Güldenes Buddha-Handy:
Technisch enthaltsam

Das Buddha-Mobiltelefon aus China hat ein technisch armes, aber geistig reiches Innenleben.

Wenn ich die Regeln der meisten Religionen richtig verstanden habe, dann gehören Enthaltsamkeit und Armut zu den Tugenden. Unter diesem Gesichtspunkt wirkt es etwas befremdlich, wenn ein Hersteller ein Handy mit Prunk verziert und sich an Buddhisten wendet – inklusive einer virtuellen Gebetshalle.

Das Buddha Klapphandy protzt mit 24-karätigem Goldüberzug und teurem Jade-Inlay. Damit hebt es sich zweifelsohne von der Konkurrenz ab, aber das ist nicht alles:

So viel Glanz und Ornamentierung hat ihren Preis, fast 1.200 Euro – im Dutzend übrigens billiger. Wie alle tollen Fashion-Handys hat auch dieses hier ein vorsintflutliches Innenleben; kein UMTS, keine Emails, nur WAP, kein echtes Internet, Kamera mit 0,3 MP. Doch dieses ausgewählte Handy richtet sich auch an eine ganz exklusive Klientel.

Denn als spezielles Feature gibt es eine virtuelle Gebetshalle, in der Gaben an Buddha gemacht werden können. Da es aus China verkauft wird, können Asiaten auch in chinesischen Schriftzeichen (PingYin und BoPoMo) tippen und lesen. Und wie schon in den FAQ drinne steht, es dürfen auch Nicht-Buddhisten das Handy kaufen. Die Swastika im Innern hat übrigens gar nichts mit Deutscher Vergangenheit zu tun, sondern ist das alte Glückbringer-Symbol (und nach links geöffnet).

Zu haben bei Chinavasion für 1200 €.

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