Backstopp:
Datenlöschung bei DiebstahlDieser Laptop zerstört sich in 10 s
Die Sorge über entwendete Daten ist bei gestohlenen Notebooks oft größer als die über die verlorene Hardware. Der englische Dienst Backstopp.com will nun dafür sorgen, daß Diebe nur noch eine leere Festplatte vorfinden.

Kriminalreport der besonderen Art: Dieser Gauner hat die aufgelisteten Dateien angelangt… (Bild: Backstopp.com)
Die Benutzung von Notebooks ist riskant: Selbst, wenn sie nie das Büro verlassen und ordentlich weggepackt werden, können sie leicht aus dem Schreibtisch oder Schrank gestohlen werden. Dann sind die Daten in Gefahr.
Verschlüsseln wäre eine Möglichkeit. Fernlöschen der Daten, wenn der Dieb das nächste Mal online geht, eine andere. Dabei kann man dann mit einer eingabauten Kamera noch ein paar schöne Portraits des Diebs anfertigen.
Nach diesem System will der Dienst Backstopp.com arbeiten: Für 10 englische Pfund im Jahr können Regierungsorganisationen und Business-Kunden ein Abonnement des Dienstes für ein Notebook abschließen. Über Ethernet, WLAN oder GSM wird dann die Daten-Selbstzerstörung ausgelöst, sobald das Gerät nicht mehr dort ist, wo es hingehört.
Was allerdings, wenn nur mal die Überwachung versagt und man nach der Mittagspause eine leere Festplatte vorfindet? Und wie sicher sind die Daten, die Backstopp selbst über einen verwaltet? Wenn man die FAQs liest, keimen da gewisse Zweifel auf, denn Backstopp verläßt sich immer wieder auf eine Firma namens *insert name here*:
Backstopp is hosted by *insert name here*, in a secure hosting facility with guaranteed 100% up time, certified by *insert name here*. Allowing Backstopp users to kill a devices sensitive data, any time of day, any time of the year.
Bleibt zu hoffen, daß der Dienst nicht erst auf seinen ersten Kunden wartet, bevor man den Hoster engagiert. In den USA bietet unter anderem Xtool einen ähnlichen Dienst für 70 US-Dollar im Jahr an.
[via pressetext.at]
» Mehr lesen: Notebook (272)
» Weitere Artikel der Kategorie "Computer" lesen
» Nächster Artikel: Lenovo X300 vs. Apple MacBook Air: Kopf- vs. Bauchentscheidung
» Älterer Artikel: Nabaztag/tag im Test II/II Freud und Leid eines Hasenbesitzers
» Drucken
» Merken/E-Mail
3 Kommentare zu diesem Artikel
1 Trackback
- Gigabank Blog | Mission Possible: Dieser Recher zerstört sich in 10 Sekunden | Artikel
(11. März 2008 15:37)
Diesen Artikel kommentieren
Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

neuerdings.com
medienlese.com
imgriff.com
fokussiert.com
netzwertig.com
gamgea.com










Artikel per RSS
Tim
Ich finde die Idee prinzipiell sinnvoll, jedoch sollten alle “Privacy Issues” wirklich gut beantwortet werden können. Denn eine potentielle Spionagesoftware habe ich auf meinem Produktivrechner nicht gerne laufen!
Für Interessierte: Mit meinen Railslove-Freunden arbeite ich zur Zeit an einer ähnlichen Lösung fürs iPhone und für den iPod touch. Auch dort sind jede Menge persönliche Daten drauf und das Ding verliert sich leider noch leichter.. ;) Auf dem letzten Web Montag in Köln haben wir den ersten Wurf unseres Freizeitprojektes vorgestellt. Infos gibt es seitdem bei Twitter und bald in unserem Blog.
Gruß,
Tim aka tmschndr
JOEH
Falls ich einen kompletten Sinneswandel durchmachen und zum Dieb werden würde, dann würde ich beim Notebookklau ohnehin erstmal den Akku abziehen ….
mds
Daten sicher löschen in 10 Sekunden? Wer schon einmal selbst versucht hat, Daten sicher zu löschen, die nicht verschlüsselt waren, weiss, dass der Zeitbedarf dafür enorm ist ? bei den heute üblichen Festplatten deutlich im Stundenbereich ?