Entourage Edge:
Netbook-Tablet-Ebook für Studenten

Peter Sennhauser, 7. Januar 2010 08:02 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Entourage Edge ist eine raffinierte Fusion aus Ebook-Reader, Tablet-PC und Netbook – und konsequent auf Studenten ausgerichtet.

Wenn Lenovo mit seinem U1-Fusionsrechner, einer Kombination aus einem Tablet- und einem Netbook-Gerät, einen guten Riecher hat, dann ist das Edge von Entourage geradezu ein Geniestreich.

Das Klapp-Gerät im Buchformat verbindet nämlich nicht nur Netbook und Tablet-System, sondern bringt auch noch gleich die Funktionalität des Ebook-Readers mitsamt digitaler Tinte E-Ink ins Spiel.

Vor allem aber handelt es sich nicht um eine einfach von Ingenieuren “sinnfrei” zusammengewürfelten Funktionalitäten, sondern es ist ein Gerät mit einer Mission:

Als ich anfangs der neunziger Jahre mit einem ersten Handheld-PC (Ein Sharp mit DOS in der Grösse einer VHS-Kassette – für alle, die noch wissen, was das ist) an der Uni meine Vorlesungsnotizen machte, traf mich im Hörsaal so mancher schiefe Blick; heute dürfte, wer sich nicht hinter seinem Notebook versteckt, im Hörsaal mehr auffallen als ich damals. Und genau hier liegt ein Markt für Hersteller mit Ideen.

Denn bisher hat kein Hersteller an die Bedürfnisse von Studenten und Schülern gedacht, obwohl sich E-Books und Tablet-PC für sie besonders eignen:

Keine schweren Bücher mehr rumschleppen, keine teuren Bücher mehr kaufen (sondern etwas billigere gegen Bezahlung kapitelweise downloaden); Notizen per Handschriftenerkennung erfassen, Grafiken an der Tafel fotografieren, Videos von der Präsi aufzeichnen und zu hause studieren.

All das soll das Edge von Entourage erledigen, und zwar mit einem grossen E-Ink-Touchscreen von fast zehn Zoll und 1200 x 825 Pixeln auf der einen Seite und einem bunten, ebenfalls berührungsempfindlichen Farbdisplay (1024 x 600) auf der andern.

Das Entourage Edge soll als Ebook mit Notizfunktion und als Multi-Media-Netbook dienen, es nutzt Google Android als Betriebssystem und verarbeitet Ebooks im Pub-Format und PDF; Entourage setzt aber im Geschäftsmodell ganz klar auch auf den eigenen Büchershop, der sich – dem Gerät angepasst – auf Bildungswerke konzentrieren dürfte.

Die Raffinessen des Entourage Edge erscheinen auf den ersten Blick endlos. Namentlich die Darstellung von Bildern und Grafiken aus Büchern in Farbe auf einem separaten Bildschirm ist hier besser gelöst als beispielsweise beim Nook von Barnes & Noble, der mit einem winzigen Frbstreifen unter dem E-Ink-Bildschirm das wettmachen soll, was Anwender zu Recht als Nachteil des Kindle von Amazon bezeichnen: Bilder und grafisches Material werden auf den ansonsten grosartigen E-Ink-Bildschirmen nunmal nicht sonderlich brauchbar angezeigt.

Das Entourage Edge könnte das und ein paar andere Probleme lösen und zu einem treuen Begleiter von Studenten und Lernenden werden, und zwar aus einem weiteren, sehr einleuchtenden Grund: Das Gerät kostet nur grade 490 Dollar. Es bringt Wifi mit und ist für UMTS-Anbindung vorbereitet.

Wir werden mit Sicherheit auf das vorerst nur in den USA lieferbare Gerät zurückkommen. Hier die Firmenseite von Entourage mit dem Edge

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4 Kommentare

  1. Stephan
    schrieb am 7. Januar 2010 um 09:27 Uhr (#)

    Hört sich klasse an, nicht nur für Studenten und Lernende. Kann mir das auch super für Besprechungen bei der Arbeit vorstellen… Auf der einen Seite die Einladung/Tagesordnung o.ä. und auf der anderen Seite Notizen direkt digital gespeichert.

    Was meint ihr wann das Ding für den deutschen Markt verfügbar sein wird?

  2. Benjamin
    schrieb am 7. Januar 2010 um 12:04 Uhr (#)

    Also wenn mir das jemand bestellt bin ich gerne bereit das im Studentenleben zu testen! ;)

  3. Jens
    schrieb am 7. Januar 2010 um 19:06 Uhr (#)

    Genau so etwas wäre wirklich was. Mit dem Laptop in der Vorlesung zu sitzen ist mir manchmal etwas zu nervig. Ich würde sehr gerne zur Vorlesung einfach mal gerne ne handschriftliche Notiz oder Skizze machen wollen.

    Wifi ist ebenfalls für mich wichtig. So kann ich auf dem gesamten Campus arbeiten und brauch auch keine “Tonnen” von Notizen mehr in Papierform mitschleppen.

    Habe ich das richtig gesehen, die Oberfläche lässt sich mit dem Finger und einem Stift bedienen? Beides zusammen wäre klasse.

    Also für mich als Student wäre es wirklich eine mehr als verlockende Alternative zum Laptop.
    Einzig das Google-Betriebssystem würde mich etwas stören.

  4. Monsieur Croche
    schrieb am 8. Januar 2010 um 14:50 Uhr (#)

    Klingt ganz spannend das Teil, aber das mit dem Vorlesung aufzeichnen oder Fotos machen kann ja nicht wirklich ein ernst gemeintes Argument sein?! Ich kann mir nur irgendwie schwer vorstellen, wie links und rechts von mir ständig dieses Ding in die Luft strecken, um die Vorlesung aufzuzeichnen oder um ein Foto zu schiessen ;)

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