Test:
Playstation Portable Light&Slim Mini-Konsole mit Diva-Allüren

Die PSP von Sony ist derzeit der einzige wirkliche Konkurrent zu Nintendos etablierter Gameboy- und DS-Flotte. Wir zeigen, was von der aktuellen Inkarnation, der PSP Lite&Slim zu halten ist.

PSP Lite and Slim
Leicht in der Tasche, großer Multimedia- und Spielspaß: Die PSP Lite&Slim von Sony (Bild Sony)

Nicht nur die PSP selbst wurde im Gewicht reduziert, sondern auch der Packungsinhalt. Waren bei der ursprünglichen PSP noch diverse Zubehörteile dabei (Tasche, Kopfhörer, Memory Stick…), muss man sich jetzt mit spartanischer Ausstattung abfinden.

Sony PSP Light&Small: Akku laden über den USB-Port- praktisch!
PSP Light& Slim: Akku laden über den USB-Port – praktisch!

Nur die Playstation Portable Light&Slim, das Ladegerät und der Akku liegen dem Base Pack bei. Gerade der für alle Spiele notwendige Memory Stick wird vermisst, ebenso wie eine einfache Tasche um die PSP vor den Gefahren eines in der Tasche lebenden Gadgets zu schützen.

Will man seine Speicherstände oder Demos vom Memory Stick auf dem Rechner sichern, reicht ein normales MiniUSB-USB-Kabel.

Dies liegt natürlich auch nicht bei, bei den meisten aber ohnehin vorhanden. Hat man dann auch noch das Laden des Akkus über USB im Menü aktiviert, dient der Rechner gleichzeitig als Stromquelle – praktisch.

Unterm Strich kann also der Lieferumfang im Basic Pack nicht punkten. Zumindest ein kleiner Memory Stick Pro Duo, eine günstige Neoprentasche und Kopfhörer für die Bahnfahrt sollten beiliegen, hier wurde definitiv an der falschen Stelle gespart.

Verarbeitung

33% leichter und 19% dünner soll sie sein, die PSP Light&Slim. Dieses Versprechen wird auch spürbar eingehalten. Federleicht kommt Sonys portable Konsole daher. Gerade bei längeren Spielsessions ist die Gewichtsreduzierung ein großer Pluspunkt.

Ansonsten hat sich gerade im haptischen Bereich einiges geändert. Die komplette Rückseite besteht nun aus glänzendem Plastik und ist glatt, nicht wie zuvor mit einer leichten Struktur. Ausserdem sind die beiden “Griffknubbel” auf der Rückseite dem Redesign zu Opfer gefallen. Nach kurzer Eingewöhnung geht es jedoch in dieser Kombination genau so gut zu zocken, wie mit der ursprünglichen PSP.

PSP Light Der Akkudeckel ist mehr als locker angebracht
Ein Schöner Rücken kann auch entzücken. Leider ist der Akkudeckel mehr als locker angebracht.

Der Memory Stick wird nun hinter einer flexiblen Klappe auf der linken Seite eingesetzt, der WLAN-Schalter ist auf die Oberseite neben den USB-Port gewandert.

Der Batteriedeckel sitz absolut wackelig, und das laut Berichten im Internet serienmäßig. Das sieht nicht nur billig aus, sondern lenkt mitunter auch unnötig vom Spiel ab.

Die in meinen Augen größte Verschlimmbesserung ist allerdings die neugestaltete UMD- Klappe. Diese wird nun manuell und nicht mehr per Schalter geöffnet. So weit nicht schlimm, wären nicht die Führungsschienen für die UMDs dem Sparzwang zum Opfer gefallen. Dadurch kann mitunter eine falsch eingelegte UMD gepaart mit einem schwungvollen Zuklappen zur Zerstörung der Disc führen – Mitdenken ist angesagt.

Knöpfe und Knubbel

Alle Knöpfe fühlen sich für mich im Vergleich zur ersten Generation besser an, geben ein schönes Feedback und eignen sich hervorragend für ihren eigentlichen Zweck – dem Zocken.

Auch der Stick ist leichtgängig und durch die Schraffierung auf der Obefläche sehr griffig, lediglich das geringe Spiel macht manchmal das genaue Zielen etwas schwierig. Pluspunkt hier.

Display

Sony PSP Light &Small: Der brilliante Bildschirm
Augenweide beim Zocken oder Filme anschauen: Das brilliante Display der Sony PSP

Eine schöne Auflösung von 480*272 Pixeln sorgt sowohl bei Spielen, Filmen, Fotos oder auch den coolen Visualizern des MP3-Players für eine wahre Augenfreude auf dem Breitbild-Bildschirm. Lediglich bei sehr schnellen Bewegungen zeigt das Display manchmal leichte Schlieren, im Alltagsgebrauch stört dies jedoch wenig.

Im Vergleich zu den ersten PSP scheint die Anzahl der Pixelfehler drastisch nach unten korrigiert worden zu sein. Bei unserem Modell war nicht ein widerspenstiger Pixel auffindbar.

Akku

Sony PSP Light&Small: Der Akku hält lange.
Die Betriebsleuchte schaltet erst nach einiger Zeit auf orange um- ein Pluspunkt für den neuen, kleineren Akku!

Kleineres Gehäuse, kleinere Akku gleich weniger Leistung? Auf gar keinen Fall. Hier hat Sony durch Stromsparoptimierungen gute Arbeit geleistet, selbst mit dem Standardakku wird die gleiche Spielzeit wie bei den älteren PSP-Akkus erreicht.

Zusätzlich kann man sich entweder von Sony oder Drittherstellern noch Akkus mit größerer Kapazität kaufen, damit dürfte dann zwar nicht der Nintendo DS vom Laufzeit-Tron gestoßen werden, aber man hat wesentlich länger Freude an einer Akkuladung.

Fazit

Wie so oft wurde hier eher Evolution statt Revolution betrieben. Die PSP wird durch die Gewichts-und Größenreduzierung noch portabler und bietet dank hervorragender Hardware ein Multimedia- und Spieleerlebnis, welches man noch vor Jahren niemals auf einer mobilen Konsole erwartet hätte.

Letztlich bleibt aber zu sagen, dass die PSP Lite &Slim derzeit die mobile Spielekonsole für all diejenigen ist, die Wert auf sehr gute Grafik, ein großes Display und weitreichende Multimediafähigkeiten legen. Wer nicht auf Zubehör wie einen (dringend notwendigen) Memory Stick Pro Duo oder eine Tasche verzichten möchte, sollte entweder zu einem der anderen PSP-Pakete greifen, oder aber sich direkt beim Kauf damit eindecken.

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1 Kommentar

  1. j-o-e-h
    schrieb am 17. April 2008 um 18:14 Uhr (#)

    ?!?!? habt ihr vielleicht verpasst, die news zu posten als sie aktuell war?

    ich persönlich hab schon lange entschieden, bei der “dicken” zu bleiben – die “dünne” gibts nun ja auch shocn n wielchen …

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