RCA Airnergy:
Strom aus WLAN

RCA Airnergy holt sich den Strom aus dem Äther, also dem WLAN-Netz. Und nein, es ist Januar, nicht erster April.

Update: Leider entpuppt sich das Gerät als Marketinggag, denn rein rechnerisch ist die erforderliche Leistung nie zu erreichen. Näheres am Ende des Textes.

Wir erinnern uns an das angekündigte Nokia-Handy, welches sich die umgebenden elektromagnetischen Wellen zu nutze machen will. Wer’s verpasst hat, kann sich die Story bei Netzwelt nochmals ansehen.

Auf die Kürze erzählt: Der Handyriese hat in seinen Forschungslabors eine Möglichkeit entdeckt, aus der EM-Strahlung Strom zu gewinnen. Eine nutzbare Umsetzung sollkaber erst in drei bis vier Jahren vorliegen.

RCA hat mit seinem Airnergy demnach die Nase vorn:

Auch Airnergy verwandelt elektromagnetische Strahlung zurück in Strom, beschränkt sich aber anders als Nokias Idee auf den Elektrosmog von WLANs.

Laut OhGizmo ist es jetzt schon möglich, in 90 Minuten einen 30% leeren Blackberry-Akku wieder aufzuladen – wenn das nichts ist! Natürlich ist eine ausreichende WLAN-Versorgung (sprich sehr viel E-Smog) Voraussetzung, doch dann (also in Städten wie San Francisco) sind vollkommen neue Einsatzszenarien denkbar. In den Hotels zum Beispiel kann man sich dank LTE das teure WLAN-Abo sparen und sich daraus nur die Energie holen. Bei Betrieben mit WLAN-Netzen wird das Handy gleich mitgeladen – ohne dass man eine Abmahnung dafür bekommt.

RCA möchte bereits im Sommer 2010 auf den Markt kommen und nur 40 Dollar für sein Airnergy verlangen. Das ist aber nicht alles: Handy-Akkus mit dieser Technologie sind bereits in der Mache und sollen nur kurz später verfügbar sein. Das iPhone ist leider ausgeschlossen, weil man den Akku da nicht tauschen kann. Dafür hat es jetzt eine Volltastatur.

Via OhGizmo.

Update: Peinlich, peinlich auch ich habe mich  blenden lassen – das RCA Airnergy kann leider nicht genug Leistung auffangen um einen Hochleistungshandyakku aufzuladen. Zu dem Produkt hat sich auch heise geäußert.

Vorstellen kann man sich das wie Wellen auf einer Wasseroberfläche. Wirft man einen Stein ins Wasser, bilden sich Kreise um das Einschlagsloch. Diese Kreise werden immer größer um so weiter sie sich entfernen. Ist nun ein Hindernis im Wasser, kriegt es die Wucht der Welle voll ab, die Energie der Welle. Das Airnergy nimmt um so mehr Energie auf, je größer die Antenne ist. Da der Kreis aber immer größer wird, verteilt sich auch die abgestrahlte Energie auf ein immer größer wedendes Areal. Überträgt man das Beispiel von rein horizontalen Wellen auf eine Kugel, wie es bei ungerichteten WLAN-Antennen vorkommt, verringert sich der Anteil noch weiter.

Mehr lesen

Poldera Power Bank: Halb Reserveakku, halb Taschenlampe

26.1.2012, 6 KommentarePoldera Power Bank:
Halb Reserveakku, halb Taschenlampe

Das junge kalifornische Unternehmen Poldera bietet bisher noch eine recht überschauliche Produktpalette. Power Bank ist erst das dritte Produkt. Dafür punktet Power Bank aber auch gleich mit zwei Funktionen.

Apple iPod Nano 1G: Probleme mit fehlerhaften Akkus

24.1.2012, 4 KommentareApple iPod Nano 1G:
Probleme mit fehlerhaften Akkus

Bei den der ersten Generation des iPod nano (von 2005/2006) kann sich der eingebaute Akku in einigen Fällen überhitzen, Apple tauscht diese deswegen aus.

Duracell mobiles USB-Ladegeräte im Test (2/2): Genug Energie für zwei

2.11.2011, 2 KommentareDuracell mobiles USB-Ladegeräte im Test (2/2):
Genug Energie für zwei

Im zweiten Teil unseres Tests berichten wir über ein mobiles Ladegerät von Duracell, das mit 1800 mAh genug Energie hat, um ein stromhungriges Tablet wie ein iPad oder zwei anspruchslosere Gadgets gleichzeitig zu laden.

Armour Home Q2 Tip\'n\'Tilt Internet-Radio: Würfel Deinen Sender

3.2.2010, 3 KommentareArmour Home Q2 Tip'n'Tilt Internet-Radio:
Würfel Deinen Sender

Q2 Tip’n’Tilt ist ein Internet-Radio ohne Knöpfe und Regler, das durch kippen gesteuert wird.

Scosche iPhone flipsync: Klein und immer dabei

14.1.2010, 1 KommentareScosche iPhone flipsync:
Klein und immer dabei

Scosche liefert mit dem flipsync keine riesen Erfindung, dafür aber einen winzigen USB-Adapter fürs iPhone.

Victorinox Presentation Master: Schweizer Taschenmesser  mit 32 GB Fingerscanner-USB-Stick

13.1.2010, 9 KommentareVictorinox Presentation Master:
Schweizer Taschenmesser mit 32 GB Fingerscanner-USB-Stick

Victorinox’ neues Schweizer Taschenmesser verfügt über Laserpointer, Bluetooth und 32 GB Speicherstick mit Fingerabdruckscanner.

5.2.2012, 0 KommentareK-Tor Power Box:
Strampeln für Strom

K-Tor liefert nach eigener Aussage grünen Strom, an jedem Ort, zu jeder Zeit. Zum Beispiel mit der leicht zu transportierenden Power Box, einem pedalbetriebenen Generator, der genug Strom liefert, um zumindest Netbooks mit Energie zu versorgen.

Hama USB Travel Charger Set im Test: Wenn es um die kleinen Dinge geht...

14.1.2012, 0 KommentareHama USB Travel Charger Set im Test:
Wenn es um die kleinen Dinge geht...

Manche microUSB-Geräte zicken am Ladeport herum - mit dem Hama USB Travel Charger Set umgeht man dieses Problem elegant.

Bracketron Mushroom Green Zero: Öko-Ladegerät für Smartphones und andere Gadgets

10.1.2012, 3 KommentareBracketron Mushroom Green Zero:
Öko-Ladegerät für Smartphones und andere Gadgets

Bracketron stellt auf der CES 2012 seine Mushroom Green Zero-Reihe vor. Interessant gestaltete Ladegeräte, die sich automatisch abschalten, sobald das angeschlossene Gerät vollständig geladen ist.

Trendnet TEW-811DR/TEW-800MB: WLAN mit 1,3 Gigabit/s

14.1.2012, 0 KommentareTrendnet TEW-811DR/TEW-800MB:
WLAN mit 1,3 Gigabit/s

Die nächsthöhere Stufe der Geschwindigkeit bei WLAN steht bevor, die entsprechende Norm nennt sich IEEE802.11ac - Trendnet stellt auf der CES 2012 erste Geräte dafür vor.

AirDroid: Per WLAN auf Android-Smartphones zugreifen

30.11.2011, 2 KommentareAirDroid:
Per WLAN auf Android-Smartphones zugreifen

Die kostenlose Anwendung AirDroid des Entwicklerteams Sand Studio ermöglicht es, über den Browser auf die wichtigsten Funktionen von Android-Smartphones zuzugreifen.

Kingston Wi-Drive im Test Teil 2: Das Missing Link zwischen iOS und Rechner

4.10.2011, 5 KommentareKingston Wi-Drive im Test Teil 2:
Das Missing Link zwischen iOS und Rechner

Kingston Wi-Drive ist ein SSD-Speicher mit eingebautem WLAN-Server und eigener iOS-App. In diesem zweiten Teil unseres Tests berichten wir, wie sich der Wi-Drive im Alltag bewährt.

11 Kommentare

  1. Matthias
    schrieb am 10. Januar 2010 um 16:19 Uhr (#)

    wow, und es hält sogar Schüsse ab…

  2. Holger
    schrieb am 10. Januar 2010 um 21:08 Uhr (#)

    So ein Quatsch! Hebt euch die Meldung für April auf.

  3. Walter
    schrieb am 10. Januar 2010 um 21:20 Uhr (#)

    In Deutschland ist das Teil möglicherweise (INAL) nicht einsetzbar (das mit dem „Leiter“ ist wohl diskutabel): „Wer einer elektrischen Anlage oder Einrichtung fremde elektrische Energie mittels eines Leiters entzieht, der zur ordnungsmäßigen Entnahme von Energie aus der Anlage oder Einrichtung nicht bestimmt ist, wird, wenn er die Handlung in der Absicht begeht, die elektrische Energie sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.” ()

    1. Hans
      schrieb am 11. Januar 2010 um 09:36 Uhr (#)

      Deutschland hat ein Problem mit der HF-Hoheit. Das Ding stammt aus den Zwanzigern. Damals wurde ein Laubenpieper in Berlin verknackt weil er unbezahlt Energie aus HF in NF umgewandelt hatte. Die dazu verwandte Technik reichte aus um eine Glühbirne zu betreiben und ist extrem simple.
      Den Schaden aus diesem unsinnigen Handeln hat Deutschland, denn damit standen sie sich selbst in der Forschung resp. Entwicklung im Weg. Aber immerhin, die Kasse stimmte, oder?

  4. 10.jänner
    schrieb am 10. Januar 2010 um 23:31 Uhr (#)

    a) wird keine energie entzogen, sondern nur frei verfügbare energie aufgenommen (das wlan muß deswegen ja nicht plötzlich mit mehr energie strahlen),
    b) fehlt es wohl an der rechtswidrigkeit

  5. Matthias
    schrieb am 12. Januar 2010 um 15:03 Uhr (#)

    technisch vollkommener Unfug …

  6. AlphaOrb
    schrieb am 13. Januar 2010 um 09:27 Uhr (#)

    Gibts hier eigentlich niemanden mit 2 Millimeter Grundwissen in Physik?

  7. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
    schrieb am 13. Januar 2010 um 13:29 Uhr (#)

    Naja, etwas mehr als 2 Millimeter gehören schon dazu. Hatte da auch meine Zweifel, aber da Nokia auch an der Sache dran ist, habe ich mich blenden lassen – mein Fehler.
    Und tatsächlich, wenn man es nachrechnet für 1 Meter Entfernung:
    Fläche (Airnergy Antenne) = 10 * 10 cm² = 100 cm²
    Fläche (Kugelwelle) = 4 * 3 (< -Pi genähert) * 100² cm² = 120'000 cm²
    ==> Energie die bei Airnergy ankommt:
    A (Airnergy) / A (Kugelwelle) = 100 / 120’000 = 1/1200
    WLAN-Stationen dürfen maximal 0,1 Watt abgeben; in 1 Meter Entfernung kommen dann nur 0,0001 Watt an und meist sind wir weiter weg und Wände dazwischen.
    Schade eigentlich..

    1. Sinnfrei
      schrieb am 15. Januar 2010 um 07:39 Uhr (#)

      Nein, dazu gehören nicht mehr als die genannten 2 mm Grundwissen. Jeder mit gesundem Menschenverstand entwickelt angesichts von Sensationsmeldungen eine gewisse Skepsis. Luftbetankte Handys zählen ebenso dazu wie wiederverwendbare Teebeutel.
      Ihr hechelt fremden Nachrichten hinterher ohne einen Funken eigenen Informationswert. Selbst die mathematische überkompensatorische (und erneut abgeschriebene) Gegendarstellung mißlingt, weil Euch niemand mehr abnimmt, daß Ihr auch nur bis 3 zählen könnt.

  8. Leila
    schrieb am 9. Februar 2010 um 18:22 Uhr (#)

    ich hab dies grad als thema in einem Physik-Referat und muss sagen….echt kompliziert, denn auf allen Internet Seiten stehen verwirrte und sich wiedersprechende Aspekte!!
    Informatieve und RIchtige informationen würden mir sehr weiterhelfen…. danke… :)

  9. Dieter
    schrieb am 6. Oktober 2010 um 22:32 Uhr (#)

    @sinnfrei…. Mit einem haste nicht recht gehabt… wiederverwendbare Teebeutel, denn diegibt es mittlerweile wirklich. ;-) Habe ich selbst bei einer Messe in Rimini gesehen und getestet. ;-)

    Ansonsten ist solch eine Berichterstattung immer schwierig, denn die Skepsis ist wrklich da.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

  • Neuerdings auf Twitter

  • Über neuerdings.com

    Die tägliche Dosis Technik. Wir melden nicht nur das Erscheinen neuer Gadgets, sondern testen sie aus Anwendersicht.

  • Autoren