Test Trekstore USB-Harddisk:
Platte für zwei Notebooks

Viele neue externe Festplatten brauchen keinen Stromanschluss mehr: sie beziehen ihren Saft direkt via USB-Port. Einige Ausnahmen allerdings verlangen dazu zwei USB-Ports – und das gibt Probleme.

Festplatten werden immer irgendwann zu klein. Im Desktop baut man dann einfach nach zwei Jahren noch eine zweite Platte ein – die größer und billiger ist als die ursprüngliche Festplatte.

Doch im Notebook geht das nicht so gut, da passt nur eine Platte rein. Auswechseln? Aber wie bekommt man dann die alten Daten auf die neue Platte?

Die Alternative sind externe USB-Festplatten. Auf der Buskeismus-Fete hatte mein Nachbar im Tagungsraum, Hartmut Pilch vom FFII, eine externe 2,5-Zoll-Trekstore-Festplatte im Einsatz. Schick in einer Lederhülle wie ein Notizbuch, nur etwas kompliziert zu bedienen: Mounten per Tastaturbefehl auf Kommandoebene. Dafür konnte die Platte allerdings nichts, das lag am Linux auf dem Rechner von Hartmut.

Hm, sowas wäre doch die Lösung: Auch unterwegs ein Archiv voller Daten, eine 2,5-Zoll-USB-Festplatte, die sich aus dem USB-Port versorgt und so den Strippensalat einer 3,5-Zoll-USB-Platte mit Steckernetzteil vermeidet. Es gab einst derartige Platten mit Akku zum selbst zusammenbauen, oder die Lösung mit dem USB-Adapter, doch inzwischen sind fertige USB-Platten so billig geworden, daß sich das Bestücken von Leergehäusen nicht mehr lohnt.

Als ich eine Woche später in der Metro dieselbe USB-Festplatte mit 200 GB für 74 Euro plus 19% Mehrwertsteuer sah, griff ich daher zu.

Doch das war ein Fehler: Zwar kommt Trekstore ohne Akku im Festplattengehäuse aus. Doch kommt die Platte nicht mit den maximal 500 mA eines USB-Anschlusses zurecht, sie hält die USB-Spezifikation nicht ein, sie ist zu gefräßig!

Wer es mit nur einem USB-Port versucht, riskiert Datenverlust sowie sogar einen Headcrash der Festplatte, so warnt ihr Handbuch. Man muß der Platte zwei USB-Ports spendieren, damit kommt sie dann klar. Eventuell zumindest. Deshalb liegt dem Paket dann auch ein Y-Stecker bei. Und deshalb heißt sie wohl auch Trekstore XU: weil sie einem ein X für ein U resp. zwei USB-Ports für einen weismachen will.

Allerdings hat das einige Nachteile:

  • Hubs liefern oft nur einen USB-Strom, nur einmal 500 mA für alle Ports zuammen, nicht pro Port
  • Notebooks liefern oft auch nur einmal den vollen USB-Strom – sonst müßten Netzteil und Akku stärker ausgelegt werden.
  • Manche Notebooks haben nur einen USB-Port oder zwei an gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses.

Einen zweiten Notebook, um beide USB-Stecker anschließen zu können, hatte ich leider nicht parat. Ein Netzteil kann man wiederum an die Trekstore XU nicht anschließen.

Es blieb deshalb beim Auspacken und Fotografieren. Danach ging die Platte zurück zum Händler. Und wer sich eine externe 2,5-Zoll-USB-Festplatte anschafft, sollte auf jeden Fall mit dem ja noch als besonders nützliches Zubehör angepriesenen Y-Stecker achten.

Dass es anders geht, wissen wir von Tests wie dem der kleinen Western Digital Passport.

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8 Kommentare

  1. robert
    schrieb am 29. September 2008 um 17:05 Uhr (#)

    Solche Platten laufen vor allem nicht an Mac-Rechnern. Obwohl sehr praktisch und schnell.
    An Windows PC und Laptops hat man meist 3-8 USB Stecker, dafür aber kein Firewire oder wenn dann nur 400er.
    Auch mit USB Stiften kann man am Mac üble Erfahrungen machen.
    Tja wird Zeit das Steve mal wieder die Hardware verbessert!

  2. robert
    schrieb am 29. September 2008 um 17:08 Uhr (#)

    PS: Fehlkonstruktion wie das MacbookAir werden schon jetzt bei Amazon für den halben Preis (1000,- Euro inkl. Rechnung und Steur) gehandelt. Tja der Langzeispaßfaktor = 0
    Hätten Sie doch wenigstens 2-3 Anschlüsse mehr eingebaut…

  3. Marcel
    schrieb am 29. September 2008 um 17:53 Uhr (#)

    Nutze meine seit Jahren über nur EINEN USB-Stecker bzw. Anschluss und hatte bisher weder an verschiedenen PCs, noch am Eee PC oder Acer-Notebook irgendwelche Probleme.

    Mag zwar auch Geräte geben, bei denen sie nicht so funktioniert, aber ich bin wie gesagt recht zufrieden und das seit Jahren.

  4. Stephan
    schrieb am 29. September 2008 um 18:31 Uhr (#)

    Ich kann Marcel bestätigen, hab die selbe Platte mit 80GB seit ca 3 Jahren. Ich staune das die Platte noch lebt. Unter Windows kam es einmal vor, das die Platte wegen Strommangels ausgehangen wurde, ein 800 Mhz iBook wollte beide Stecker haben, ansonsten alles auch nur mit einem Triebwerk, Starts wie Landungen.

  5. Daniel
    schrieb am 29. September 2008 um 21:31 Uhr (#)

    Ich hab auch mehrere solche Platten und alle laufen mit nur einem Stecker ohne Probleme, an verschiedenen Rechnern und Notebooks.

  6. Mirko
    schrieb am 30. September 2008 um 00:13 Uhr (#)

    Also ich habe die gleiche Platte von Trekstor, nur mit 120 GB – bin sehr zufrieden auf meinem MacBook – ohne Treiber-Wirrwar oder ähnliches @robert ;)
    Das ist quasi meine Platte zum Mitnehmen, und da stören auch nicht die zwei USB-Stecker, denn ich habe dann meistens sowieso nicht mehr als die Platte dran. Für Zuhause empfiehlt sich einfach ein aktiver USB-Hub, dann reicht auch wieder ein Port aus für die Platte.

  7. ich
    schrieb am 30. September 2008 um 19:38 Uhr (#)

    hab ne lacie, die als zweites kabel ein usb-netzteilsteckerdings hat, man kann zb auch das usbladekabel der psp da rienstecken ;)

    ansosnten sind 3 meiner 5 notebook usb ports full powered ;)

  8. ilex
    schrieb am 9. Oktober 2008 um 10:28 Uhr (#)

    Habe die geliche Platte allerdings mit 120 GB seit mehr als einem Jahr über einen Belkin-Hub am Laptop. Bisher gab es keinerlei Probleme auch nicht beim Umstecken an Desktops, direkt an den Laptop etc. Immer per Y-Stecker.

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