Microsoft XP:
Patch legt Rechner lahm

Ein in dieser Woche veröffentlichter Patch für XP kann unter Umständen den gesamten Rechner lahm legen.

Der Empfehlung, dass man die automatischen Updates bei Windows einschaltet, würde ich mich normalerweise anschließen. Ein sicheres System ist vor allem ein System, das auf dem neuesten Stand ist. Doch im Moment gibt es wohl ein Problem mit einem Patch. Im Netz beschweren sich etliche XP-User, dass ihr Rechner nach dem Update nicht mehr hochfährt. Und die Lösung für das Problem ist nicht so leicht.

Zwar hat Microsoft den betroffenen Patch mittlerweile aus der Updateliste entfernt, aber nicht alle Kunden ziehen ihre Updates direkt über Microsoft. Es gibt diverse Sites, die die Updates ebenfalls anbieten.

Es geht um den Patch MS10-015, der ein 17 Jahre (!) altes Kernel-Problem beseitigen sollte. Spielt man die Datei ein, kann es passieren, dass der Rechner nicht mehr hochfährt, oder es Bluescreens hagelt. Den Patch wieder aus dem System zu operieren ist nicht ganz leicht.

Einige User hatten Erfolg, in dem sie beim Hochfahren F8 drückten und XP im abgesicherten Modus zum Laufen brachten. Dann konnte man über die Systemwiederherstellung den Rechner wieder flicken. Andere User kamen nicht mal mit diesem Trick weiter. Im Moment kursiert folgende Anleitung, die wir aber nicht überprüft haben. Ein Einsatz erfolgt auf eigene Gefahr.

  1. XP von CD booten (Recovery CD geht auch)
  2. Recovery Konsole auswählen und einblenden
  3. Ins Basis Windowsverzeichnis wechseln, meist ist das C:\
  4. Folgendes eingeben: CD $NtUninstallKB977165$\spuninst
  5. Nach Aufforderung BATCH spuninst.txt eingeben und Enter drücken
  6. Danach systemroot eingeben und neustarten

Das sollte das fehlerhafte Update deinstallieren und den Rechner wieder in Gang bringen. Die Seite Neowin sammelt weiter Lösungen und Reaktionen.

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10 Kommentare

  1. Nicole B.
    schrieb am 13. Februar 2010 um 15:06 Uhr (#)

    Hatte die Tage auch das Problem.
    Meine Tochter hat Vista auf ihrem Laptop und nach einem Update von Windows ging gar nix mehr. Bin dann zum Computerspezialisten und habe 55,00 Euro dafür bezahlt, dass das Ding wieder hochfährt bzw. läuft. Mittlerweile bin ich total genervt, da wir jetzt schon zum 2.Mal den Laptop in der Werkstatt hatten da z.B auch Antivir nicht mehr funktionierte. Da führt man alle Updates und Systemprüfungen durch und zum Dank geht gar nichts mehr.

    1. wowow
      schrieb am 13. Februar 2010 um 17:48 Uhr (#)

      Hi Nicole:
      mach es einfach wie viele erfahrene Nutzer:
      egal um was für ein Update (von Virenscannern abgesehen) es sich handelt:
      warte nach der Auslieferung erstmal ein paar Tage ab.
      Wenn man dann im Netz nichts über Probleme liesst lad es runter.

  2. keks
    schrieb am 13. Februar 2010 um 20:33 Uhr (#)

    nehmt LINUX und vergesst Windows !!!!!!!!!!!

    1. IFD
      schrieb am 14. Februar 2010 um 02:07 Uhr (#)

      nehmt gemüse und vergesst fleisch!
      vorlieben sollten nicht als falscher Grund getarnt werden ;)
      Ich mag Linux, aber die meisten Linux user kommen im leben niemals um Windows rum, windows user jedoch um so häufiger ;)
      Ich find Linux ne gute Sache an sich, nur würde ich nicht sagen das es das Master-Betriebssystem ist.

  3. SCORPiON
    schrieb am 13. Februar 2010 um 21:27 Uhr (#)

    @keks: Benutzer wie du machen mich einfach nur krank. Es gab auch schon Kernelupdates, welche Debian komplett zerschossen. Von daher solltest du deine Aussagen überdenken.

    Ebenso kann man nicht für jedes Problem LINUX als Antwort heraufbeschwören. Wäre wie wenn man sagen würde: “Du hast ein Problem mit Bentley? Steig auf Opel um!”.

    mfg SCORPiON (der bei Benutzern wie keks nur den Kopf schütteln kann)

    1. wowow
      schrieb am 13. Februar 2010 um 22:35 Uhr (#)

      Applaus!

  4. Julia
    schrieb am 14. Februar 2010 um 00:28 Uhr (#)

    APPLAUS auch von meiner Seite!

    Bei mir hat sich nach Installation des Patches zwar bisher nichts negatives getan, habe den Patch aber sicherheitshalber vorsorglich deinstalliert. Die Deinstallation ist übrigens (noch funktionsfähiges System vorausgesetzt) kinderleicht:

    Klicken auf ‘Start’
    > Einstellungen > Systemsteuerung
    > Software
    > ‘Updates anzeigen’ auswählen
    > Zu ‘Windows XP – Softwareupdates’ scrollen und den Patch KB977165 deinstallieren

    Fertig :-).

  5. SCORPiON
    schrieb am 14. Februar 2010 um 09:13 Uhr (#)

    Was man noch machen kann: Updates per virtueller Maschine (VMWare, VirtualBox, etc.) inkl. aufgesetztem Betriebssystem testen. Das aber würde ich für überzogen halten, da man es wirklich an einer Hand abzählen kann, welche (Major-) Updates/Fixes von Microsoft zu Problemen führen.

    Gut, ich lasse nun die Einschränkung der maximal möglichen halboffenen Verbindungen per SP2 (hier müsstest ihr mich korrigieren falls notwendig) für XP außer Acht. Mich hat es zwar genervt und habe es damals öfters nachpatchen müssen – jedoch ging man hier von einer positiven Eigenschaft (Verminderung von einer möglichen Verreitung von Würmern) aus.

    Aber sonst? Auf Anhieb würde mir nichts einfallen, weswegen ich keine Updates von MS einspielen sollte.

    Ich bin übrigens schon auf das 1. SP von Windows 7 gespannt. Ja, ich bin umgestiegen auf die 64-Bit Variante und habe sogar Vista komplett übersprungen. Ich wollte auch nie auf 7 umsteigen, jedoch hatte ich die RC-Version schon länger in der VM und XP machte nach 2 Jahren tadellosem Dienst nicht mehr. Nachdem ich also sowieso neu aufsetzen musste, wagte ich den Schritt zu Windows 7.

    Ich habe viel abgespeckt (kein Aero – auch wenn die Leistung meines PC vollkommen ausreichen würde), das Startmenü per Opensource namens “Classic Shell”, Schriftarten wieder durch meine geliebte Tahoma ersetzt und auch noch andere – für mich wichtige – Dinge umgestellt.

    Nach einer Woche im “Arbeitsbetrieb” kann ich (leider) sagen, dass die Zeit mit XP sehr schön war; ich diese niemals vermissen will aber ich bei 7 bleiben werde. Ja es gibt noch verbesserungswürdige Punkte, aber über manche kann man wegsehen. Sofern es der Notwendigkeit entspricht, kann XP noch immer als 2. Betriebssystem nebst 7 laufen, um auch die letzten Kompatibilitätsfragen aus der Welt zu schaffen.

    So, hier breche ich nun ab. Ich merke, dass ich wieder vollkommen fernab vom Thema schreibe und Euch nicht mit meinen persönlichen Erfahrungen nerven will.

    So long,

    mfg
    SCORPiON

  6. keks
    schrieb am 14. Februar 2010 um 20:00 Uhr (#)

    @ SCORPiON

    du hast recht. aber ich nhabe nch nie ein windows system gehabt und lese nur darüber wie %$%$ es ist.
    #deshalb meine aussage.
    mfg

  7. SCORPiON
    schrieb am 14. Februar 2010 um 23:36 Uhr (#)

    Nunja, dann sollte man sich vorrangig selbst davon überzeugen, ob es auch so ist. Ich selbst benutze Ubuntu-Server für meine Webprojekte und kann sagen: Was ich von der Konsole her kenne, gibt es nichts besseres als Server-OS. Nun mag man sich über die Distris streiten – es geht dennoch um den Aspekt, dass ich hier niemals Windows einsetzen würde.

    Einfach aus dem Grund, weil Windows vorrangig NICHT dafür geschaffen ist – wenngleich es Microsoft immer wieder anprangert, extra Versionen dafür zu haben.

    Was ich damit sagen will: Ich wurde mit DOS (nicht MS-DOS) groß und lebte mich ab Windows 3.11 in die Materie ein. Damals wusste ich als halbgarer Erwachsener noch nichts von anderen Systemen – außer Mac. Mit späteren Erfahrungsjahren jedoch kam Gentoo und Debian, Redhat, Suse und zum Schluss auch Ubuntu inkl. aller Abwandlungen. Natürlich gibt es noch andere, welche ich vergessen habe.

    Erste Erfahrungen mit Linux machte ich per Knoppix, da ich zuerst die mir fremde Materie einsehen und lernen wollte. Ich kam aber zum Schluss, dass Linux kein System für mich persönlich ist. Zumindest nicht als Anwendung für den heimischen PC. Ich komme damit nicht wirklich gut zurecht. Sei es wegen fehlender Kompatibilität (auch Wine schafft nicht alles), als auch der fehlenden Kompetenz hierzu.

    Es halfen auch Fachbücher und Schulungen nichts. Alles was ich noch kann, beruht sich auf die Administration meiner Server mittels Shell. Gut, einen Kernel selbst zu backen ist auch kein Thema.

    Was ich damit sagen will: Ich konnte Erfahrung auf dem Gebiet sammeln. Es gibt 2 Systeme, welche ich nicht kann: Solaris und OSX, mit welchen ich bisher nie zu schaffen hatte. Ich weiß mein Windows abzusichern was viele Benutzer leider nicht können. Das ist auch nicht wirklich verwerflich, da die meisten eben mit Windows ebenso dasitzen, wie ich damals mit Linux ohne fundierte Kenntnisse.

    Es gibt viele Benutzer die auf Linux als Desktopanwendung einsetzen und mich immer wieder erstaunen, was man damit leisten kann und eben mit Windows nicht. Das macht eben Opensource und Erfahrung inkl. der Liebe zur Materie. Ich will bei Gott Linux nicht schlecht machen, jedoch kann man es einfach nicht zum einfachen Ersatz von Windows pauschalieren.
    Viele Anwender würden sich anfangs damit mehr Probleme erschaffen als es ihnen lieb ist.

    mfg SCORPiON

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