Play it again, SAM

Hans Dorsch, 29. Juni 2007 09:49 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Im Jahr 2003 wurde das die Produktion des Elektroautos SAM nach nur 92 Vorserienexemplaren eingestellt. Für eine Neuauflage des ursprünglichen Swatch-Mobils und Smart-Vorläufers wäre jetzt im Elektro- und Hybridhype alles vorhanden.
 Images Visuals 3

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann. (Die Weissagung der Cree)

Aber oft braucht man Geld, um Visionen zu verwirklichen.

Die Gründer von Cree waren Mitglieder des ursprünglichen Entwicklungsteams für das Swatch-Mobil; ein visionäres Fahrzeug aus der Ideenschmiede des Schweizer Plastik-Uhren-Magnaten Nicolas Hayek, das eine neue Fahrzeuggattung einführen sollte.

Nicolas Hayek: Ein Auto, zwei Personen, eine Kiste Bier. Als Mercedes in das Projekt einstieg, war Dieter Zetsche nicht mutig genug, dieses Konzept weiterzuentwickeln. Stattdessen kam folgendes dabei heraus:

  • Ein langweiliger, konventioneller, extrem unerfolgreicher SMART
  • 92 aufsehenerregende Vorserienexemplare des SAM

Glückliche Schweizer konnten das Fahrzeug sogar probefahren – bei COOP, noch glücklichere können noch einen kaufen.

Die 92 produzierten SAMs sind als Prototypen/Vorserienfahrzeuge klassiert. Die Sams wurdem in den Farben Blau, Schwarz/Grau, Beige, Mintgrün und Orange produziert und sind nur noch als Gebrauchtfahrzeuge erhältlich. Ein SAM kostet zur Zeit beim EFS in Basel zirka 19’500 CHF/11.743,03 EUR exkl. MWSt (inklusive Umbau für Deutschland, siehe EU-Export) – wenn sich jemand tatsächlich von seinem trennen will.

Investoren könnten direkt einsteigen:

In 2003 Cree had to close its doors, due to the lack of funding and had to let go all of its employees. In a joint effort the shareholders and financing partners of Cree decided to save the company. This process of restructuring has now successfully been completed. Today Cree is ready to reactivate this project and has access to all data, results and rights obtained during the 8 years of development time of SAM, thus providing an attractive and debt-free opportunity for investment to new financing and industry partners.

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2 Kommentare

  1. Reto Hartinger
    schrieb am 29. Juni 2007 um 11:46 Uhr (#)

    Ich habe den SAM und andere für mich evaluiert. Nicht der Peis, nicht die fehlenden Features haben mich abgehalten. Am Schluss war es doch die Technologie. Ich kann mit Akkus nicht richtig umgehen – Akkus sind heikle Diven. Sie funktionieren am letzten Tag nicht gleich wie am ersten. Ich kann und möchte mich nicht in die Befindlichkeiten eines Akutus eindenken oder einfühlen. Ich möchte Sachen gebrauchen. Sie sollen mir dienen – nicht ich ihnen. Schade.

  2. Andreas Mühlebach
    schrieb am 6. September 2009 um 17:41 Uhr (#)

    Eine kleine Ergänzung:

    Insgesamt wurden neben dem schwarzen Ur-Modell 90 Prototypen gebaut. Neben den 20 lindgrünen, 16 schwarzen, 17 gelben, 17 blauen und 16 beigen gibt es 2 SAM’s in grasgrün und 2 in orange. Der letzte originale SAM (Nr. 91, schwarz) wurde 2009 von der IG SAM, Schweiz aus Ersatzteilen aufgebaut.

    Für Kauf-Interessenten hat die IG SAM hin und wieder Kontakte zu Leuten, die Ihren SAM verkaufen wollen.

    Der Service wurde ursprünglich vom EFS Basel angeboten. Das organisieren von Ersatzteilen und dem Service (mechanisch und elektronisch) wird neu über die IG SAM, Schweiz angeboten, welche diese Aufgabe vom EFS Basel übernommen hat.

    Neu wird eine LiPo-Batterie entwickelt welche auf den SAM zugeschnitten ist. Start Frühjahr 2010. Dadurch wird sich die Reichweite des SAM von heute 50-55km auf über 100km erhöhen.

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