Dragon Naturally Speaking 10 im Test:
Endlich versteht mich mein Computer!
Spracherkennung ist interessant, doch immer noch fehleranfällig. Wie gut ist Dragon Naturally Speaking in der Version Preferred Version 10?
Spracherkennung, das ist immer noch etwas aus Raumschiff Enterprise (”Computer! Auf den Schirm!!”). Doch ist die Spracherkennung inzwischen auf gewöhnlichen PCs möglich. Kurze Texte wie dieser werden von mir zwar weiterhin mit den Fingern getippt, doch längere Prosa wird schon einmal diktiert.Seit etwa 2005 mit der Version 8 von Dragon Naturally Speaking von Nuance ist die Software bei mir im praktischen Einsatz. Version 9 funktionierte mit deutlich besserer Texterkennung. Und die nun aktuelle Version 10?
Sie ließ sich direkt über die Version 9 installieren und konnte deren Sprachdateien übernehmen, ohne Neueinstellungen der Audioempfindlichkeit oder neue Musterdiktate zu verlangen. Nur der Start klappe erstmal nicht, weil ich mich bei der Seriennummer vertippt hatte.
Außerdem scheiterte ein nun zeitgesteuert mögliches Defragmentieren der Sprachdatei daran, daß der PC nie zur eingestellten Zeit eingeschaltet war. Und die Dateigröße der Sprachdatei mußte wieder erhöht werden, weil sonst das Diktat nach wenigen Minuten abbricht.
Ansonsten gab es keine größeren Probleme – als Headsets sind auch die mit der Version 9 getesteten und für geeignet bestimmten Modelle verwendbar. Ein von einer Bekannten zum Eintippen vorbeigebrachter Erotiktext wurde von der Software trotz des ungewohnten Vokabulars, das sich mit dem der sonst diktierten Hard- und Softwaretests kaum überschnitt, ohne größere Fehlerkennungen korrekt und mit deutlich weniger Fehlerkennungen transcribiert.
Man sollte allerdings weder Flüche noch anderweitig unflätige Ausdrücke verwenden – sonst gibt es Ärger, da die Software dummerweise inzwischen alle gängigen Schimpfwörter kennt, doch diese nicht als “nicht niederzuschreiben” aussortiert…
Die Preise der unterschiedlichen Varianten von Dragon Naturally Speaking 10 sind auf dem deutschen Markt aktuell, jeweils mit MwSt:
- Standard (Affiliate-Link) (nur Diktieren): knapp 90 Euro
- Preferred (auch Benutzung in Office-Programmen) (Affiliate-Link) : knapp 110 Euro
- Preferred Wireless (mit Bluetooth-Headset Plantronics Bluetooth Calisto): knapp 240 Euro
- Preferred Mobile (mit Olympus Voice Recorder) (Affiliate-Link) : knapp 300 Euro
- Professional (Firmenlösung): knapp 800 Euro

















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Netzschreiberling
danke, sehr interessant. suche nämlich gerade entsprechendes Material und Erfahrungsberichte über DNS10.
Alexander Gottwald
Hallo Wolf-Dieter Roth,
danke für den interessanten Artikel, den Sie an meinem 40. Geburtstag verfasst haben … für mich gerade sozusagen ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Für mich bleibt noch die Frage offen, ob Sie eines der Bundles mit Hardware (Diktiergerät, Mikro) empfehlen können, oder ob es besser ist, einfach die Preferred-Version zu kaufen und selbst mit optimaler Hardware (Tipps?) zu ergänzen? Danke :)
Herzliche Grüße aus Heidelberg,
Alexander Gottwald
Wolf-Dieter Roth
Die Hardware-Bundles sind zumindest auf die Software abgestimmt. Dennoch kann es sinnvoller sein, eigene Hardware zu kaufen. Das müssen Sie schon selbst entscheiden, ob die Hardware-Bundles zu Ihrem Bedarf passen, also ob Sie ein solches Diktiergerät wollen – oder doch lieber ein eigenes Modell.
Beim Wireless-Mikrofon ist zu beachten, daß einfache Bluetooth-Modelle zu geringe Bandbreiten haben für eine gute Spracherkennung.