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BeoVision 4:
Der Fernseher für die anderen

Von Kurt Haupt am 1. Februar 2008 um 14:08 Uhr Kommentare (2)
Kategorien: Home-Entertainment, Media-Player, TV, Wunschgeräte

“Knausern sollen die anderen” - lautet das Preismotto bei Bang & Olufsen. Ihr neuster 65-Zoll-Plasmafernseher BeoVision 4 glänzt dann auch durch ein eindrückliches Preisschildchen. 34′815 Schweizer Fränkli - oder umgerechnet 21.651 Euro kostet das Designstück von David Lewis.

Bang & Olufsen BeoVision 4 Front
Edel, edel, der BeoVision 4. (Bild: Bang & Olufsen)

Bei diesen Preisen ist es klar, dass der passende Lautsprecher nur optional ist. Wer den Centerlautsprecher BeoLab 10 dazu haben will, berappt nochmals 2935 Euro (4720 Franken). Gratis gibt es allerdings die Fernbedienung Beo 5 dazu. Immerhin.

Natürlich ist es purer Neid, der mich zu solch hämischer Schreibe treibt. Wer die Edelfernseher mit glänzenden Augen begaffen will und sich nicht zum Fachhändler traut, klickt sich einfach durch eine Präsentation im Internet. Dort finden sich auch folgende technischen Daten:

Bang & Olufsen BeoVision 4 Lifestyle
Das Beschallungssystem passt zum Fernseher. (Bild: Bang & Olufsen)

BeoVison 4
Design David Lewis
Abmessungen / Gewicht 50″: 125 x 77 x 13 cm / 50 kg; 65″: 160 x 97 x 19 cm / 86 kg
Bildpunkte 2.073.600 Pixel (1920 x 1080 x R, G, B)
Gehäuse Schwarz
Rahmen Silber und Schwarz
Netzspannungsbereich 220 - 240 V; 50 - 60 Hz
Leistungsaufnahme 50″: Typisch 470 W; Standby: 1,1 W; 65″: Typisch: 680 W; Standby: 0,8 W
Bildschirm 16:9; 50″ oder 65″ Full-HD-Plasmabildschirm, Full-HD-Ready kombiniert mit BeoSystem 3 (Auflösung: 1920 x 1080); Automatic Colour Management
Kontrastfilterscheibe Reflexionsmindernde Beschichtung
Betriebsbedingungen Temperatur: 0 - 40 °C, Feuchtigkeit: 20 - 80 %, Min. atmosphärischer Druck: 800 hPa
TV-Farbsystem: Je nach Modell und Typ: B/G/L/L/I/D/K PAL, SECAM, NTSC auf AV. In Kombination mit BeoSystem 3
Zubehör Wandhalterung (Schwarz)

Technische Daten des BeoLab 10
Abmessungen / Gewicht: 95 x 49 x 15 cm / 16,1 kg
Gehäuse: MDF und Aluminium beschichtet mit strapazierfähiger Soft-Touch-Lackierung.
Textilbespannung: Silber/Schwarz und Schwarz
Leistungsaufnahme: Typisch 15 W; Standby: < 0,3 W
Verstärker: 2 x 250 W ICEpower
Max. Dauerleistung: Höhen: 180 W / 8 Ohm, Bass: 180 W / 8 Ohm
Effektiver Frequenzbereich 45 - 20.000 Hz
Frequenzweichenfrequenz 2000 Hz
Akustisches Prinzip: Geschlossene Box, Nettovolumen Bass 11 Liter
Tieftöner 1 x 5″ Kegel, 6 Ohm, Hochtöner 1 x ¾” Kalotte, 8 Ohm
Bassentzerrung Free/Wall-Schalter
Ansprechempfindlichkeit (Power Link) 88 dB bei 125 mV
Schutz: Thermischer Schutz, ABL (Adaptive Bass Linearization)

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2 Kommentare

Hans

Ich kann mir nicht helfen, aber B&O wirkt auf mich heute tierisch out.

Hab als Student in den frühen 1990ern in einem Hifi-Laden gejobbt und stand oft lechzend vor den göttlich designten Beolab 8000 (die legendären “Orgelpfeifen”) und Konsorten. Unglaublich schick, unglaublich viel zu teuer. Es waren qualitativ ordentliche Produkte mit guten Features, die Design-Standards setzten.
Dieser neue(?) Plasma und anderer aktueller B&O Kram sieht heute noch genauso aus wie vor 15 Jahren. Das mag den treuen Fans vielleicht gefallen, ich finde es jedoch langweilig, überholt und geradezu altbacken. Allein dieses unten am TV dran bammelnde Dreieck… (((seufz))) Wie in den 80ern. Es müsste nur noch Türkisgrün sein.

Heute zeigen Computerfirmen, wie man schicke Lifestyle Produkte designed. Im klassischen Sektor der Unterhaltungselektronik fürs Wohnzimmer hat sogar “der alte Löwe” aus Kronach frischere, zeitgemäße Designkonzepte - z.B. mit der Individual Serie.
Egal wieviel Geld ich heute hätte, B&O würde ich mir nicht ins Wohnzimmer stellen. Nicht jedes Design ist eben zeitlos klassisch, die Zeit zumindest *dieses* Designs ist in meinen Augen vorbei.


RMC

Naja das ist aber schon eine strenge Sichtweise. Klar, mir gefallen die neuen Designs von B+O auch nicht (Beolab 3, 5, Beovision 8 ist auch echt übel) Aber die noch immer seit den 90ern hergestellten Produkte sind einfach unschlagbar. Die 6000/8000er Boxen übrigens auch heute noch so ziemlich die Schönsten (wenn sicherlich nicht die technisch allerbesten etc.)

Loewe ist eher ein B&O-Plagiat. Die kopieren eifrig das Design der BL 6000-Säulenlautsprecher (wie übrigens seit einiger Zeit fast jeder Hersteller)

Viele kopieren auch die Idee “CD-hinter Glas, bewegliche Fronten etc.

Ganz dreist ist ein Löwe-Standfernseher, der den BeoVision Avant als “Flatscreen” uminterpretiert. Der drehbare Edelstahl-Standfuß, das Design… alles aktuelle Designkopien. Da würd ich eher sagen B/O ist den anderen jedenfalls optisch und von der Formensprache weit voraus gewesen. Die Materialanmutung ist sowieso Spitze.

Ein Lexus ist technisch vielleicht auch viel zuverlässiger als ein Jaguar XK. Dennoch hat letzterer mehr Style. Und um den gehts der Firma ja hauptsächlich. Da kommt schon so schnell nichts ran.

Das “Dreieck” unter dem TV oben ist aber schon ein bisschen peinlich. Hier wird der AV-9000-Monitor zitiert. Aber bei Flatpanels bleibt eben nur wenig Spielraum fürs Design.


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