Live Luggage:
Koffer mit Elektroantrieb

Don Dahlmann, 11. September 2008 15:59 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Live Luggage soll das Leben leichter machen, denn diesem Koffer muss man nicht mehr ziehen, er rollt aus eigener Kraft hinterher

Ob man es glaubt oder nicht – obwohl die Menschheit seit Jahrtausenden durch die Gegend reist und das Rad vor rund 6000 Jahren das erste Mal nachweisbar aufgetaucht ist, ist erst im Jahr 1989 jemand auf die Idee gekommen, einem Koffer ein paar Rollen zu verpassen. Und das, obwohl es den “Hackenporsche” schon viel länger gab. Wie dem auch sei, ein Pilot der Fluglinie Northwest Airlines namens Bob Plath hatte die grandiose Idee Koffer mit Rollen zu versehen, weil er keine Lust mehr hatte, sein Gepäck durch die kilometerlangen Terminals zu schleppen. Seitdem hat sich auf dem Markt der Rollkoffer wenig getan, ausser der Tatsache, dass jemand vor ein paar Jahren damit angefangen hat, vier Rollen unter die Koffer zu zimmern. Aber jetzt zieht endlich auch im Koffersegment HighTech ein:

Der “Live Luggage” Koffer treibt seine Räder per Elektroantrieb an, und soll so die Handhabung von schweren Gepäck erleichtern. Die Räder werden aber nicht dauerhaft angetrieben, sondern nur dann, wenn zum einen der Handgriff ausgefahren ist, und sich der Koffer in einer Schräglage zwischen 15% und 35% befindet. Das soll verhindern, dass der Koffer quer durch die Abflufhalle rast, sollte man ihn mal aus Versehen fallen lassen.

Den Strom bezieht der Antrieb natürlich aus einem Akku (Nickel Metal Hydride), der dass Gewicht des Koffers auf über 10 Kilo nach oben drückt. Dennoch soll man noch rund 30 Kilo in den Koffer reinpacken können, was das Gesamtgewicht auf etwas mehr als 40 Kilo hochdrückt. Das ist dann schon ziemlich viel und wird vor allem Economy Class Passagiere erfreuen, denn die dürfen nur 23 Kilo pro Gepächstück mitnehmen. Desweiteren gibt es bei vielen Airlines eine Gewichtsbeschränkung von 32 kg pro Koffer auch für Business und First Class Kunden. Das drückt die Zuladung auf mickrige 13 Kilo (Economy) und 22 Kilo (Business/First)

Natürlich hat der Koffer auch durchaus seine guten Seiten. Gerade ältere Menschen werden den Elektro-Antrieb schätzen, weil er hilft, wenn mal eine Treppe im Weg ist, oder man die 40 Kilo den Bordstein hochwuchten muss. Aber für normal Reisende wird sich die Erfindung nicht lohnen, zu mal man auch noch für den Koffer ein Ladegerät mitnehmen muss. Der Hersteller gibt eine Laufleistung von 1.5 Meilen (2,41 km) an. Das könnte auf manchen Flughäfen schon knapp werden. Ist der Akku leer, muss seinen Koffer wieder ganz gewöhnlich ziehen.

Der HighTech Koffer mit Elektroantrieb ist auch nicht gerade günstig. 886,41 Euro muss man für den für den Live Luggage auf den Tisch legen, um in Zukunft durch Flughäfen surren zu können. Das ist viel Geld für ein paar Meter weniger Arbeit und ein weiteres Ladegerät, dass die Stromkosten nach oben drückt.

“Live Luggage” Koffer

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2 Kommentare

  1. Lara Luft
    schrieb am 11. September 2008 um 21:01 Uhr (#)

    Wer sowas benutzt hat auch ein Fahrrad mit Elektromotor …

  2. JOHANNES WALKER
    schrieb am 30. Juni 2009 um 17:30 Uhr (#)

    super Gerät! Schlechter Name! Kann Euch einen geileren Namen für den Koffer geben.

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