Cyberwalk:
Auf dem Holodeck durch Pompeji
Der “Cyber-Teppich” soll verschollene Städte und andere virtuelle Welten buchstäblich begehbar machen.
Treadmill: Vielschichtiges Laufband für VR-Spaziergänge. Klick aufs Foto für die Bildstrecke. (Bild: Max-Planck-Institut)Wer schon immer schon mal einen Spaziergang durch das antike Pompeji machen wollte, kann sich auf den Cyberwalk freuen.
Er findet statt auf der Treadmill, einer Art Cyber-Teppich-Tretmühle, die unter der Leitung von Marcus Ernst vom Max-Planck-Institut (MPI) für biologische Kybernetik entwickelt wurde. Sie erlaubt es Benutzern, an Ort in jede Richtung zu “gehen”, und steuert dadurch die virtuelle Welt, in der sich der Spaziergänger bewegt.
Das EU-geförderte Projekt wurde letzte Woche der Öffentlichkeit vorgestellt:
Dabei handelt es sich um ein großes Laufband mit mehreren kleinen quer verlaufenden Laufbändern, wodurch sich eine Plattform ergibt, auf der der Anwender an Ort in alle Richtungen gehen kann.
Die virtuelle Welt ist dann in einem am Kopf befestigten Display zu sehen. Aktuell wurde als Besichtigungsort das antike Pompeji um 79 v. Chr. kurz vor dem Ausbruch des Vesuv ausgewählt, das mit Hilfe von Archäologen, Zeichnungen und Fotos rekonstruiert wurde. Ebenfalls beteiligt am Projekt waren Wissenschaftler der TU München und der Universität Rom.
Für die breite Öffentlichkeit wird das System voraussichtlich im Oktober anlässlich des Tags der offenen Tür live zu sehen sein.
Daten zur Treadmill:
Gewicht: 11 Tonnen,
Maße: 6mx6m (davon 4mx4m Lauffläche),
Laufgeschwindigkeit: bis zu 2m/s
Kosten: 2,5 Mio Euro (davon 1,9 Mio Euro von der EU)
Laufzeit des Projekts: 3 Jahre
Hier schon mal eine Bildstrecke.
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