Olympus Space Project:
Fotos von der ISS

Wolf-Dieter Roth, 28. Februar 2009 09:31 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die Erde und den Weltraum aus der Internationalen Space Station zu fotografieren – bestimmt ein Traum so manches Fotografen. Zum 90. Jubiläum von Olympus wird er nun Realität.

Was gab es nicht schon alles von der ISS: Funkgespräche mit Kindern, Weihnachtsgrüße mit schwereloser Bescherung, Sanitärprobleme – und nun Urlaubsfotos aus dem All?

Naja, etwas ernsthafter ist es schon, was Olympus zusammen mit der JAXA (Japanese Aerospace
Exploration Agency, das japanischen Äquivalent der NASA) zum 90. Geburtstag des Konzerns (Olympus, nicht JAXA) plant:

Da Bilder und Geschichten aus dem All so eine riesige Faszinantion ausüben und das dritte Fernsehprogamm des Bayrischen Rundfunks mit der “Space Night” ganze Kult-Nächte füllt, soll nun ein Astronaut nicht wie üblich mit Hasselblad-, sondern mit Olympus-Equipment auf die ISS fliegen und schöne All-Bilder mit heim bringen (beziehungsweise natürlich sofort aus dem Orbit heim funken).

Dr. Wakata von der JAXA ist der Glückliche, der mit und für Olympus fotografieren darf. Dazu bekommt er die Olympus E-3 mit in die Rakete, Olympus’ Profi-DSLR, und – es muß ja Gewicht gespart werden an Bord – nur zwei Objektive dazu: Das schon etwas ältere ZUIKO DIGITAL 11-22 mm 1:2,8-3,5 (entsprechend 22 – 44 mm an Kleinbildkameras) und das neue ED 50-200 mm 1:2,8-3,5 SWD (entsprechend 100 – 400 mm an Kleinbildkameras).

Diese beiden Objektive haben ebenso wie der E-3-Body selbst Staub- und Spritzwasserschutz. Beides sollte zwar innerhalb des Kibo, dem japanischen Labor innerhalb der ISS, nicht vorkommen, doch sind sie robuster gebaut – schließlich ist so ein Raketenflug keine besonders sanfte Angelegenheit.

Darin ist übrigens auch begründet, daß die Raumfahrer-Edition transparente Objektivdeckel und -kappen verwendet statt der schwarzen Modelle auf der Erde: Falls aufgrund der extremen Bedingungen das Glas des Objektivs bricht, kann der Astronaut dies durch die transparenten Kappen sofort erkennen, ohne diese abnehmen zu müssen. Glassplitter würden in der Schwerelosigkeit der ISS eine hohe Verletzungsgefahr darstellen und es wäre fast unmöglich, diese wieder einzusammeln.

Auch muß sämtliches Equipment vor der Mitnahme an Bord strenge Sicherheitstests durchlaufen. So sind scharfe Kanten nicht gestattet und die Materialien dürfen nur wenige flüchtige Gase abgeben – bei Kunststoffen oft ein Problem. Die E-3 und die Objektive haben bestanden und die Raumfähre Discovery mit Dr. Wakata und der Fotoausrüstung wird in den nächsten Tagen starten. Die Bilder erscheinen anschließend auf den Olympus Websites und im Rahmen von Fotoausstellungen.

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