Yahoo hat es versemelt
Yahoo hat es in den letzten Tagen aber mal wirklich nicht einfach gehabt. Erst die Zensurdiskussion bei flickr, und nun hat auch noch Yahoo-Chef Terry Semel seinen Hut genommen. Der Konzern rudert frei - und der Kundenservice tut selbst genug dazu, den Ruf noch nachhaltiger zu schädigen.
Semel ging mutmaßlich auf eigenen Wunsch. Doch glaubt man diversen Medienberichten, war sein Abgang eher eine Folge von heftiger Kritik an seiner Arbeit. So ganz wird er Yahoo allerdings nicht verlassen, als Berater soll er der Unternehmensführung weiterhin bestehen bleiben.
Abgelöst wird Semel übrigens durch Jerry Yang, seines Zeichens Mitgründer von Yahoo. Ob der Führungswechsel allerdings wieder zu mehr Vertrauen seitens der Anleger führen wird, ist fraglich. Eines ist klar: Die derzeitige Firmenpolitik sorgt nicht gerade für Stimmung und schürt den Unmut der Yahoo-Gegner zusätzlich.
Gerade die Informationspolitik des Unternehmens ließ ja in den letzten Tagen sehr zu wünschen übrig, wenn man flickr und deren neue Zugriffsbeschränkungen als Beispiel nimmt. Nur mühselig konnten die User sich ein Bild der Lage machen, warum flickr nun Inhalte für deutsche und asiatische User sperrt. Und wenn es dann doch mal Antworten oder Erklärungsversuche gab, konnte man mit ihnen nicht viel anfangen.
Mittlerweile hat sich zumindest in der Informationspolitik bei Yahoo Deutschland etwas getan. Ob das nun allerdings positiv zu bewerten ist, will ich mal in Frage stellen. Gestern zitierte Nico Zorn in seinem Blog aus einer Mail vom Yahoo- Kundenservice, die der ganzen Diskussion noch einen zusätzlichen Aspekt gibt.
Auf seinen Hinweis, dass er wegen der aktuellen Ereignisse zu einem alternativen Anbieter wechseln würde, hatten die Herrschaften dort nur einen Kommentar:
Wir haben eigentlich keine Lust, Ihnen das zu verraten? aber? natürlich können Sie Ihren Account jederzeit löschen. Hier ist ein Link: http://www.flickr.com/profile_delete.gne
Das nenne ich mal kundenorientiert und hilfreich. Ich bin gespannt, welche Abgründe sich künftig auftun werden.
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3 Kommentare zu diesem Artikel
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Sam
Was soll eigentlich der doofe Punkt hinter dem flickr?
Kathrin Grannemann
Berechtigte Frage. Irgendwie hatte ich immer im Hinterkopf, dass der Dienstname mit dem Punkt einhergeht. Mea culpa.
Peter Hogenkamp
Punkte sind gelöscht.
Gruss, Blogwerk-Korrekturdienst