Doro PhoneEasy 345 GSM im Test:
Generation Einfach

Grau ist alle Theorie: deswegen unterzogen wir das “Senioren-Handy” Doro PhoneEasy 345 GSM einem Test und gaben es einem Mitglied der “grauen” Zielgruppe. Die 86jährige Benutzerin testete es eine Woche lang gegen ihr bisheriges Handy, ein Nokia 3100.

Doro PhoneEasy 345 - Einfach und praktisch (Bild: Doro)

Doro PhoneEasy 345 - Einfach und praktisch (Bild: Doro)

Mit seinen großen Tasten ist das Gerät nicht nur der Hit bei älteren Menschen. Fast jeder zweite, der es zu Gesicht bekommt, sagte: Oh, das ist aber schön mit den großen Tasten, so eins will ich auch (und jeder zweite, der das gesagt hatte, meinte anschließend, es sei zu “uncool”). Die Knöpfe haben einen festen Druckpunkt, den die Gummitasten des Handys vermissen lassen (zudem sind diese auch nicht so eindeutig voneinander getrennt, so dass man sich häufig verwählt). Das klare, leuchtende Display sagt an, was man tun kann und muss. Die Struktur des Menüs ist einfach gehalten. Zwar gibt es auch hier verschiedene Profile, doch die braucht man ja nicht zu benutzen. Auf Knopfdruck ist das Gerät leise. Die Klingeltöne sind schön laut und ungewöhnlich – eigene sind nicht vorgesehen.

Auf der Rückseite ist eine “Notruf”-Taste, die auf Wunsch entweder eine Not-SMS absetzt oder gar bis zu drei Nummern nacheinander antelefoniert. Dass diese Automatik nicht erkennt, wenn statt des Angerufenen seine Mailbox drangeht, liegt in der Natur der Sache.

Das Gerät soll auf Hörgeräte-Träger ausgelegt sein, und das ist es auch: Die ältere Dame, die es für uns ausprobierte, konnte ihre Gesprächspartner durchweg gut verstehen und wurde auch gut verstanden. Nach kurzer Eingewöhnung konnte sie auch die bevorzugten Nummern aus der Mailbox abrufen.

Ohne Tadel ist das doro jedoch nicht: das Einlegen der SIM-Karte ist genauso eine Fummelei wie beim Nokia (und vielen vielen anderen Handys). Wieso hat sich hier noch niemand was ausgedacht, was narrensicher und einfach zu bedienen geht?

Das Radio funktioniert nur mit eingestecktem Kopfhörer. Doch das Headset benutzen ältere Menschen eher nicht. Wenn das Gerät schon Bluetooth besitzt, wieso gibt’s dann keine passende genauso einfach gehaltene Bluetooth-Sprechgarnitur dazu?

Insgesamt jedoch überzeugt das einfache Design. Wir wünschen uns noch statt der Menütasten welche für direkten Aufruf des Adressbuches, insgesamt jedoch ist das Doro auf dem richtigen Weg. Liebe Handy-Anbieter: das Gros der Anwender gehört nicht zu irgendeiner Generation Sonstwie-Load, sondern will einfach nur überall erreichbar sein und nur telefonieren. Doro zeigt die Richtung, doch zu Ende gehen müsst ihr das allein. Das Doro PhoneEasy 345 GSM (Affiliate-Link) kostet rund 120 Euro.

 

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