeder Schlag ändert das Design, macht die Less Lamp individueller und ändert die Lichtgestaltung.

Zu forsch sollte man also nicht zu Werke gehen. Stattdessen empfiehlt es sich, vorher genau zu überlegen, wie die fertige Less Lamp aussehen und welches Licht sie ausstrahlen sollte. Ist man sich seiner Sache sicher, greift man zur kleinen Spitzhacke und beginnt die Gestaltungsarbeit.

Der Film zeigt, wie eine Less Lamp individualisiert wird:

Less Lamp gibt’s online für schlappe 875 $.

via Tech Chee

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8 Kommentare

  1. SCORPiON
    schrieb am 20. Februar 2010 um 18:07 Uhr (#)

    Also um 875$ (~644€) weiß ich echt besser Dinge zu kaufen. Zumal ein falscher Schlag wirklich teuer wird, sofern man mit diesem den Rohling komplett zerbersten lassen würde.

    Was würde dagegen sprechen, wenn man sich aus dem Baumarkt für wenig Geld einen Tontopf holt und diesen mit den nötigen Utensilien zur Lampe umfunktioniert? Da wären wir mit max. 15€ inkl. Fassung, Birne und Kabel live dabei. Den kann man auch nach Lust und Laune lackieren und zerdeppern, bis die Schwarte kracht. Gut, dieser wird bei individuellen Mustern – wie im Bild gesehen – wahrscheinlich zerstört werden. Aber zumindest bekommt man den “Ich habe ein zerstörtes Licht”-Look hin. Ohne Probleme.

    Und um 644€ beleuchte ich damit ein komplettes Einfamilienhaus und kann selbst dann noch das übergebliebene Geld für sinnvolle Sachen ausgeben.

    Von meiner Seite her bekommt dieses moderne Utensil die Note 6. Preis/Leistung komplett unter allem Niveau.

    mfg SCORPiON

  2. wakila
    schrieb am 20. Februar 2010 um 23:00 Uhr (#)

    Aber cool find ichs schon… Für ein Zehntel des Preises würd ich es mir glatt überlegen;-)

    Herausgebracht wurde das Ding sicher von einem Elektrizitätswerk! Keiner will sie die Lampe zerdeppern und vergißt das Licht wieder auszuschalten… und jahrelang brennt die Lampe und keiner merkts;-)

  3. SCORPiON
    schrieb am 21. Februar 2010 um 06:25 Uhr (#)

    Sofern das Teil wirklich eine Lampe hat, welche jahrelang brennt… dann würde ich mir einen Kauf überlegen ;).

    Scherz beiseite: Ich habe das Thema ausgedruckt und in meinem Bekanntenkreis durchgereicht. Ich muss sagen, dass mir 50% den Vogel gedeutet haben und der Rest sich halb totgelacht hat.

    mfg SCORPiON

  4. Der Wobbler
    schrieb am 21. Februar 2010 um 09:04 Uhr (#)

    Hey, also man schaltet das Licht ein, indem man die Lampe kleinhackt, und wieder aus, indem man die Birne kleinhackt. Und dann kommt das ganze Teil in den Müll?

  5. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
    schrieb am 21. Februar 2010 um 09:15 Uhr (#)

    Wenn ich mir mal die Nase am Schaufenster eines Designerlampenladens platt drücke, staune ich auch immer über das Verhältnis Materialkosten/Preis. Die Idee ist es eben, die zählt.

    Und da die Less Lamp auch noch aus dem Online Store des berühmten Museum of Modern Art stammt, kann man den Akt der sinnvollen Zerstörung prima als private Kunst-Aktion ausgeben, während man mit Geschäftsfreunden den Kaviar aufs Baguette streicht.

    So ein bisschen Individualität lässt man sich schon mal was kosten. ;)

  6. wakila
    schrieb am 21. Februar 2010 um 12:02 Uhr (#)

    stimmt, mal sehn ob nicht mal irgendwann ein Plagiat rauskommt;-) momentan würd ich mir niccht “light” reinhämmern sondern “ich bin jetzt pleite” ;-)

  7. Marc
    schrieb am 22. Februar 2010 um 11:23 Uhr (#)

    Die Kunst ist in dem Fall die Kunst sowas dreistes zu vermarkten. Man muss es nur teuer genug was halbfertiges verkaufen und einige Hedonisten werden nicht widerstehen können. Ich denke da immer an diese “I’m rich”-I-Phone-App. Konnte nichts außer anzuzeigen, dass man dafür 999 Dollar (?) ausgegeben hatte.

  8. Gifts to India
    schrieb am 21. Dezember 2010 um 09:32 Uhr (#)

    I loved the designs of Lamp.

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