Psyko 5.1 Gaming Kopfhörer:
Sound um den Kopf

Psyko Audiolabs baut den ersten Surround-Sound-Kopfhörer, der das Klangerlebnis nicht simuliert. Die Lautsprecher sitzen rund um den Kopf statt in den Ohrmuscheln.

Kopfhörer, die räumliches Klangerlebnis liefern, sind keine Neuigkeit.

Ein Kopfhörer, der Klangraum nicht über die typischen beiden Lautsprecher in den Ohrmuscheln simuliert, ist eine Neuigkeit.

Sie heisst Psyko 5.1 und wird von einer kanadischen Kleinfirma hergestellt. Ich weiß nicht, ob der Unterschied im Klangerlebnis sehr gross ist; der Unterschied in der Technologie, eine Klangwelt entstehen zu lassen, ist gross: Der Psyko verkörpert das Kunststück, ein echtes 5.1-Lautsprechersystem in einen Kopfhörer zu schrumpfen:

Nebst den beiden Haupt- “Boxen” links und rechts hinten (in der Ohrmuschel) sitzen oben im Kopfhörerbügel vier weitere Lautsprecher: Ein Subwoofer plus die drei Frontlautsprecher.

Ihren Klang geben die Lautsprecher zwar auch an die Ohren ab – durch kleine Schallröhren, der die Druckwellen nach links und rechts zum Gehörgang des Trägers transportiert.

Das Prinzip ist einfach: Wir lokalisieren die Quellen von Geräuschen, indem wir die Verzögerung der Ankunft zwischen den beiden Ohren, die Lautstärke-Unterschiede und die Veränderung der Frequenz “messen”. Statt diese Dinge elektronisch auf zwei Lautsprechern im Kopfhörer zu simulieren, liefert Psyko 5.1 grundsätzlich das, was auch ein 5.1 Lautsprecher-System im Zimmer mit Surround-Sound liefern würde, allerdings auf Kopfgröße reduziert in den Distanzen.

Das funktioniert angeblich nicht nur, es bietet einen grossen Vorteil gegenüber der Boxen-Lautsprecheranlage (ähnlich dem Kopfhörer-Vorteil bei Stereo): der Hörer befindet sich immer genau im “Sweetspot” des lärmigen Geschehens.

Der Psyko 5.1 Kopfhörer hat aber auch zwei Nachteile: Wenn der Hörer den Kopd dreht, dreht sich der Geräusche-Raum mit. Und der Preis der Surround-Kopfhörer ist mit 300 Dollar nicht gerade niedrig.

Psyko 5.1

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5 Kommentare

  1. Florian
    schrieb am 24. Januar 2009 um 00:01 Uhr (#)

    Bin zufällig auf diesen Blog gestoßen. Keine Kopfhörer die ich kenn simulieren den 5.1 Sound. o_O

    Allein schon das etwa 3 Jahre alte Medusa von Speed Link hat echten 5.1.

    Die Info ist schlicht Falsch!

    Nix für ungut. -.-

  2. Fritzomane
    schrieb am 24. Januar 2009 um 01:02 Uhr (#)

    Stimmt, aber der Surroundsound beim Medusa oder bei den anderen 5.1 Kopfhörern ist eher bescheiden, weil die Abstände von den Lautsprechern zu den Ohren nicht stimmen dementsprechend ist der Raumklang total daneben und das Problem wollen die mit diesen Kopfhörern ungangen haben… naja mal schauen(hören)

  3. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 24. Januar 2009 um 10:33 Uhr (#)

    @Florian, müsste man dazu nicht zuerst “Raumklang” definieren? Oder “echten 5.1″? Normalerweise kommt dabei der Klang aus 5 plus einem Lautsprecher. Genau so viele hat der Psyko. Will heissen: Ob die “gehörte” Differenz zwischen der Ankunft eines Klangs aufgrund einer physikalischen (“echt”) oder einer berechneten elektronischen Verzögerung (“simuliert”) zustande kommt, das macht den Unterschied.

  4. AME
    schrieb am 24. Januar 2009 um 15:03 Uhr (#)

    Man kann’s drehen und wenden wie man will, die sog. 5.1-Kopfhörer mögen wohl die vorausgesetzte Anzahl an Lautsprechern erfüllen, den 5.1-Klang erreichen sie jedoch nicht.
    Auch die Software-Emulation von Surroundsound auf einen normalen Kopfhörer mit 2 Lautsprechern ist allenfalls “nett”, mehr aber auch nicht.

  5. Florian
    schrieb am 25. Januar 2009 um 01:15 Uhr (#)

    Da hab ich ja ganz schön was losgetreten.

    Über den Klang eines solchen Kopfhörers kann ich nicht urteilen, da ich keinen habe. Dieses 300$ Gerät ist jedoch sicher besser als die 50€ Medusa Kopfhörer.

    @Peter
    Das mit der Anzahl der Lautsprecher ist korrekt, das Medusa hat zb keine 6 sondern nur 4 Stück pro Ohrmuschel.

    Entschuldigt meinen vorige Ausdrucksweise. ;)

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