Filzmaus Unergonomisch schick
Die Felt Mouse oder Filzmaus besteht aus eben jenem Material und Bambus-Laminat - und soll sich angeblich der Hand anpassen.

Minimalistisches Bauhaus-Gerät: Die Filzmaus geht auf das Design-Konto von Joey Roth
Mit ihrer Namensvetterin, der Filzlaus, hat sie sowenig gemein wie mit ihren Artgenossen in der realen Welt, den Computermäusen: Die Filzmaus könnte eher als kubistische Antwort auf die sexistischen Mousepads aus Japan durchgehen.
Und auch wenn es auf den ersten Blick wie die Gestaltungsarbeit eines Roboters mit rechtwinkligen Greifern aussieht, das Gerätedesign folgt einigen tiefgehenden Überlegungen:
Die Aufteilung der Schaltflächen (kein Scrollrad hier, Roboter können nicht scrollen) folgt konsequent dem goldenen Schnitt, das Oberflächenmaterial (reiner Wollfilz) ist weich und nimmt die Form der führenden Hand (und deren Schweiss und Dreck) an und dank optischer Abtastung und Funkverbindung wird der Klotz von keinerlei Kabeln verunziert.

Ein Trost für alle, deren Vorstellungskraft sofort ein hygienisches Desaster prophezeit: es handelt sich noch um eine Designstudie, die wohl vor der industriellen Fertigung von einem Hersteller mit Schmutzabweisern versehen werden müsste - oder auf dem grössten Markt bei den germophoben Amerikanern keinerlei Marktchancen hätte.
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