Dell Inspiron One 19 Touch:
Wenig Leistung für Finger-User

Don Dahlmann, 17. Dezember 2009 09:49 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Dell bringt mit dem Inspiron One 19 Touch seinen ersten Multitouch-PC, dessen Leistungsdaten aber enttäuschen.

Multitouch auf dem PC ist das neue Zauberwort, seit man es dank Windows 7 vernünftig nutzen kann. Aber so recht will sich mir der Nutzen des Systems nicht erschliessen: Auch wenn man tatsächlich mal was anderes als Tastatur und Maus als Eingabegerät erfinden könnte, so ist Multitouch für mich nicht die ideale Lösung, wenn es um Desktop-Geräte geht. Wer sitzt schon mit ausgestreckten Armen vor dem Rechner und schiebt Sachen hin und her? Dell hat sich auch Zeit gelassen und kommt jetzt mit dem etwas halbherzigen Dell Inspiron One 19 Touch auf den Markt:

Halbherzig finde ich den Rechner aufgrund des verbauten Prozessors.

Dass man in der Basis-Variante auf einen Intel Celeron E1500 (2,2 GHz) trifft, mag ja gerade noch angehen, aber das “Spitzenmodell” hat auch nur einen Intel Pentium Dual Core E5300 (2,6 GHz). Das ist nicht gerade, was man als “letzten Schrei” bezeichnen könnte. Die CPU ist günstig, aber mittlerweile gibt es auch Quad-Core-Prozessoren zu einem guten Preis.

Dazu kommt, dass man bei der Grafikkarte nur auf den GMA 4500 Kern trifft. Spiele und sonstige Dinge, die viel Rechenpower brauchen, kann man also vergessen. Da helfen auch die 3GB, beziehungsweise 4GB Arbeitsspeicher nicht. Offenbar denken sich die Texaner, dass ein Tatsch-Computer zur Familienmaschine wird, auf der niemand mit den Fingern Videos schneiden oder Call of Duty spielen will…

Das Display ist 18.5 Zoll groß und löst auch nur mit 1366 x 768 Pixeln auf. Ein wenig dünn, das alles. Dafür geht der Preis: Der Mono-Core Rechner kostet 579 Euro, der mit dem Dual-Core CPU ist mit 629 Euro auch nicht viel teurer. Zu bekommen bei Dell.

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3 Kommentare

  1. artbond
    schrieb am 17. Dezember 2009 um 12:46 Uhr (#)

    naja, könnte mir schon vorstellen so einen kleinen Touch-Pc in die Küche an die Wand zu hängen, ohne Tastatur und Mouse als Tablett zu benutzen.
    Um nebenbei ein bisschen Musik zu streamen, mails zu checken, Kochrezepte anzuzeigen, TV im Hintergrund laufen zu lassen und bei Festivitäten Bilder laufen zu lassen, ect. pp.

  2. Britta Stahl
    schrieb am 17. Dezember 2009 um 14:09 Uhr (#)

    Die Idee mit der Küche ist wirklich überzeugend – dafür wäre dieses Gerät geradezu prädistiniert.

  3. gersi
    schrieb am 18. Dezember 2009 um 13:52 Uhr (#)

    Vom Prinzip her finde ich einen Mittelklasse Touch-PC anzubieten eine gute Idee. Die Nutzung in der Küche ist ein tolles Beispiel und es muss eben kein Gamer-PC oder Video-Bearbeitungs-Maschine sein. Allerdings hätte die Ausstattung doch ein bisschen besser sein dürfen. Core 2 Duo’s und Quadcore Prozessor kosten im Lower-Budget bereich eben nicht mehr die Welt und die Grafikkarte ist ein Witz! Um TV im Hintergrund laufen zu lassen oder Musik streamen und dann noch zusätzlich andere Programme ablaufen zu lassen, benötigt man eben doch ein bisschen mehr Power…

    Vielleicht bessert Dell bald nochmal nach im Bereich Touch-Home!

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