Geotagging mit Geotate:
Ortsstempel für Fotos

Geotate zeigt eine neue Geotagging-Technologie, mit der Kompaktkameras billig und vor allem schnell jedes Bild mit Ortsdaten ergänzen können. Erste Kameras mit Geotate will Altek bauen.

Geotagging mit Geotate, Ortsdaten in Bildern, Exif-Dateien mit Koordinaten
Geotate zeichnet die Signale der GPS-Satelliten auf. (Bild: Geotate)

Mittels Geotagging sorgt man dafür, dass Fotos wissen, wo sie geknipst wurden. Bisher war das mühsam und nur mit GPS-Loggern zu bewerkstelligen.

Ausserdem sind GPS-Systeme lahme Enten. Es dauert bis zu 30 Sekunden, bis die Position bestimmt ist. Für Fotografen mit Schnappschuss-Absichten ist dies zu lange.

Doch es geht auch schneller, wie uns die Firma Geotate jetzt zeigt:

Die Berechnung einer Position mit Hilfe der geostationären Satelliten ist eine ziemliche Rechnerei. Erst empfängt man ein Zeitsignal von mindestens vier Satelliten, dann berechnet man, wie lange das Signal vom Satelliten bis zum Empfänger hatte. Als nächstes muss man noch auf zehn Nanosekunden genau die Uhrzeit wissen sowie die Position der beteiligten Satelliten im Raum kennen – und schon kann man seine Postition berechnen. Besser erklärt das natürlich Wikipedia.

Es verwundert also nicht, dass ein herkömmlicher GPS-Empfägner vom Einschalten bis zur ersten Ortstbestimmung zwischen 30 und 60 Sekunden braucht. Erst danach lassen sich Bewegungen flink verfolgen.

Für Fotografen ist deshalb übliches GPS untauglich, weil es beim Knipsen zu lahm ist oder im Dauerbetrieb den Akku leert.

Die Entwickler von Geotate wenden deshalb einen Trick an. Kameras mit Geotate zeichnen einfach den Rohdatenstrom der Satelliten während rund 0,2 Sekunden auf und speichern die 140 Kilobyte Daten zusammen mit dem Bild ab.

Geotate Aufbereitung
Erst am PC wird die Position eines Fotos mittels Internetserver berechnet. (Bild: Geotate)

Erst später am PC wird mit den aufgezeichneten Daten die Position bestimmt. Damit dies aber klappt, müssen die Rohdaten der anderen Satelliten zum Aufnahmezeitpunkt verfügbar sein. Die Firma Geotate protokolliert also sämtliche GPS-Satellitensignale auf ihren Servern und die PC-Software greift darauf via Internet zu. Ohne diese Daten kann die Position nicht berechnet werden. Die Genauigkeit beträgt rund 10 Meter. Nach der PC-Bearbeitung werden die Fotodateien mit der absoluten Position gespeichert.

Geotate hat den Vorteil, dass es innert einer Sekunde betriebsbereit ist und kaum Strom verbraucht. Damit dürften Kameras, die ihre Bilder mit Ortsinformationen ergänzen, schnell Standard werden. Ein erstes Modell hat bereits der OEM-Hersteller Altek gezeigt.

Auf diesem Video erklärt ein Vertreter von Geotate die Lösung:

http://www.youtube.com/watch?v=iRaZ0yJpNyk

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2 Kommentare

  1. Marc
    schrieb am 29. Juni 2008 um 12:29 Uhr (#)

    auf Speicherkarten wäre das ganz interessant, dann könnte man “alte Handys” für´s tracking verwenden

  2. GPS-Wastl
    schrieb am 17. Juli 2008 um 10:07 Uhr (#)

    Find ich gut. Bringt Schwung in die Kiste!
    Aber nix für Profis:

    Ich merke leider erst beim Nachprozessieren, das beim Knippsen kein GPS-Empfang war. Keine Rohdaten > Keine Koordinaten

    Ich schwör auf mein Foto-GPS zum direkt anschliessen an die Kamera von Solmeta (über ebay bestellbar)

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