Sony Ericsson Satio:
Aus Idou wird Satio

Don Dahlmann, 30. Mai 2009 09:23 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Da ist es also, das lang angekündigte und von vielen sehnsüchtige Sony Ericsson Satio.

Als Sony im letzten Winter das Idou als Konzept vorstellte, war die Begeisterung sofort groß. Sony hat schnell reagiert und aus dem Konzept ein richtiges Telefon gemacht. Das ist derartig voll gestopft mit Funktionen, dass man kaum weiß, wo man anfangen soll. Im Prinzip handelt es sich um eine Digitalkamera mit eingebauten Walkman und einem Smartphone. Könnte das Satio die Zukunft der Smartphones zeigen? Wie üblich bei Sony, ist die Kamera ein Hauptbestandteil des Handys. 12,1-Megapixel-Kamera mit Autofokus und einem Xenon-Licht sind aber auch ein konkurrenzloses Angebot. Dazu hat man einige Motivprogramme und einen Bildstabilisator eingebaut:

Die 12 Megapixel klingen aber auch ein wenig nach einer Showanlage. So viel findet man sogar bei den kleinen Digicams aus dem Hause Sony selten. Und auch zu Recht, denn der winzige Sensor im Handy dürfte mit den 12 MP etwas überlastet sein und nicht wirklich rauschfreie Bilder produzieren.

Der eingebaute Walkman kennt solche Probleme natürlich nicht. Der hat alle Funktionen, die man aus den sonstigen Walkman-Handys von Sony kennt. Zusätzlich kann man auch auf den Musikshop “Play now” zugreifen. Erster Minuspunkt: eine 3.5mm Klinkenanschluss sucht man am Handy vergeblich. Wer einen Kopfhörer anschliesse will, kann nur per Bluetooth machen.

Und dann ist da noch das Smartphone. Sony Ericsson arbeitet mit Symbian S60 / 5th Edition, verzichtet also auf den Einsatz einer selbstgetrickten Software. Einige Experten hatten erwartete, dass man Android verwenden würde, aber hier wartet man wohl bis 2010, bzw. bis Android 2.0 rauskommt.

Der Touchscreen misst 3.5 Zoll und hat eine Auflösung von 640 x 360 Pixeln. Das ist viel und das Netz sollte sich vernünftig darstellen lassen. Getippt wird auf einer On-Screen Tastatur. Auf ein “echtes” Keyboard hat Sony verzichtet. Ein weiterer Punkt, wo es vermutlich Abzüge geben wird.

Symbian ist nicht mehr die allerfrischeste Software, aber immerhin gibt es einen ganz brauchbaren Mail-Client und einen Browser. Letzteren sollte man aber sowieso mit Opera Mini ersetzen. YouTube Videos kann man sich ansehen, eine Applikation um auf seinen Facebook Account zu kommen gibt es auch. Spannender dürfte für viele User sein, dass der GPS-Empfänger auch gleichzeitig die Fotos der Kamera automatisch taggt. WLAN und HSDPA sind ja schon obligatorisch.

Das klingt alles nicht schlecht, teilweise sogar richtig gut, und im Prinzip scheint man ein Gerät zu bekommen, dass endlich die drei gängigsten Begleiter des Alltags in sich vereint. Wie gut das Satio aber tatsächlich ist, werden wir sehen, wenn wir ein Testgerät bekommen. Das wird leider noch etwas dauern, denn vor Ende des Jahres kommt das Satio nicht auf den Markt. Der Preis wird vermutlich bei ca. 700 Euro liegen.

Sony Ericsson Satio
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