Handy-Software CurieOsity:
Persönlicher Strahlungsmesser

CurieOsity macht aus jedem Handy ein Dosimeter – oder fast: Es zeigt nicht radioaktive, sondern elektromagnetische Strahlungsfelder – inklusive Stärke und Distanz. neuerdings.com hat exklusiv zehn Lizenzen der Alpha-Version zu vergeben.

CurieOsity: Strahlungsmessung mit dem Handy

CurieOsity: Strahlungsmessung mit dem Handy


CurieOsity: Strahlungsmessung mit dem Handy – Die Mikrowelle führt zum Ausschlag! (Bild PS/neuerdings.com)

Dass Mobiltelefone für weit mehr als Gespräche benutzt werden können, ist nichts Neues mehr. Die Anwendung, die ein Team der Uni Berkeley jetzt entwickelt hat, ist aber aussergewöhnlich: Die Strahlenforscher haben entdeckt, dass Handys nicht nur elektromagnetische Felder erzeugen – sondern dass durch Störungen auch “Drittfelder” entdeckt und gemessen werden können. Und zwar inklusive Stärke und Richtung:

Die Wissenschafter haben auf Handys ganz spezfische Störmuster durch Geräte wie Mikrowellenherde, DECT-Telefone, aber auch andere Handys und natürlich WLAN-Router ermittelt. Dass solche Felder schädlich sein können, ist inzwischen allgemein bekannt – nur liessen sie sich, etwa in der Wohnung, bisher schwer orten.

CurieOsity erkennt auch die Strahlung des Dect-Telefons

CurieOsity erkennt auch die Strahlung des Dect-Telefons

CurieOsity zeigt den Abstand und die Stärke sowie die Frequenz des Magnetfelds.

CurieOsity zeigt den Abstand und die Stärke sowie die Frequenz des Magnetfelds.


CurieOsity erkennt im Scan-Modus auch die Strahlung des Dect-Telefons – und den Abstand zum Emittierenden Gerät sowie Feldstärke und Frequenz (Bilder PS/neuerdings.com)

Bisher, denn das Störmuster am Handy machen sich die Forscher zu Nutzen: Dieses lässt sich analysieren und die Stärke des andern Feldes messen. Damit nicht genug: Durch leichtes Schwenken des Telefons kann sogar die Richtung, aus der die Strahlung kommt, ziemlich exakt bestimmt werden.

Eine für alle Handys verfügbare (Java/S60) Software soll die Erfindung nutzbar machen. Die Forscher haben deren Alpha-Version heute einer Gruppe Technikjournalisten in San Francisco vorgestellt. Dabei wurde vor allem Korrespondenten aus Übersee je einem Dutzend Lizenzen zur Weitergabe zur Verfügung gestellt: Mit Feldtests soll sich zeigen, ob die Messmethode in anderen Gebieten der Erde, wo namentlich die Geologie der Strahlenmessung einen Streich spielen könnte, so gut funktioniert wie hier in Kalifornien.

Die ersten zehn neuerdings.com-Leser, die sich via Kontakt-Mailadresse (oben rechts) melden und ihren Wohnort angeben, erhalten die Software exklusiv für eine dreimonatige Testphase!

Das Menu von CurieOsity ist dank Anleitung schnell ergründbar.

Das Menu von CurieOsity ist dank Anleitung schnell ergründbar.

Der Disclaimer darf auch in CurieOsity nicht fehlen...

Der Disclaimer darf auch in CurieOsity nicht fehlen...


Im Scanmodus erkennt CuriOsity jedwede Mikrowellenstrahlung. Der Simple-Modus soll dereinst Gefahren durch akustische Signale anzeigen. Rechts: Natürlich wird jede Haftung abgelehnt… (Bilder PS/neuerdings.com)

Auf meinem Nokia e61i hat sich CurieOsity hervorragend bewährt: Das DECT-Telefon ergab ebenso einen heftigen Ausschlag wie die Nähe zur Mikrowelle oder zum WLAN. Die Bedienung ist kinderleicht, eine Tabelle zum auslesen – welche Strahlungsstärke ist schädlich oder gar gefährlich – liegt dem Programm vorerst als PDF bei. Spätere Versionen sollen mit simplen Grafiken anzeigen, wie problematisch ein erkanntes Feld ist.

Der Name des Programms ist ein Scherz: Er setzt sich aus dem Namen der berühmten Strahlenforscherin Marie Curie und dem englischen “curiosity” zusammen, was so viel wie Neugier heisst.

Details über die Technik der Messmethode hat das Forscherteam aus patenrechtlichen Gründen noch nicht veröffentlicht.

Strahlung und Elektromagnetische Wellen – Wikipedia

Wie hier bereits erwähnt, nehmen wir heute das Update auf WordPress 2.5 vor und müssen deshalb die Kommentare für neue Postings vorerst ausgeschaltet lassen.

 

Ein Pingback

  1. [...] Vieles stimmte: WLan, Dect-Telefone und angeblich auch Mikrowellenherde kommen sich im 2.4GHz-Band nur zu oft in die Quere. Auch stimmt es, dass wir gestern unsere Blogs auf WordPress 2.5 upgedatet haben – aber die Kommentare haben wir aus anderem Grund vorübergehend ausgeschaltet: [...]

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