Sicheres LAN ohne bohren und funken

Kurt Haupt, 1. Oktober 2007 14:08 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

devolo dLAN 200 AVeasy Starter Kit h

Die Vernetzung über bestehende Stromkabel ist eine gute Alternative zu bohrender Kabelverlegerei oder wackeligen Funklan. Devolo sorgt mit den neuen PLC-Adaptern dLAN 200 AVeasy dafür, dass diese Technik nun auch auf Knopfdruck sicher ist.

Über bestehende Stromkabel lassen sich problemlos auch Computer- und Multimedia-Daten transferieren. Diese Powerline-Communication ist inzwischen ausgereift und erreicht Nutzdatenraten von bis zu 60 Megabit pro Sekunde. Dies reicht aus, um sogar Videodatenströme in HDTV-Auflösung zu transferieren.

Die Installation von PLC-Adaptern ist simpel. An zwei Stromsteckdosen wird je ein Adapter gestöpselt, der auf seiner Rückseite eine Ethernetdose hat. So lassen sich beliebige Ethernetverbindungen über das Stromnetz verteilen oder erweitern.

In vielen Fällen endet die Datenübermittlung beim Stromzähler, in Extremfällen schwappen die Daten aber auch in die Wohnung des Nachbarn. Deshalb müssen die Informationen verschlüsselt werden. Ab Werk sind die meisten PLC-Adapter mit einem Standardpasswort versehen, was die Installation zwar simpel macht, der Sicherheit aber kaum dient. Will man das Passwort ändern, geht dies nur mit einem Windows-Programm.

Dieses Manko hat nun Devolo mit seiner neuen Serie dLAN 200 AV easy behoben. Es genügt, innert einer bestimmten Frist an allen Adaptern im Netz den Verschlüsselungs-Knopf zu drücken, damit diese einen neuen Schlüssel erstellen und automatisch untereinander austauschen. Diese automatische Pairing ist sicher und zuverlässig, ausser der Nachbar drückt auch im selben Moment auf einen Adapter desselben Herstellers.

devolo dLAN 200 AVeasy button h

Die neuen Adapter sind ab Ende Oktober für 109,90 Euro (Einzeladapter) bzw. 199,90 Euro (als Starter Kit mit 2 Adaptern) erhältlich. In der Schweiz betragen die Preise 189 beziehungsweise 329 Franken.

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14 Kommentare

  1. mds
    schrieb am 1. Oktober 2007 um 14:35 Uhr (#)

    Ein Produkt aufgrund von Angaben des Herstellers als «sicher» zu bezeichnen, ist mutig? erfahrungsgemäss handelt es sich bei solchen Werbeversprechen leider gar häufig um «Schlangenöl».

  2. leu
    schrieb am 1. Oktober 2007 um 15:22 Uhr (#)

    Hmm, ich muss das jetzt dann mal in der neuen Wohnung und dem neuen Büro im selben Haus testen. Leider habe ich für beide einen getrennten Stromzähler. Hat da jemand Erfahrung mit? Mir gefallen aber die Geräte von Linksys irgendwie besser. Im Notfall werde ich das Internet in den Keller beamen und von der per WLAN SENDESTATION an das Büro senden. Ach ach!

  3. Schreibt hier auf dem Blog Wolf Dieter Roth
    schrieb am 1. Oktober 2007 um 15:30 Uhr (#)

    Von Powerline sollte man die Finger lassen, da einem irgendwann der Nachbar auf dieselben klopft. Und zwar, weil er zwar vielleicht nicht mitlesen, aber trotzdem nicht mehr Radio hören kann. Das Zeug stört auf Kurzwelle wie Seuche, und zwar sehr weit (Kurzwelle geht ja im Extremfall weltweit), was dann trotz der heute eher geringen Anzahl Kurzwellenhörer (mit Digital Radio Mondiale werden es wieder mehr werden) doch dazu führt, daß man ganz neue Leute kennenlernt, wie den entnervten Nachbarn zwei Blocks weiter oder den Herrn von der RegTP mit dem Meßwagen…und da hilft dann auch die Zulassung nicht, den Einsatz darf man zahlen…

    Eine Stromleitung ist eine ausgezeichnete KW-Sendeantenne, das ist das Problem.

  4. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 07:40 Uhr (#)

    Ich habe genau diese Dinger seit einem halben Jahr im Einsatz und hatte noch keine Probleme.

  5. Schreibt hier auf dem Blog Wolf Dieter Roth
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 08:39 Uhr (#)

    Dann haben Dich die Kurzwellenhörer noch nicht entdeckt :-)

    Naja, witzig finde ich es immer bei Leuten, die Angst vor Funk haben, also vor den mW der WLANs, die sich nicht “verstrahlen” wollen. Die nehmen dann Powerline – und das funkt viel mehr und weiter. Nur halt nicht gewollt, sondern als “Dreckeffekt”.

    Auf Langwelle geht sowas dagegen gut, da habe ich schon ganze Schulen versorgt – nur da ist die Datenrate zu gering für Internet. Aber Babyphone (immer nett, wenn dann die Eltern das Gerät vergessen, abzuschalten und das ganze Haus mithört) oder – erinnert sich wer? – der Schweizer Telefonrundspruch laufen prima über Draht, so wie heute auch DSL über Lang- und Mittelwellenfrequenzen. Schwierig wird es halt bei den höheren Frequenzen von Powerline, da ist die Abstrahlung nicht mehr in den Griff zu kriegen, zumal Stromleitungen wesentlich ungünstiger verlegt werden als Telefonleitungen.

  6. Schreibt hier auf dem Blog Kurt Haupt
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 09:52 Uhr (#)

    @mds: Laut Herstellerangaben verwendet
    dLAN 200 AVeasy eine 128bit AES (Advanced Encryption Standard)-Verschlüsselung. Ist also recht gutes Schlangenöl. Sofern man halt eben auch wirklich nicht das Standardpasswort belässt.

    @Wolf Dieter Roth: Sogenanntes «Notching» verhindert, dass die PLC-Adapter im Amateurfunkbereich abstrahlen und diesen stören. Der Nachbar klopft also nicht.

  7. Schreibt hier auf dem Blog Wolf Dieter Roth
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 10:04 Uhr (#)

    @Kurt: Ich schrieb ja auch von Kurzwellenhörern, also Leuten, die normale Radioprogramme empfangen wollen. Die Funkamateure, die natürlich als erstes über Powerline schimpfen, weil ihnen das technische Problem klar ist, bekommen tatsächlch bei manchen Herstellern ihre ja nur schmalen Bänder ausgenotcht. Die Radiobänder notcht allerdings bisher keiner aus, das wäre zuviel, und dann käme auch noch das Militär…

  8. leu
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 10:09 Uhr (#)

    Kann mir jetzt mal jemand sagen wie die Chancen stehen dass ich meinen Stromzähler umgehen kann mit Powerline?

  9. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 10:13 Uhr (#)

    Leu: Bei mir tut’s nicht über die alten Stromzähler hinweg. Habe jetzt ein Kabel von oben nach unten durchs Fenster gezogen und in der unteren Wohnung Powerline. :-)

  10. leu
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 10:27 Uhr (#)

    Danke für den Hinweis. Ich denk ich versuch es dann doch zuerst mit WLAN von oben nach unten. Oder ich finde ein WLAN das jemand offen gelassen hat. Aber ich verspreche es, wenn ich in meinem Büro Internet habe, werde ich meine LaFonera auch wieder einstecken! Ehrlich!

  11. Schreibt hier auf dem Blog Kurt Haupt
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 11:13 Uhr (#)

    @leu: Es hilft nur ausprobieren. Wenn Kabelstrecken zu beiden Stromzählern auf mindestens einem halben Meter nahe beieinander im Kabelkanal verlegt sind, bestehen gute Chancen, dass die Datensignale dank “Übersprechen” den Zählerstromkreis überbrücken. Notfalls kann der Elektriker auch eine Phasenkopplung installieren.

  12. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 11:29 Uhr (#)

    Ich weiss nicht: 200 Euro fürs Paar?
    ich habe bei Bekannten, die in einem sehr soliden Schweizer Mehrfamilienhaus aus den Sechziger Jahren (“Block”) mit eisenarmierten Betonwänden und -Decken wohnen, in der untersten Wohnung einen Dlink-Router reingestellt. Die haben besten Empfang im ganzen Haus auf drei Stockwerken.

  13. tbones
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 18:02 Uhr (#)

    Meines Wissens hört die Konnektivität schon auf, wenn Sender- und Empfängersteckdose in unterschiedlichen Sicherungsschaltkreisen sind. Kann das jemand bestätigen?

  14. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 2. Oktober 2007 um 23:06 Uhr (#)

    tbones: Nee, das ist defintiv nicht so, bei mir bewiesen.

    Hier sind die FAQ von Devolo.

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