Auch Multifunktionsdrucker können Gadgets sein

Peter Hogenkamp, 26. Juni 2007 12:27 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Drucker zu verkaufen muss eine echt langweilige Sache sein. Was soll man als Argument sagen? “Druckt jetzt 22 Seiten pro Minute statt vorher 18?” Interessiert nur Nerds. “Das neue Modell verbraucht 3% weniger Toner aus der Konkurrent”? Interessiert nur Controller. Die meisten Drucker qualifizieren sich nun mal nicht als Gadgets und lösen nicht diesen direkten “Haben will!”-Reflex aus, der uns alle antreibt.

Als ich letzte Woche bei einem Lexmark-Pressetermin war, erschlugen einen denn auch die meisten Slides mit je 2000 Zeichen Text. So musste man sich bei den Präsentationen auf kleine Details konzentieren, etwa dass alle Präsentatoren immer “Street Price” sagten, aber “Unverbindliche Preisempfehlung” meinten.

Doch halt. Es gab auch ein Multifunktionsgerät (Drucker, Scanner, Kopierer, Fax) namens Lexmark X850e MFP , das mit integrierter Festplatte und Monitor einige nette Features auf Lager hatte - wie die vielen, grossen, bunten Bilder beweisen:

Man beachte schon an dieser Stelle in der Mitte des Bildes meinen handlichen Schlüsselbund mit dem USB-Stick im Gerät, der im folgenden noch zu reden geben wird:

Cimg1947 1000

 

Beim Einlegen der Vorlage ist noch alles ganz normal. Ich hatte in A4 gerade eine Ausgabe von heute vom Vortag dabei:

Cimg1930 1000

Das Scan-Menü ist voll, aber übersichtlich - “Scannen als PDF, TIFF, JPG” finde ich toll:

Cimg1931 1000

 

Als nächstes kann man noch eine Scan-Vorschau einschalten, die man natürlich will:

Cimg1934 1000 Cimg1935 1000

Und dann scannt’s - und zwar entweder auf die Festplatte oder auf den Stick. Auf dem zweiten Bild dann das erste tolle Feature: Man sieht sehr schnell, dass man zu doof war, das Heft richtig zu platzieren.

Cimg1936 1000 Cimg1937 1000

Nun bedarf es nur noch einer kleinen Übung in räumlichem Denken, um es in die richtige Richtung zu verschieben, dann “verwirft” man und scannt von neuem. Und hurra, diesmal passt es:

Cimg1941 1000

Nun hat es das Zeug also auf den USB-Stick gespeichert, und zwar als Scanned-image-1.jpg (hätte man auch anders nennen können):

Cimg1942 1000
(Man sieht an den Verzeichnissen, das ist der Stick mit dem Lexmark-Pressekit.)

Von dort aus kann man jetzt auch noch kopieren, ähm, also drucken, soviel man will:

Cimg1943 1000 Cimg1944 1000

 

Und da ist es auch schon:

Cimg1946 1000
(Und das tollste: Die Headline an diesem Tag war: “Selber scannen statt anstehen.” Wenn ich das nicht super eingefädelt habe!)

 

Tatatata: gescannt, gedruckt und auf dem Stick gespeichert. Was will man mehr?

Die Prozedur mag hier etwas langwierig klingen, aber wenn ich morgens tatsächlich etwas aus einer Zeitung scannen will, stehe ich in der Regel etwa fünfmal länger vor der Kiste (hp-Scanner am PC).

Apropos Street Price und so: Lexmark gibt die unverbindliche Preisempfehlung von 8.199,- ? inkl. MwSt. bzw. CHF 14′263.45 (finde besonders den Rappenbetrag super, da hat einer ganz genau umgerechnet) ab. Der günstigste Street Price dagegen liegt laut geizhals.net bei ? 7.389,43.

Fazit: Wer hätte das gedacht, Scannen kann Spass machen. Und bei dem Preis - 800 Euro gespart! - muss der qualitätsbewusste Home Office User nun wirklich nicht zweimal überlegen…

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5 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Daniel Bräutigam

    schrieb am 26. Juni 2007 um 14:04 Uhr (#)

    Wundert mich dass dieser wortwörtlich “handliche” Schlüsselbund nicht den USB-Stick durch das Gewicht abgebrochen hat :).

  2. Peter Hogenkamp

    schrieb am 26. Juni 2007 um 14:19 Uhr (#)

    Sehr berechtigter Einwand. Der USB-Stick hat es leider auch nur rund zwei Wochen an meinem Schlüsselbund ausgehalten, dann ist hinten an der Halterung ein Stück abgebrochen. Von dem WLAN-Finder, den man oben auch noch im Bild sieht, gar nicht zu reden, der hielt sogar nur zwei Tage.

    Merke: Gadgets, die man an Schlüsselbunde hängt, sind erheblich weniger schockresistent als Schlüsselbunde und Schlüssel an sich. (Habe auch schon diverse Anhänger mit Fotos meines Sohnes abgebrochen, was immer als Beweis von nicht ausreichender Zuneigung gewertet wird.) Das wäre noch eine Nische, in die eine pfiffige Firma stossen könnte, die sonst Präsidentenautos oder so nachrüstet.

  3. Daniel Bräutigam

    schrieb am 26. Juni 2007 um 14:28 Uhr (#)

    Wenn man diese Leute da ran lassen würde, dann könnte man sicher sein dass man nach wenigen Tagen den Verlust des Schlüsselbundes und ein Loch in der Hosentasche zu beklagen hat. Geizig mit Gewicht waren die nämlich noch nie, allen voran die Amis.

  4. Stefan S.

    schrieb am 27. Juni 2007 um 20:15 Uhr (#)

    hm… wieso erinnert das ding vom
    design her so verdammt an eine
    DC3535 von xerox?
    siehe hier

    der gesamte untere teil ist eine exakte
    nachbildung der DC3535, die massangaben
    auf dem vorlagenglas entsprechen denen
    der 3535 exakt und selbst die scharnie-
    re für das vorlagenglas sind dieselben…

    bin überrascht…

  5. Peter Hogenkamp

    schrieb am 27. Juni 2007 um 22:52 Uhr (#)

    Stefan: Sorry, da kenne ich mich nicht aus. Einkaufskooperation? Keine Ahnung.


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