Test Marantz PMD620 Field Recorder:
Taschenzwerg mit scharfen Ohren

Gastautor, 5. Dezember 2007 13:13 Uhr, 23 Kommentare Kommentare

Nur wenige Festspeicher-Digitalrecorder taugen für den Radio-Alltag oder andere Profi-Ansprüche. Mit dem PMD620 überholt der einstige Flash-Pionier Marantz kurzfristig die Konkurrenz und macht die richtigen Kompromisse. Auch beim Preis.

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Marantz PMD620: Die richtigen Kompromisse
für Interviews und Audio-Reportagen. (Bilder PD)

Von Michael Sennhauser

Ich habe in den letzten Jahren fast alle für Radiozwecke geeignet scheinenden Digitalrekorder ausprobiert (und zu viele von ihnen auch gekauft). Mit dem Marantz PMD620 sind nun fast alle meine Wünsche in Erfüllung gegangen. Marantz hat die richtigen Kompromisse gemacht, die für den vor allem interview-basierten Radioalltag entscheidend sind:

Das Gerät ist zigarettenschachtelklein, hat eingebaute Mikrofone, frisst normale AA-Batterien, und es hat einen kleinen Lautsprecher, über den man ohne viel Gefummel sofort prüfen kann, ob die Aufnahme wirklich auf der SD-Karte sitzt. Er soll sogar die neuen SDHC-Kärtchen mögen und Karten bis 4 GB verdauen.

Hinzu kommen: Verzicht auf die sperrigen XLR-Anschlüsse, Verzicht auf die digitalen SPDIF Ein- und Ausgänge, dafür zwei erstklassig verbaute Elektret-Kondenser-Mikrofone im richtigen Abstand für Gespräche, und gerade noch gut genug für Ambi-Geräusche und Reportage-Sounds von der Strasse; ein breites Angebot von Einstellungen, die man nutzen kann, aber nicht muss, und dazu eine einfache, nicht destruktive Möglichkeit von Pre-Edits (auf deutsch: mittels einfacher Marker lässt sich aus einem Audiofile ein Stück herauskopieren in eine neue Datei).

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Natürlich gibt es auch Minuspunkte, so hat er zum Beispiel einen eigenen Stromeingang für sein (immerhin winziges) mitgeliefertes Netzteil, während mittlerweile jeder intelligente Anbieter für die Stromversorgung kleiner Geräte die USB-Schnittstelle nutzt.

Der Markt für Profi-Geräte

Der Markt für digitale Interview-Geräte ist innerhalb zweier Jahre explodiert. Eine schöne, aber nicht vollständige Übersicht über das aktuelle Angebot an Festspeicher-Digitalrekordern für Profis gibt diese pdf-Tabelle vom amerikanischen Broadcast-Versandhändler BSW:

Bild
(Fast) vollständige Marktübersicht Profi-Audio-Rekorder mit Festspeicher: PDF vom amerikanischen Versand BSW.

Anbieter flashbasierter Recorder wie Mayah haben allerdings krampfhaft versucht, den professionellen Broadcast-Kunden die Angst vor der digitalen Zukunft mit schweren, unzerstörbaren und allen eventuellen professionellen Ansprüchen genügenden Aufnahme-Panzern wie dem Flashman zu nehmen. Das hat funktioniert: Der Flashman ist bei vielen Radiostationen in Betrieb, so auch bei SR DRS. Aber niemand mag den schweren Klotz wirklich, auch wenn er mit XLR-Eingang, Phantomspeisung, SPDIF und einer gefühlten Lebenserwartung von 600 Jahren die Audiotechniker überzeugt hat.

Die meisten Radioleute trauern derweil ihren handlichen Minidisc-Recordern nach, auch wenn die wirklich niemand mehr nutzen möchte (wer will schon seine Sony-proprietäre Attrac-Aufnahme in Echtzeit im Studio redigitalisieren, wenn er normale MP3- oder WAV-Files gleich schneiden kann?).

So haben Nischenplayer aus der Musikproduktionsszene den Markt zunächst für sich erobert: Roland mit der Edirol-Serie oder AVIDs M-Audio mit dem MicroTrack. All diese Geräte haben mit jeweils einer oder zwei Innovationen gepunktet. So bot der erste Edirol bereits eingebaute Stereomikrofone und der Microtrack (den ich bisher am liebsten benutzt habe) eine Stromversorgung über USB. Alle hatten aber auch Nachteile. Der erste Edirol war ein Klotz, den man lieber auf den Tisch legte als in der Hand hielt. Und der Original-MicroTrack mit seinem fix eingebauten Li-Ion-Akku macht einen von USB-Notstrom via Notebook oder externem USB-Pack abhängig.

Ganz zu schweigen von Mayahs Flashman, der mit seiner Grösse und seinem Gewicht jede spontane Reportage im Keim erstickt: Den nimmt man nur mit, wenn man zu einem Termin geht. Die neuen Kleinen dagegen verschwinden in der Reporter-Jacke wie früher das Notizbuch.

Marantz PMD 620: Auspacken und loslegen

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Der PDM620 von Marantz funktioniert direkt aus der Schachtel, ohne viel Angewöhnungszeit. Zwei Alkali-Batterien oder Akkus ins Batteriefach einlegen, den Einschaltschieber an der Seite drücken, und schon leuchtet der erstklassige kleine OLED-Screen auf. Ein Daumendruck auf REC und die erste Aufnahme läuft. Rund um die REC-Taste leuchtet ein roter Ring (der im Pausen-Modus blinkt), und im Display lassen sich wahlweise die bisherige Aufnahmedauer, die Ausssteuer-Anzeige, die Aufnahmeeinstellungen oder die verbleibende Aufnahmezeit bis zur Speicherkartengrenze anzeigen.

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Alle Anzeigen sind praktisch, haben aber ihre Nachteile. Dass sich die Aufnahme pausieren lässt, ist im Alltag gefährlich. Mir ist es mit dem Flashman hin und wieder passiert, dass ich ein Interview unterbrochen habe, wegen Lärm oder einem störenden Mobiltelefon, und dann vergass, vor der nächsten Frage die Pause zu beenden. Weil der Kontrollton über die Kopfhörer unverändert weiter läuft, besteht diese Gefahr bei fast allen Geräten, ausser beim MicroTrack, der hat keine Pausenfunktion. Was über den Kopfhörer kommt, landet dort idiotensicher auf der Speicherkarte.

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Der Nachteil der wechselnden Display-Ausgaben liegt im Umschalten. Weil die Mikrofone fest im Gerät verbaut sind, landet natürlich jeder Tastendruck als Klick auf der Aufnahme. Mit einem externen Mikrofon passiert das nicht. Wer die eingebauten Mikrofone nutzt, kontrolliert also besser alle Einstellungen vor der ersten Interviewfrage.

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Insgesamt 24 Aufnahme-Parameter lassen sich einstellen: 16 oder 24 bit Aufnahme, MP3 oder lineare PCM WAV, 44.1 kHz oder 48 kHz, automatische Aussteuerung oder manuell, Low-Pass-Filter, Umschaltung der Batterieanzeige von Alkali- auf NiMH und etliches mehr. Ein paar Einstellungen sind ungewöhnlich und raffiniert – so kann der PMD620 Aufnahmen automatisch in zeitlich begrenzte Blöcke aufteilen oder mit der “Silent-Skip”-Funktion als Überwachungsgerät eingesetzt werden, das nur aufnimmt, wenn ein einstellbarer Lautstärkepegel erreicht wird (da fällt mir allerdings kein anständiger Use-Case dazu ein, und die anderen gebe ich nicht preis). Weil gleichzeitig ein Pre-Recording-Buffer aktiv ist, geht noch nicht einmal der Anfang des Satzes verloren, wie bei älteren pegelgesteuerten Aufnahmegeräten.

Retourkutsche

Eine weitere raffinierte Einstellmöglichkeit ist “Skip Back”: Da kann ich vor der Aufnahme einstellen, wie gross die Skip-Back-Sprünge sein sollen (Voreinstellung ist 3 Sekunden). Das bedeutet, dass ich beim Abhören eines Interviews mit der speziellen Skip Back Taste jeweils 3 Sekunden zurückspringen kann – überaus praktisch zum Übersetzen oder transkribieren bei undeutlichen Stellen – und für die Gedächtnisschwachen unter uns lässt sich der Skip-Back auf bis zu 59 Sekunden einstellen.

Die 24 Parameter lassen sich in drei sogenannten PreSets abspeichern, also kann ich mir ein Set für MP3-Mono-Interviews mit den eingebauten Mikrofonen, eines für lineare High-Quality-Recordings mit externem Mikrofon und – zum Beispiel – eines für Stereoeinspielungen über Line-In programmieren.

Und das Raffinierteste: Das Paket mit den drei Sets lässt sich als Setup-Datei auf die SD-Karte speichern und wieder laden. Das bedeutet, dass zum Beispiel ein Radio-Techniker eine ganze Serie von PDM620 für eine Redaktion mit den gleichen Sets bespielen kann.

Eine Sperrfunktion für DAUs (die es auch bei bei SR DRS geben soll), wie sie der Flashman aufweist, hat der kleine Marantz allerdings nicht. Aber er ist auch sonst nicht idiotensicher, so lässt sich zum Beispiel ein externes Mikrofon mit dem 3,5-mm Stecker ohne weiteres in die Kopfhörerbuchse rammen – die zwei liegen direkt nebeneinander. Aber wer ohne Monitor-Kopfhörer arbeitet, weiss ohnehin ganz genau, was er tut – oder ist sowieso von allen guten Geistern verlassen.

Hier die wichtigsten technischen Eckdaten des Marantz PDM620:

  • SD & SDHC Speicherkarten
  • Audioformate WAV 16-/24-bit (unkomprimiert) & MP3
  • 2 Kondensatormikrofone und integrierter Lautsprecher
  • USB 2.0 Schnittstelle
  • LINE Ein/Ausgänge
  • Kompakte Grösse, 102 x 62 x 25 mm
  • Leichtgewicht, nur 110g (ohne Batterien)
  • OLED Bildschirm, klare Lesbarkeit, geringer Energieverbrauch
  • Aufnahmenkontrolle dank LED “Level” und LED “Peak”
  • Externer MIC Eingang
  • Kopfhörerausgang
  • Einfache und intuitive Bedienung
  • Intelligente Editierfunktionen (zBs. non destruktives kopieren/kleben)
  • Funktion COPIE SEGMENT erzeugt eine eigenständige Kopie eines ausgewählten Bereichs, ohne die Originaldatei zu verändern
  • Funktion SKIP BACK spult auf die voreingestellt Abspielposition zurück (bis zu 59 Sekunden)
  • Funktion SILENT SKIP stellt bei Stille die Aufnahme auf Pause und startet diese bei eingehendem Signal wieder
  • Funktion AUTO TRACK erstellt automatisch ein neues File (programmierbare Intervalle)
  • Akku oder Batteriebetrieb (2 Stück AA Batterien)
  • Inklusiv 512MB SD-Karte, Tischstativ, Gurt-Clip und Handgelenk-Tragriemen

Alles in allem hat mich der Aufnahmezwerg von Marantz überzeugt. Dass die 3,5-mm-Klinkenstecker professionellen Ansprüchen nicht genügen, ist im Alltag irrelevant, so lange die Geräte im persönlichen Gebrauch bleiben. Als “Leihrekorder” auf einer Redaktion würde ich das Ding allerdings nicht einsetzen, bei grobem Gebrauch tendieren genau diese kleinen Buchsen zu Wackelkontakten (M-Audio hat versucht, das Problem mit 6,3-mm-Jacks für die Mikrofon-Eingänge zu lösen. Die brauchen aber fast so viel Platz wie die XLR-Buchsen und sind wohl ein Grund dafür, dass beim MicroTrack kein Platz mehr blieb für ein Batteriefach). Der zweite Nachteil ist, wie bei allen Geräten mit eingebauten Mikrofonen, die Griffempfindlichkeit während der Aufnahme. Grobe Griffwechsel sind ebenso hörbar wie das Knarzen des nicht völlig verwindungssteifen Batteriefachdeckels, wenn ein nervöser Finger kurzfristig den Druck darauf verstärkt.

Grundsätzlich ist der PMD620 ein sehr alltagstaugliches Gerät, das fast perfekt auf die Bedürfnisse eines Radioreporters oder auch eines Podcasters abgestimmt ist. Ob es sich im harten Dauereinsatz bewährt, darüber kann ich spätestens Ende Januar nach den Solothurner Filmtagen berichten.

Bezugsnachweis und Preise:

Marantz Europa
Marantz PMD620 bei Amazon (Affiliate-Link)
oder bei decibel.ch (mit Händlerliste Schweiz) SFr. 690,-

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23 Kommentare

  1. Paul
    schrieb am 6. Dezember 2007 um 06:18 Uhr (#)

    Gibts es auch irgendwo Probeaufnahmen um sich mal ein Bild vom Klang zu machen?

  2. Mick
    schrieb am 6. Dezember 2007 um 06:36 Uhr (#)

    @ Paul: Bild vom Klang ist eine sehr schöne Vorstellung. Im Moment habe ich noch nichts online, aber das kann ich Mitte Dezember nachholen. Schau doch vor Weihnachten mal wieder hier vorbei. Wenn ich ein paar files online stellen kann, setze ich hier einen Link in die Kommentare. Im Moment bin ich in Willits, California und der Sound vom Highway 101 ist nicht so vielsagend …

  3. Bob
    schrieb am 6. Dezember 2007 um 08:21 Uhr (#)

    wow, es gibt das gerät wirklich :)
    bin auch extremst an ersten aufnahme-beispülen interessiert.
    darf ich auch mal 2 klitzige fragen stellen?

    a. wird das gerät tatsächlich ohne windschutz ausgeliefert? oder bedindet sich hinter dem gitter noch schaumstoff? sieht auf den fotos ja leider ehr nicht so aus :/

    b. viele leute haben sich bei den vorgängern über rauschende vorverstärker beschwert. also gerade bei aufnahmen in sehr ruhigen gefilden.
    kann man dazu schon irgendwas sagen?

    einen wunderlichen tag wünsche ich noch :)

  4. Mick
    schrieb am 6. Dezember 2007 um 17:00 Uhr (#)

    @Bob: Windschutz ist keiner dabei. Aber bei windigen Verhältnissen würde ich ohnehin ein externes Mik empfehlen, und da kommt dann der Hase drauf. Oder, improvisiert, das ganze Geräte in ein (sauberes) Taschentuch wickeln :)
    Rauschen habe ich bisher nicht festgestellt, aber mir fehlt hier on the road auch das equipment, sprich, die Monitoranlage. In Wavelab konnte ich optisch nichts feststellen, was gestört hätte.

  5. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 6. Dezember 2007 um 21:52 Uhr (#)

    konnte ich optisch nichts feststellen

    womit wir wieder beim Bild vom Klang wären, also dem Klangbild.

  6. Bob
    schrieb am 7. Dezember 2007 um 07:54 Uhr (#)

    ok, einmal muß ich noch nerven, ätsch ;)
    wie lange brauch die maschine denn ungefähr zum booten?
    denn ich war eigentlich immer mit meinem microtrack 2496 zufrieden, nur die 15 sekunden zum einschalten sind natürlich alles andere als akzeptabel.
    darum bin ich neulich aufs H2 umgeschwenkt, bin damit aber leider vom sound her auch nicht sooo glücklich.
    außerdem sieht der/die/das 620 einfach leckerer aus ;)

  7. Mick
    schrieb am 7. Dezember 2007 um 18:18 Uhr (#)

    @Bob: Bootzeit ist null beim Marantz. Der ist instant on: Powerswitch nach oben schieben und maximal eine Sekunde später reagiert der Aufnahmeknopf.

  8. Nadine Querfurth
    schrieb am 17. Dezember 2007 um 11:17 Uhr (#)

    Hallo,
    habe mir auch den Marantz PMD620 gekauft und eigentlich sehr zufrieden. Nur eine Sache wundert mich. Ich habe bei den Aufnahmen immer Kopfhörer auf. Die Aufnahme über Kopfhörer kommt beim Marantz leicht verzögert an im Vergleich zur Stimme des Interviewten. Es entsteht also eine Latenzzeit, die störend ist bei den Aufnahmen. hat jemand ähnliches erfahren? oder stimmt etwas mir den Einstellungen )noch) nicht?

  9. Bob
    schrieb am 17. Dezember 2007 um 12:46 Uhr (#)

    bei mir ist nur ein minimaler zeitversatz da. aber da ist er auf jeden fall.
    wie störend dieser wirklich ist, kann ich nicht beurteilen, da ich immer ohne kopfhörer aufnehme.
    kann mir aber schon vorstellen, daß er nevt.

  10. Mick
    schrieb am 19. Dezember 2007 um 11:56 Uhr (#)

    @ Nadine, Bob: Die Latenz hat er tatsächlich, aber nur bei komprimierten Aufnahmen. Das bedeutet, dass der PMD620 das _Aufnahmeresultat_ wiedergibt (vergleichbar der Hinterbandkontrolle der alten Bandmaschinen) und der MP3 Codec eben seine Zeit braucht für die Kompression. Wenn Du unkomprimiert mit WAV/PCM aufnimmst, ist keine Verzögerung mehr wahrnehmbar. Wenn die Verzögerung bei der Aufnahme stört, dann eben grössere Karte rein und unkomprimiert aufnehmen. Kommt eh besser :)

  11. bernd lang
    schrieb am 27. Dezember 2007 um 12:02 Uhr (#)

    das gerät ist nicht schlecht, aber:
    1, die kleinen stecker müssen mit vorsicht bedient werden, 2, micro- und headphon an der vorderseite nebeneinander ist einfach unprofessionell, 3, anzeige zeigt nicht aussteuerung und restzeit gleichzeitig und 4, größter nachteil: mit stromversorgung übers netz brummt das ding mit externen micro.
    da gibts noch einiges zu verbessern!

  12. Nadine
    schrieb am 17. Januar 2008 um 20:40 Uhr (#)

    Hallo Mick,
    mit beiden Anmerkungen liegst Du leider falsch. Ich nehme sowieso nur in .wav auf und Latenzzeit gibts trotzdem. Auch mit Sd Karte ExtremeIII 4GB besteht leider das gleiche Problem….

  13. Daniel
    schrieb am 23. Januar 2008 um 19:27 Uhr (#)

    noch mal ne Frage zur Latenz:

    tritt die Verzögerung nur bei Verwendung des eingebauten Mics auf oder auch bei Aufnahmen mit externen Mics bzw. über Line In?

  14. Dipl.Ing.Arnold
    schrieb am 25. Januar 2008 um 22:11 Uhr (#)

    Erfahrungsbericht mit dem PDM620.

    Ich habe zur Beurteilung einen Live Mitschnitt von des Geyers schwarzer Haufen gemacht und anschließend auf meiner Monitoranlage bzw. über Kopfhörer die Aufzeichnung beurteilt.
    Die Gruppe habe ich gewählt, weil sie einen sehr großen Dynamikbereich und einen relativ weites Frequenzsprekrum aufgrund ihrer Musikinstrumente (Ovations Gitarren, Flöten, Duddelsack, Waldzitter, Drehleiher, Timbes, eine Art Spinnet usw. ) aufweist.
    Zudem bin ich ein Fan der Gruppe und habe sie schon oft unter den unterschiedlichsten Bedingungen gehört, auch ihre Studio CD´s.
    Ich habe mir für den Mittschnitt eine 133X SDHC mit 4GB besorgt.
    Die Aufnahmebedingungen waren widerlich. Abstand zur Bühne ca. 1.0, Versatz zur Mitte ca. +1,5 M, Bühnenbreite ca. 5 m, Abstand ?1,0 zur Y-Achse, die Raumakustik wies eine relativ hohe Dämpfung auf.
    Ich habe mit 24 Bit und 48 Hz mit den integrierten Mikrofonen aufgenommen.
    Das Abhören ergab wirklich eine Studioqualität. Die räumliche Zuordnung ist allerdings aufgrund der A/B Anordnung nicht so gut wie bei einer X/Y Anordnung bei einem so geringen Abstand zur Bühne.
    Die längste kontinuierliche Aufnahme ging ca. 1.5 Stunden ohne das Dropouts während dem Speichern entstanden. Ich habe bewußt den LOW-Cut Filter nicht eingeschaltet, aber weil mir die vier Gummi Füßchen für die Köerperschalldämpfung auf dem Holztisch zu mickrig erschienen, mit einer zuvor zugeschnitten Dämmmate unterlegt. Ich denke die Füßchen sollten etwas breiter und weicher sein um den Trittschal abzudämpfen.
    Die automatische Aufnahmepegelregelung ist für Musikaufnahmen nicht geeignet, da ist das Konkurrenzprodukt besser (laut Bedienungsanleitung sollte sie auch nur für Sprachaufnahmen verwendet werden).
    Meines Erachtens sollte der Limiter von ca. -17 auf ?6 dB angehoben werden. Der Headroom des 620 gibt das her. Nach ein paar Tests am Anfang bin ich mit ?6 dB gefahren, ohne das es zu wahrnehmbaren Verzerrungen kam (Respekt- tolle Leistung). Selbst Pegel mit +2 dB werden ohne hörbare Verzerrung wiedergegeben.
    Das PDM 620 fühlt sich durch das Druckgußgehäuse gut, stabil und hochwertig an.
    Es weist fast die gleichen geometrische Daten wie das Edirol R-09 auf auch die Bedienung ist ähnlich.
    Bedienungsgeräusche entstehen bei einer Aufnahmepegel Regelung bzw. durch das drücken des Start/Stop Button kaum.

    Was ich mir wünschen würde ist, dass die MINI USB nicht nur zum Datenaustausch mit dem PC dient, sondern auch zur Stromversorgung während einer Aufnahme dienen kann. Für den iPod gibt es Zusatzakaus die gleiche Breite und Länge wie der PMD 620 aufweisen und diesen per USB mit Strom versorgen (bis zu 7200 mAh).
    Die Aufnahmezeit mit 2950 mAh Ni-MH Akus liegt bei etwa 3,25 Stunden.
    Neben diesen kleinen Kritikpunkten ist der PDM 620 qualitativ in der Ergonomie, der Aufzeichnungsqualität nur empfehlenswert, die Bedienung ist relativ einfach und man muss sich nicht durch eine Vielzahl von Menüpunkten durch klicken.
    Während die Kongruenz mit ?besseren? Prospekt Technischen Daten glänzt, ist das PDM 620 der Kongruenz in der Aufzeichnungsqualität überlegen.

    Dipl.Ing.Chr.W.Arnold

  15. Matthias
    schrieb am 2. Mai 2008 um 10:14 Uhr (#)

    Ich habe den PMD620 für projektbezogene Interviews und Probe- und Konzertaufnahmen gekauft. Die Arbeit beginnt erst, aber meine ersten Tests machen grossen Spass. Ein prima Gerät.
    Da ich die mitgelieferte SD-Karte ergänzen will durch eine SDHC, treibt mich noch eine Frage um: Woher stammt die Angabe zur Beschränkung auf 4GB Aufnahmekapazität? Sie wird in fast allen Beschreibungen weitergereicht; das Manual schreibt davon aber nichts und gibt die 4GB nur als Beispiel für Aufnahmedauer. Ein Gerücht? Selbst das PDF oben vom amerikanischen Versand BSW spricht nicht von 4GB sondern von “up to 2 Terabytes”! Hat jemand Erfahrungen mit grösseren Karten als 4GB?
    Warum sollte ich mich unnötig beschränken…

  16. Mick
    schrieb am 5. Mai 2008 um 17:17 Uhr (#)

    Seit kurzer Zeit liegt auf der US-Marantz Seite die neue Firmware bereit. Ich habe sie installiert und siehe da: Der einzige Fehler, den das Gerät bisher hatte, die Latenz, ist weg. Nun sind Interviews mit Live-Kontrolle via Kopfhörer ein reines Vergnügen.

  17. tom
    schrieb am 8. Mai 2008 um 21:45 Uhr (#)

    Die sound-samples auf diversen Seiten machen (mir zumindest) deutlich, dass der marantz 620 bislang noch keine Konkurrenz zu fürchten hat. Der Olympus LS 10 klingt schrill und blechern, auch der hochgepriesene Sony D 50 hat einen sehr kalten harschen Klang. Der Sound des Marantz scheint mir dagegen sehr ausgewogen und natürlich. Doch was habt Ihr für Erfahrungen mit dem Grundrauschen bei externem Kondensatormikro (AKG c 1000 z.B.). Ist der preamp gut genug für Radioansprüche?

  18. Ronald Versteeg
    schrieb am 2. Dezember 2008 um 02:21 Uhr (#)

    Freunde,

    i only speak a little english, no german.

    I’ve been using this recorder for quite a time now.
    Its OK.
    Fast and easy in use and since the firmeware upgrade (away ‘latenz’ when using headphones)

    But then again; Sound is not the best.
    overall it’s a little…euh, flat.
    Big drawback for me is that you can hear it when you adjust (push the buttons) the recording volume.
    Even wors is that the last stage of lowering recording-volume is: MUTE.

    I don’t want this.
    I look around if i record and if i predict a big bang (orchestra paukenslag or something like this) i want to lower the recvol BUT NO MUTE!

    I used a Maycom Handheld wich was horrible on the batteries/smart accu’s were rotten. But the soundquality was better.

    Now i’m waiting for a next generation of recorders.
    Until then i’ll be happy with my daily Marantz recorder.

    Greeting from The Netherlands,

    Ronald.
    Radio-journalist.

  19. Mick
    schrieb am 3. Dezember 2008 um 01:07 Uhr (#)

    @ Ronald: Sound is very ok if you use a good external mic (which I do for Interviews) and this has the added advantage, that you will not hear the level-button-pressing, of course. Inbuilt mics are ok for ambi recordings. I have been working with the Marantz for a year now and I am quite happy with it. Greetings to Holland!

    (Deutsch: mit einem guten externen Mic ist der Sound des Marantz hervorragend und man hört erst noch die Klicks des level-Buttons nicht mehr. Die eingebauten Mics sind ok für Ambi-Aufnahmen, sicher nicht für gute Konzerte)

  20. franziska
    schrieb am 7. März 2009 um 20:53 Uhr (#)

    Ich bin mit dem marantzpmd 620 bislang auch sehr zufrieden, allerdings nur mit externem Mikro. Diese sind allerdings auch problematisch, weil nicht alle genug Pegel liefern, hab mir deshalb ein neues kaufen müssen. Nun würde ich gerne Kunstkopf-Mikros wie den Soundman einsetzen. Die Frage ist: Bringen die genug Pegel oder muss man dann einen Vorverstärker zwischen schalten? Und wenn ja, was für einen?

  21. Ronald Versteeg
    schrieb am 8. März 2009 um 19:17 Uhr (#)

    OK with all comments on using an external mic to avoid the button-press sounds (and for greater sound)

    But: still i dont want the last stage of rec volume lowering being MUTE. (see above post)

    greetings from the low country,

    Ron.

  22. Rudolf Schäfer
    schrieb am 27. September 2009 um 15:28 Uhr (#)

    Zu Kommentar Nr.20 – Franziska
    Für die Anwendung des pmd 620 mit den OKM’s von Soundman, habe ich schon seit 4Jahren eine Stereo-Grenzflächen-Basis
    aus 12mm Plexiglasentwickelt.Darin werden die Mikros sicher auf einem Abstand von 100mm gehalten und bringen speziell bei Musik-Mitschnitten hervorragende Ergebnisse.Weitere Infos stehen auf Wunsch gern zur Verfügung. Die Frage nach einem Vorverstärker hat Soundman bereits durch den A3- Adapter gelöst. Durch Verwendung einer 6Volt Photobatterie im A3-Adapter, ist der mögliche Rauschpegel fast nicht wahr- nehmbar. Ich würde mich freuen, wenn Sie mich über Ihr mögliches Interesse informieren würden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Rudolf Schäfer, Ortsstrasse 9, 32107 Bad Salzuflen
    AV-Technik&Komponenten
    Tel. 05222-7614 + 797681 Fax. 05222-797682
    mobil: 0170 3468 110

  23. Felix
    schrieb am 10. Dezember 2009 um 00:15 Uhr (#)

    Stelle mir gerade vor, wie das aussieht bei einem Interview…
    Die Buchse für die Kopfhörer ist an derselben Stelle wie das Mikro!? Schaut in meinen Augen komisch aus beim “Hinhalten” zum Interviewpartner… oder wie ist das? Bitte Erfahrungsbericht ;-)

    Und einen Dreh weiter: Welches externe Mikro kann man zu dem Gerät empfehlen?

    Gruß,
    Felix

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