Sony Ericsson Xperia X1 im Test:
Schmalhans und Küchenmeister
Alle zwei Jahre muss man eine schwere Entscheidung treffen: Welches Handy hättens den gern? Denn dann läuft der Mobilfunkvertrag ab, und für die Verlängerung darf man sich ein neues aussuchen. Meine Wahl fiel auf das Sony Ericsson Xperia (Affiliate-Link).
Das Xperia wurde ja mit viel Tamtam beworben und inzwischen auch fast wieder totgetrampelt von den vielen neuen Schweinen, die Hersteller & Provider durch Barcelona trieben. Egal: auf dem Papier hat das Smartphone alles, was das Herz begehrt: UMTS, HSDPA, hohe Auflösung, Tastatur, GPS, Laser, Radar, Atomantrieb…
Eigentlich wollte ich ein iPhone, doch leider hab ich den Kündigungstermin bei vodafone um zwei Wochen verpennt lag das Vertragslaufzeitende so ungünstig, dass ich nicht mehr in die vorteilhafteren Complete-Tarife hätte wechseln können. Also blieb ich eine weitere Laufzeit bei den Roten und suchte mir ein Windows Mobile-Handy aus. Vorher hatte ich das V1210 (VDA4), das bei Vodafone mehr oder weniger totgeschwiegen wurde, sowie testweise den Palm Treo 500V.
Das Xperia kostet mich mit einem Business-Classic-Tarif knapp 240 Euro. Die Handypreise sind volatiler als die für Schweinebäuche oder Orangensaftkonzentrat, deswegen muss das nichts heißen – eine Woche später will Vodafone in der gleichen Kombination nämlich fast 300 Euro, und ohne Vertrag kostet es ca. 630. (ja ich weiß: Dafür bekommt man auch schon ein iPhone. iPhone-Preisvergleich in Handytest: Check!).
Äußerlichkeiten
Auch wenn die ersten Xperias mit schwarzem Gehäuse gezeigt wurden: Die Hülle des Gerätes ist aus Edelstahl mit Chromrand. Die Batterieabdeckung ist ebenfalls aus Metall, und ich hoffe nur, dass sie ihre Form hält und nicht irgendwann mal auseinander biegt und dann von selbst abfällt. Plastik ist da formstabiler. Denn man muss zwar nicht mehr den Akku und die Mobilfunkkarte rausprockeln, um eine Speicherkarte einzulegen, doch die Batterieabdeckung schon.
Mit dem Xperia bricht SonyEricsson reihenweise eigene Traditionen. Während das Gros der Geräte mit Symbian arbeitet, agiert hierdrin Windows Mobile 6.1. Und während man in die anderen Sonys den Minimemorystick fummeln muss, fummelt man beim Sonyericsson eine microSD-Card hinein.
Erstkontakt
Nach dem Einschalten bootet Windows Mobile, und man wird – wie bei den meisten anderen Windows-Mobile-Geräten mit Touchscreen auch – durch den unsäglichen Konfigurationsparcours gebeten. Das Kalibrieren geht ja noch, aber die “Ausschneiden-Einfügen”-Übung könnten sie sich wirklich sparen.
Besonders lustig ist die Einstellung des Datums. Das Gerät ist bei Geburt auf den 1.1.1980 konfiguriert. Will man das aktualisieren, muss man durch 28 Jahre á 12 Monate blättern, denn die Tastatur für die direkte Eingabe funktioniert noch nicht. Also lässt man ihn erst mal in den “goldenen Eighties” und lässt die richtige Einstellung später durch den “großen Computer” vornehmen, der ja bei der Synchronisation auch das aktualisiert.
Handykonzentrat
Bei der Benutzung muss man sich erst einmal an die geringe Größe des Geräts gewöhnen und wundert sich, was da alles an Funktionen drinsteckt. Für die Oberfläche kann man aus 7 verschiedenen Flächen wählen, und die von mir gewählte platzt aus allen Nähten mit den verschiedenen Informationen, die ich da aktiviert habe. Das Display hat die gleiche Auflösung wie der erste EeePC, nämlich 800 x 480 Bildpunkte. Manches gerät zu klein, um es mit noch so filigranen Fingern zu benutzen, da muss dann der Stylus ran, den Sony in weiser Voraussicht dem Gerät auch mitgibt.Ansonsten gibt es unten einige richtige Tasten, etwa um das “X-Panel” aufzurufen mit den Oberflächen. Eine Überraschung ist der mittlere “Knopf”. Er ist ein Mini-Touchpad mit Multitouch-Funktionen. Streicht man ihn auf/abwärts oder recht/links, bewegt sich der Cursor auf dem Bildschirm in die gleiche Richtung (sofern in dem gerade offenen Bildschirm möglich).
Telefonat!
Ach ja, telefonieren. Dafür sollte ein Handy ja da sein. Im geschlossenen Zustand wählt man über den Touchscreen, der einen nicht ganz so robusten Eindruck macht wie beim iPhone (iPhone-Funktionsvergleich in Handytest: Check!) – doch die Zeit wird zeigen, wie das Gerät sich hält. Ein Folienverhüterli kommt mir jedenfalls nicht auf das Gerät.
Ach ja, telefonieren. Wählen, Aufnehmen, Abheben, geht mit etwas Übung (wenn man vorher ein Telefon mit richtigen Tasten gewohnt war). Ansonsten gibt es nicht viele Unterschiede zu den bisherigen Windows-Smartphones. Die Erkennungsfunktion für Nummern muss noch etwas üben – so wird ein Kontakt, der mit internationaler Vorwahl gespeichert ist (+49 (221)…), nicht automatisch erkannt, wenn man die deutsche Vorwahl benutzt (0221…). Aber das Manko ist Windows Mobile-spezifisch.
Ausblick
Dieser Test wird über einen längeren Zeitraum laufen und immer weitere Aspekte der Benutzung umfassen. Freuen Sie sich auf folgende weiteren Themen:Willkommen im Club: Exklusive Vorteile für Xperia-Benutzer und was sie in Wirklichkeit wert sind
Reiseschreibmaschine oder Mäuseklavier: Wie schlägt sich das Gerät im Business-Einsatz, was taugt die Tastatur?
Ich bin eine Modem: über das Xperia mit verbundenem Notebook online gehen. Geht das? Wie geht das?
Schöne neue Services: Was bringen eMail-Pushdienst, Online-Navigation und die Online-Videothek?
Sony Ericsson Informationen rund um das Xperia X1
Offizielle Website zum Sony Ericsson Xperia X1
to be continued…



























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iiih, WindowsMobile. Ich finde, das OS schreit nach einem Update, und zwar nicht auf 6.5, sondern auf 7
Trotzdem, danke für Bericht und Test :D
Wieso findet die weltmeiserschaft im handy-weitwurf eingentlich in schweden statt, und nicht im benachbahrten finnland ? – Wir werdens wohl nie erfahren … XD
Netter Bericht, freue mich schon auf die Fortsetzung
weiter so!
Dieser Vergleich mit dem “Riesenbrocken IPhone” nervt gewaltig, das Xperia X1 ist um Welten geiler als nen IPhone.
Mein nächstes Phone ist das Xperia X1 mit nem schönen win 6.5 ROM.
Soll sich jeder kaufen was er mag, zum glück sind Geschmäcker verschieden und auch an Auswahl gibt es genug (Apple-OS, Win-Mobile, Palm, Google, Symbian).
Jeder sollte wissen was er mit einem Handy/PDA machen möchte und danach die Funktionen auswählen.