Für eine Faust voll Video
JVC hat in den USA einen HD-tauglichen Festplatten-Videorekorder von Handflächengrösse angekündigt. Der GZ-HD3 ist der kleine Bruder des im Juni in Europa lancierten GD-HZ7.
Bisher hat mich digitales Video nicht zu begeistern vermocht: Zu gross sind die Kompromisse in der Bildqualität, zu hoch ist aber vor allem der Aufwand, um aus dem aufgenommenen Material etwas vorzeigbares Zusammenzuschneiden, zu vertonen etc. – und dabei müssen auch noch ständig riesige Datenmengen hin- und hergeschoben werden. Nichts für ungeduldige Menschen wie mich.
Die neue Generation der hochauflösenden Harddisk-Videocams könnte allerdings für einen Gesinnungswechsel sorgen. Zum einen stimmt hier die Bildqualität, zum andern fällt die Fummelei mit CD und DVD weitgehend weg. Die Verlockung wird zusätzlich gesteigert durch kleine und leichte Geräte wie die grade präsentierte JVC GD-HZ3.
Das handflächenkleine Camcorderlein bringt einen 3CCD-Sensor mit einer Auflösung von 1440×1080 Pixeln: Für jede Grundfarbe steht ein Sensor zur Verfügung. Dabei wird bereits in einem Format von 16:9 aufgenommen, die HD-Inhalte können also direkt ab Camcorder weiterverarbeitet werden. Die Bildnachbearbeitung soll gemäss JVC ebenso extrem auf Qualität ausgerichtet sein und sowohl Rauschen weitgehend unterdrücken wie auch die Farben naturgetreu wiedergeben – “ganz speziell grün”, wie es in der Pressemitteilung heisst; aber auch die Qualität der Optik soll zu scharfen, unverzerrten Bildern beitragen: Das ultrakompakte Zoom-Objektiv stammt von Konica Minolta und ist eigens für die GZ-Reihe entwickelt worden.
Der Camcorder passt in eine Handfläche und wiegt nur gerade rund 700 Gramm. Trotzdem bietet er die nötigen technischen Optionen. Er kann seine hochaufgelösten Inhalte beispielsweise auf jedem HDMI-TV wiedergeben, aber die Daten lassen sich ab der mit 60 Gigabyte für rund 5 Stunden Aufnahme ausreichenden Harddisk auch per USB oder iLink auf den PC schaufeln und dort mit der mitgelieferten Windows-Software schneiden oder auf dem Mac in die Apple-Schnittprogramme importieren.
Ausserdem gibts von JVC für die Harddisk-Recorder-Reihe “Everio” auch die “CU-VD40 Share Station”, eine Art Datenserver mit USB-Anschluss, der aber in erster Linie dazu dient, Aufnahmen ab Camcorder ohne PC direkt auf 12cm-Silberscheiben zu brennen.
Die kleine GZ-HD3 kommt im September uin den USA für rund 1300 Dollar (zirka 940 Euro) auf den Markt. Für Europa ist auf der JVC-Webseite noch nichts zu finden.


















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