Epson R-D1x:
Digitaler Retro-Look

Die Epson R-D1x sieht nur von außen wie eine Kamera aus der Vergangenheit aus. Im Gehäuse versteckt sich teilweise die Technik von heute.

Früher war ja nicht alles schlecht. Das merken in letzter Zeit viele Designer und kopieren lassen sich von Design inspirieren, dass ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Das gilt aber auch für die Technik. So bequem die digitale Fotografie ist, so sehr nervt sie manche Nutzer aber auch mit Vorgaben und einem nicht abstellbaren Autofokus. So etwas wird man bei der Epson R-D1x vergebens suchen, aber das hat verwirrenderweise seinen Preis:

Reduktion auf das wesentliche – das betreibt die Firma Leica bei vielen Modellen. Espon geht mit der Epson R-D1x einen ähnlichen Weg, was auch etwas damit zu tun hat, dass die Kamera sich an der Technik der Leica M8 anlehnt. Von außen sieht das schon mal sehr gut aus.

Im Gehäuse erwartet einen ein APS-C Sensor der es auf “nur” 6 MP Pixel bringt, was im Moment bei kleinen Sensoren laut etlicher Experten das Maximum darstellt, wenn man rauschfreie Bilder haben möchte. Interessanterweise verzichtet man bei R-D1x auf einen Autofokus. Man muss die Bilder also manuell scharf stellen, was wie in alten Kameras, dadurch erleichtert wird, dass im Sucher das Bild so lange versetzt dargestellt wird bis es scharf ist. Erst dann sollte man auslösen.

Die Verschlusszeiten liegen zwischen 1/2.000 und einer Sekunde, wo bei ich schon anmerken möchte, dass 1 Sekunde etwas wenig ist. Will man länger belichten, muss man die Blende offen lassen und mit der Stoppuhr daneben stehen. Da hätte man sich schon etwas mehr gewünscht.

Die Objektive sind austauschbar, allerdings passen hier nur die teuren von Leica. Das wird einen möglichen Käufer der Kamera aber vermutlich nicht abschrecken, denn schon die Epson R-D1x alleine soll um die 2.500 Euro kosten. Dafür bekommt man aber ein schnönes Stück Technik.

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8 Kommentare

  1. Pan
    schrieb am 2. März 2009 um 11:17 Uhr (#)

    2500,- das kann doch nicht ernst gemeint sein ! Wahrscheinlich wollen sie diese schöne Kamera nicht verkaufen , oder ist das Komma nach rechts gerutscht ?

  2. vormi
    schrieb am 2. März 2009 um 14:13 Uhr (#)

    nicht böse sein, aber das ist mir jetzt schon etliche male aufgefallen und schaden kanns nicht, wenn man folgendes weiß:

    “dass” leitet einen Relativsatz ein.
    Bsp: Ich weiß, dass du das kannst.

    “das” leitet zB einen nebensatz ein.
    Bsp: ich weiß, das kannst du.

    ist ein schrecklicher fehler für jemanden, der das im abi hat (mich), aber kein beinbruch für einen professionellen blogger, hoffe ich=)

    und wie gesagt, nicht böse sein oder krumm nehmen ^^

  3. Pan
    schrieb am 2. März 2009 um 18:10 Uhr (#)

    ist die R-D1x schon seit fünf jahren auf dem markt ?http://www.zdnet.de/news/lebensart_lifestyle_digital_welterste_digitale_messsucher_kamera_von_epson_ab_sommer_story-39001025-39121146-1.htm

  4. Marc
    schrieb am 3. März 2009 um 10:39 Uhr (#)

    Kein Autofokus? Schön, wenn meine Oma mal wieder auf den neumodischen Schnickschnack schimpft, kann ich ja darauf verweisen, dass es jetzt auch wieder Digitalkameras ohne Autofokus gibt. Die Kamera wird sie sich dennoch nicht kaufen und für 2500 Tacken erst recht nicht. Aber sie wird ein verzerrtes Bild von der zu 99 Prozent autofokussierten Wirklichkeit haben.

    Das sind so Produkte, die ich nicht verstehe. Autofokus ist ein klarer Vorteil. Gibt es dann einen Schnittbildindikator zur Schärfenfindung? Bei dem Preis sollte das doch drin sein? Oder man hätte den Autofokus abschaltbar machen können. Auch das sollte bei dem Preis drin sein.

  5. Denny
    schrieb am 3. März 2009 um 11:37 Uhr (#)

    @Marc

    Die Kamera hat, wie im Artikel auch beschrieben, einen Entfernungsmesser drin, der über die Überlagerung zweier Bildausschnitte funktioniert. Das Prinzip hatten Leica-Kameras schon vor über 50 Jahren und es ist schnell und effektiv. Es gibt Situationen, in denen solch ein manueller Fokus dem Autofokus überlegen ist (wenig Licht z.B).

  6. Marc
    schrieb am 3. März 2009 um 11:48 Uhr (#)

    Ok, überlesen, peinlich – das meinte ich mit ein Schnittbildindikator.

  7. webmatze
    schrieb am 25. März 2009 um 10:25 Uhr (#)

    Mark: “Autofokus ist ein klarer Vorteil.”

    Wer behauptet das denn? Ich verwende sowohl Leica Messsucherkameras als auch digitale Spiegelreflexkameras, und bisher war für mich die manuelle Fokussierung der M Leicas in fast allen Sittuationen überlegen. Hast du schon mal versucht bei wenig Licht mit einem Autofokus zu fokussieren? Mit einem Messuchersystem kein Problem.
    Außerdem sind die Objektive der Messsucherkameras meistens sehr lichstark (und zudem viel kleiner als DSLR Objektive), so dass sich damit im Bruchteil einer Sekunde per Hand fokussieren läßt.

    Und der Preis ist im Vergleich zu Leica mehr als “günstig”!!! :o)

    Selbst die alten Epson R-D1 gehen bei Ebay noch für 1000-1500 Euro weg.

  8. webmatze
    schrieb am 25. März 2009 um 10:28 Uhr (#)

    @Pan: Dabei handelt es sich um den von mir beschriebenen Vorgänger der R-D1x also um die R-D1.

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